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	<title>Kommentare zu: Unterstützt den Offenen Brief an Ralf Fücks</title>
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	<description>sozial, ökologisch, basisdemokratisch, gewaltfrei</description>
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		<title>Von: webmeister</title>
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		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 14:09:37 +0000</pubDate>
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		<description>Spiegel-online schreibt am 14.01.2010
&lt;strong&gt;EKD-Chefin Käßmann: &quot;Power-Protestantin schaltet auf Angriff&quot;&lt;/strong&gt;


http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,671728,00.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Spiegel-online schreibt am 14.01.2010<br />
<strong>EKD-Chefin Käßmann: &#8220;Power-Protestantin schaltet auf Angriff&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,671728,00.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,671728,00.html</a></p>
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		<title>Von: peter.alberts</title>
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		<dc:creator>peter.alberts</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 13:44:33 +0000</pubDate>
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		<description>http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,671728,00.html</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,671728,00.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,671728,00.html</a></p>
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		<title>Von: peter.alberts</title>
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		<dc:creator>peter.alberts</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 13:51:20 +0000</pubDate>
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		<description>Eine weitere Rückantwort an Ralf Fücks von Helge Limburg MdL, Niedersachsen

Lieber Ralf,

zu deiner Antwort noch ein paar Anmerkungen:

1. In unserem Brief haben wir dich nie als Militaristen bezeichnet. Das ist ausdrücklich auch nicht meine Auffassung. Bitte unterstelle nicht, es wäre so.

2. Wir haben in dem Brief keineswegs behauptet, die zivilen Opfer würden dich kalt lassen. Auch das ist nicht meine Auffassung. Auch in diesem Punkt bitte ich dich, keine derartige Behauptung aufzustellen.

3. Mit der Verwendung des Begriffes &quot;Gedankenpolizei&quot; rückst du uns, bewusst oder unbewusst, in eine geistig-konzeptionelle Nähe zu diktatorischen verbrecherischen Regimen. Das ist zutiefst ehrverletzend und ohne jegliche Grundlage. Bitte unterlass das.

4. Die Frage, was Böll zu diesem Konflikt sagen würde, möchtest du einfach bei Seite lassen. Das kann ich kaum nachvollziehen und es wird dem Erbe Heinrich Bölls nach meiner Auffassung überhaupt nicht gerecht. Wenn Bölls Meinungen und Ansichten ausschließlich in ihrem konkreten historischen Kontext betrachtet und analysiert werden sollen, wie du nahelegst, dann degradierst du Böll damit zu einem Kritiker und Betrachter seiner eigenen Zeit, dem keinerlei Bedeutung über seinen Tod hinaus zukommt. Lieber Ralf, ich erinnere mich noch sehr genau an das Einführungsseminar der Heinrich-Böll-Stiftung für Stipendiaten. Bestandteil dieses Seminars war ein ausführlicher und sehr guter Vortrag über Leben und Wirken des Namensgebers der Stiftung, Heinrich Böll. Wenn dessen Auffassungen aber keinerlei Relevanz für gegenwärtige Debatten haben sollen, warum nimmt dieser Vortrag dann einen so breiten Raum in diesem Seminar ein? Handelt es sich nach deiner Auffassung um einen rein historischen Vortrag, aus dem wir Stipendiaten keinerlei Lehren und Schlüsse für die Gegenwart und gegenwärtiges Handeln ziehen sollen? Das kann ich mir kaum vorstellen. 
Interessant fände ich durchaus von dir zu hören, warum deiner Auffassung nach Heinrich Böll sehr wohl einverstanden wäre mit der Art und Weise und dem Inhalt deiner Kritik an Bischöfin Margot Käßmann. Deine Argumente an der Stelle fände ich spannend. Mich würde ebenfalls interessieren, warum deiner Auffassung nach Heinrich Bölls Bewertung der &quot;Springer-Presse&quot; heute grundlegend anders ausfallen würde als zu den Zeiten, in denen er die &quot;Verlorene Ehre der Katharina Blum&quot; schrieb. Leider gehst du auf diese beiden Punkte in deiner Antwort überhaupt nicht ein.

Schließlich noch ein letztes, Ralf: Als jemand, der den Bosnienkrieg und das Massaker in Ruanda in den Medien sehr bewusst wahrgenommen hat, nehme ich die &quot;Responsibility to Protect&quot; sehr ernst. Das schließt auch den Einsatz militärischer Gewalt ein. Aber die Art und Weise, wie du in deinem Brief an Margot Käßmann jegliche Zweifel an Art und Weise des gegenwärtigen Afghanistaneinsatzes und die Forderung nach mehr zivilem Engagement als &quot;Banalität&quot; abkanzelst, wird diesem schwierigen und komplexen Thema überhaupt nicht gerecht. Auch wer militärische Gewalt nicht grundsätzlich ablehnt, sollte nicht aufhören &quot;Phantasie für den Frieden&quot; zu suchen.

Mit freundlichen Grüßen

Helge Limburg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Eine weitere Rückantwort an Ralf Fücks von Helge Limburg MdL, Niedersachsen</p>
<p>Lieber Ralf,</p>
<p>zu deiner Antwort noch ein paar Anmerkungen:</p>
<p>1. In unserem Brief haben wir dich nie als Militaristen bezeichnet. Das ist ausdrücklich auch nicht meine Auffassung. Bitte unterstelle nicht, es wäre so.</p>
<p>2. Wir haben in dem Brief keineswegs behauptet, die zivilen Opfer würden dich kalt lassen. Auch das ist nicht meine Auffassung. Auch in diesem Punkt bitte ich dich, keine derartige Behauptung aufzustellen.</p>
<p>3. Mit der Verwendung des Begriffes &#8220;Gedankenpolizei&#8221; rückst du uns, bewusst oder unbewusst, in eine geistig-konzeptionelle Nähe zu diktatorischen verbrecherischen Regimen. Das ist zutiefst ehrverletzend und ohne jegliche Grundlage. Bitte unterlass das.</p>
<p>4. Die Frage, was Böll zu diesem Konflikt sagen würde, möchtest du einfach bei Seite lassen. Das kann ich kaum nachvollziehen und es wird dem Erbe Heinrich Bölls nach meiner Auffassung überhaupt nicht gerecht. Wenn Bölls Meinungen und Ansichten ausschließlich in ihrem konkreten historischen Kontext betrachtet und analysiert werden sollen, wie du nahelegst, dann degradierst du Böll damit zu einem Kritiker und Betrachter seiner eigenen Zeit, dem keinerlei Bedeutung über seinen Tod hinaus zukommt. Lieber Ralf, ich erinnere mich noch sehr genau an das Einführungsseminar der Heinrich-Böll-Stiftung für Stipendiaten. Bestandteil dieses Seminars war ein ausführlicher und sehr guter Vortrag über Leben und Wirken des Namensgebers der Stiftung, Heinrich Böll. Wenn dessen Auffassungen aber keinerlei Relevanz für gegenwärtige Debatten haben sollen, warum nimmt dieser Vortrag dann einen so breiten Raum in diesem Seminar ein? Handelt es sich nach deiner Auffassung um einen rein historischen Vortrag, aus dem wir Stipendiaten keinerlei Lehren und Schlüsse für die Gegenwart und gegenwärtiges Handeln ziehen sollen? Das kann ich mir kaum vorstellen.<br />
Interessant fände ich durchaus von dir zu hören, warum deiner Auffassung nach Heinrich Böll sehr wohl einverstanden wäre mit der Art und Weise und dem Inhalt deiner Kritik an Bischöfin Margot Käßmann. Deine Argumente an der Stelle fände ich spannend. Mich würde ebenfalls interessieren, warum deiner Auffassung nach Heinrich Bölls Bewertung der &#8220;Springer-Presse&#8221; heute grundlegend anders ausfallen würde als zu den Zeiten, in denen er die &#8220;Verlorene Ehre der Katharina Blum&#8221; schrieb. Leider gehst du auf diese beiden Punkte in deiner Antwort überhaupt nicht ein.</p>
<p>Schließlich noch ein letztes, Ralf: Als jemand, der den Bosnienkrieg und das Massaker in Ruanda in den Medien sehr bewusst wahrgenommen hat, nehme ich die &#8220;Responsibility to Protect&#8221; sehr ernst. Das schließt auch den Einsatz militärischer Gewalt ein. Aber die Art und Weise, wie du in deinem Brief an Margot Käßmann jegliche Zweifel an Art und Weise des gegenwärtigen Afghanistaneinsatzes und die Forderung nach mehr zivilem Engagement als &#8220;Banalität&#8221; abkanzelst, wird diesem schwierigen und komplexen Thema überhaupt nicht gerecht. Auch wer militärische Gewalt nicht grundsätzlich ablehnt, sollte nicht aufhören &#8220;Phantasie für den Frieden&#8221; zu suchen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Helge Limburg</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Think Tank Directory &#187; Blog Archive &#187; Rücktrittsforderung an Ralf Fücks</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2010/01/07/unterstutzt-den-offenen-brief-an-ralf-fucks/comment-page-1/#comment-60</link>
		<dc:creator>Think Tank Directory &#187; Blog Archive &#187; Rücktrittsforderung an Ralf Fücks</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 12:22:16 +0000</pubDate>
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		<description>[...] einem offenen Brief haben sich eine Reihe von linken Mitgliedern von Bündnis90/Die Grünen für den Rücktritt von [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] einem offenen Brief haben sich eine Reihe von linken Mitgliedern von Bündnis90/Die Grünen für den Rücktritt von [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Was darf ein Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung? &#124; Riverside Magazin</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2010/01/07/unterstutzt-den-offenen-brief-an-ralf-fucks/comment-page-1/#comment-59</link>
		<dc:creator>Was darf ein Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung? &#124; Riverside Magazin</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 16:51:17 +0000</pubDate>
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		<description>[...] einem offenen Brief an Fücks. Es gibt inzwischen eine Antwort und weitere Reaktionen, nachzulesen hier. (gekürzt entnommen dem Blog der &#8220;Grünen Greifswald&#8221;)  Tags: Afghanistan, Frieden, [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] einem offenen Brief an Fücks. Es gibt inzwischen eine Antwort und weitere Reaktionen, nachzulesen hier. (gekürzt entnommen dem Blog der &#8220;Grünen Greifswald&#8221;)  Tags: Afghanistan, Frieden, [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Was darf ein Vorstand der Böll-Stiftung? - Greifswald wird Grün</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2010/01/07/unterstutzt-den-offenen-brief-an-ralf-fucks/comment-page-1/#comment-57</link>
		<dc:creator>Was darf ein Vorstand der Böll-Stiftung? - Greifswald wird Grün</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 16:11:39 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Auf den Tonfall der Angriffe gegen Käßmann und den klaren Widerspruch von Fücks&#8217; Positionen zur Beschlusslage der Bundespartei wiederum reagierten einige Parteimitglieder auf Initiative von Peter Alberts (KV Münster) mit einem offenen Brief an Fücks. Es gibt inzwischen eine Antwort und weitere Reaktionen, nachzulesen hier. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Auf den Tonfall der Angriffe gegen Käßmann und den klaren Widerspruch von Fücks&#8217; Positionen zur Beschlusslage der Bundespartei wiederum reagierten einige Parteimitglieder auf Initiative von Peter Alberts (KV Münster) mit einem offenen Brief an Fücks. Es gibt inzwischen eine Antwort und weitere Reaktionen, nachzulesen hier. [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: peter.alberts</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2010/01/07/unterstutzt-den-offenen-brief-an-ralf-fucks/comment-page-1/#comment-56</link>
		<dc:creator>peter.alberts</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 12:22:22 +0000</pubDate>
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		<description>Ein besonders ekliger Fall von Applaus aus zweifelhafter Ecke für Ralfs Angriff auf Margot Käßmann findet sich auf einer &quot;islamkritischen&quot; rechts-außen-Seite: http://fact-fiction.net/?p=3525

Mir ist klar, dass sich Ralf Fücks mit Sicherheit gegen Applaus aus dieser Ecke verwehrt. Ich möchte ihm ganz ausdrücklich keine Nähe zu diesen Positionen unterstellen. Trotzdem finde ich meine These, dass seine Streitschrift an Frau Käßman &quot;reaktionären Ungeist&quot; befeuert hat und ihm &quot;Bravo aus dem national-konservativen&quot; Lager einbringt, leider bestätigt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein besonders ekliger Fall von Applaus aus zweifelhafter Ecke für Ralfs Angriff auf Margot Käßmann findet sich auf einer &#8220;islamkritischen&#8221; rechts-außen-Seite: <a href="http://fact-fiction.net/?p=3525" rel="nofollow">http://fact-fiction.net/?p=3525</a></p>
<p>Mir ist klar, dass sich Ralf Fücks mit Sicherheit gegen Applaus aus dieser Ecke verwehrt. Ich möchte ihm ganz ausdrücklich keine Nähe zu diesen Positionen unterstellen. Trotzdem finde ich meine These, dass seine Streitschrift an Frau Käßman &#8220;reaktionären Ungeist&#8221; befeuert hat und ihm &#8220;Bravo aus dem national-konservativen&#8221; Lager einbringt, leider bestätigt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: webmeister</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2010/01/07/unterstutzt-den-offenen-brief-an-ralf-fucks/comment-page-1/#comment-54</link>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 22:26:39 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Blog im Freitag&lt;/strong&gt; vom 08.01.2010
http://www.freitag.de/community/blogs/tom-strohschneider/nach-der-kaessmann-kritik-fuecks-zum-ruecktritt-aufgefordert</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Blog im Freitag</strong> vom 08.01.2010<br />
<a href="http://www.freitag.de/community/blogs/tom-strohschneider/nach-der-kaessmann-kritik-fuecks-zum-ruecktritt-aufgefordert" rel="nofollow">http://www.freitag.de/community/blogs/tom-strohschneider/nach-der-kaessmann-kritik-fuecks-zum-ruecktritt-aufgefordert</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: webmeister</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2010/01/07/unterstutzt-den-offenen-brief-an-ralf-fucks/comment-page-1/#comment-53</link>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 21:38:20 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Artikel in Süddeutsche Zeitung, 08.01.2010&lt;/strong&gt;
http://www.sueddeutsche.de/politik/330/499606/text/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Artikel in Süddeutsche Zeitung, 08.01.2010</strong><br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/330/499606/text/" rel="nofollow">http://www.sueddeutsche.de/politik/330/499606/text/</a></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: simon.lissner</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2010/01/07/unterstutzt-den-offenen-brief-an-ralf-fucks/comment-page-1/#comment-52</link>
		<dc:creator>simon.lissner</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2010 13:42:10 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;strong&gt;Eine weitere Rückantwort auf Ralf Fücks Antwort&lt;/strong&gt;

Liebe Freundinnen und Freunde,
Lieber Ralf Fücks,
dass du als Zeitgenosse Helmut Kohls die ganze Sache &quot;streitbar Aussitzen&quot; möchtest, ist nachvollziehbar.
In der Sache wiederholst du deinen Standpunkt, reicherst ihn jedoch um Punkte an, die uns darin bestärken sollten, dass du der &quot;falsche Mann&quot; am Platze bist.

1) Der Vorwurf der Instrumentalisierung an uns. Du antwortest auf einen von uns erhobenen Vorwurf schlicht mit einem billigen rhetorischen Trick aus Uromas Mottenkiste. Du erhebst den Vorwurf ohne weitere Begründung gegen uns. Dass der Einsatz der Bundeswehr der &quot;Friedenssicherung und politischen Stabilisierung dienen sollen&quot; ist vor dem Hintergrund der Tatsachen seit 2007 zunehmend in Zweifel zu ziehen. Offensichtlich ist dieser Weg den du präferierst wenig erfolgreich im Sinne der Zielsetzung und nur über einen hohen Preis der Entmenschlichung und zunehmend totalitärer Kriegführung zu erreichen. Dass du dich darüber beschwerst, dass wir diesen Weg nicht im Sinne einer Stiftung im Namen Heinrich Bölls halten, ist starker Tobak.

Hinreichend Erklärung für das Versagen insbesondere auch Grüner &quot;Falken&quot; sind deine folgend zitierten Worte: &quot;Aber zu glauben, dass man die bewaffneten Extremisten in eine politische Lösung einbinden kann, wenn man ihnen militärisch das Feld überlässt, übersteigt nicht nur meine Phantasie.&quot; Eben. Wem die politische Phantasie fehlt und wer nur die &quot;Endlosschleife&quot; der militärischen Konfliktlösung auf der Platte hat, von dem kann man kaum erwarten, dass sie/er die sattsam bekannten Alternativen zu militärischen Lösungen durchsetzen hilft. 

Der Brief der Afghanischen Frauen, auf den du dich beziehst, den kann man auch anders lesen. Einen Wunsch nach Schutz kann man daraus lesen. Man kann aber auch daraus lesen, dass die von den Allierten angenommene terroristische Herausforderung, also die Eskalation, die Bevölkerung zu Geiseln und Leidtragenden macht. Dass unterdessen die europäische Union als Kriegsteilnehmer immer mehr Flüchtlinge in den Grenzen der EU (Calais) nicht nur alleine lässt sondern durch Räumung sog. illegaler Camps tief ins Elend in den Grenzen der EU stürzt, ist nur &quot;folgerichtig&quot;. Mit den Folgen der Eskalation will man offenbar nichts zu tun haben. Es ist kaum aus dem Brief der Frauen heraus zu lesen, dass genau diese Entwicklung es ist, die sie als &quot;Preis&quot; für Schutz zu akzeptieren bereit sind. Du funktionalisierst diesen Brief in einseitiger Weise. So heißt es in dem Brief: &quot;Deutschland ist nie wegen irgendeiner seiner Handlungen kritisiert worden. Das deutsche Militär hat einen guten Ruf im Hinblick auf die Bewahrung der Sicherheit im nördlichen Teil Afghanistans. Dies trifft auch auf die nichtmilitärischen Maßnahmen und das zivile Engagement Deutschlands zu. Hier profitieren immer mehr Menschen von den Projekten. Die Truppen sollten an Grenzen und in entlegenen Gebieten stationiert werden. In den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft und Politik muss die internationale Staatengemeinschaft präsent sein und unterstützen.&quot; (http://www.boell.de/internationalepolitik/asien-7916.html) Dieser Abschnitt ist eine implizite Kritik der US-/Nato Politik. Und der Abschnitt erinnert an eine andere Politik vor dem Tanklastangriff. Du blendest völlig aus, dass sich da in der bundesdeutschen Beteiligung etwas zu ändern beginnt. Dass die Autorinnen  des Briefes diese Kritik zwischen den Zeilen durch blicken lassen, ist für dich nicht etwa Anlass sie aufzunehmen. Selbstgefällig siehst du die Bundespolitik bestätigt. Dein Argumentationsmuster ist schlicht eine Wiederholung des Bekannten. Man nehme was einem in den Kram passt ...

2) Der Vorwurf der Gedankenpolizei. Nachdem du dich ausgesprochen selbstgefällig als Kritiker im Namen der Heinrich Böll Stiftung aufgespielt hast, die Ratspräsidentin gar auffordertest, sich sozusagen zu &quot;überlegen&quot; was sie als EKD Ratspräsidentin &quot;von sich gibt&quot;, beschwerst du dich nun über Kritik an dir und sprichst von Gedankenpolizei? 
Unverschämt wird die ganze Angelegenheit deinerseits, wenn du dich sozusagen um deine Funktion als Vorstandsmitglied entkleidest. &quot;Denn wie soll ich eure Rücktrittsforderung anders verstehen, als dass eine Position aus dem grünen Grundkonsens ausgegrenzt werden soll ...&quot;. Als Ralf Fücks ohne Vorstandsposten in der HBS und einfaches Parteimitglied darfst du, dass sei versichert, (fast) alles vertreten, was du willst. Die Grenzen solltest du als Altgrüner und Ex-Senator kennen. Begreife einen Rücktritt als Chance, dich von dem anstrengenden Spagat der privaten zu Funktionärsmeinungen zu befreien.

3) Wirklich dürftig ist deine Replik auf den Vorwurf, ausgerechnet im Springer Blatt Welt zu polemisieren. Das bestärkt mich nun ganz enorm in meiner Meinung, dass du der &quot;falsche Mann am Platze&quot; bist und diesen räumen solltest. Was hast du denn gedacht, in welcher Intention die Welt ausgerechnet einen Beitrag vom Vorstandsmitglied der HBS, Ralf Fücks zum Thema &quot;Käßmann&quot; haben möchte? Oder war es gar dein Wunsch, dort veröffentlicht zu werden? Die Intention der Welt muss Dir bekannt gewesen sein, hast Du doch 1. einen offenen Brief geschrieben, wissend, dass das publiziert wird (wenn jemand etwas für die Presse schreibt und glaubt, dass das nicht gedruckt wird, dann muss er schon deutlich mehr als naiv sein). Und 2. hast Du wissend mit in das Horn der Springerpresse geblasen. Da glaube ich eher an den Kaiser von China als dass das ein Zufall ist.

4) Du zitierst Käßmann: &quot;Darin bezeichnet sie den Afghanistan-Einsatz als &quot;auch nach den weitesten Maßstäben der EKD&quot; nicht zu rechtfertigen. In der Welt am Sonntag erschien meine Replik als Teil einer konzertierten Aktion gegen die Vorsitzende der EKD, mit der ich nichts zu tun habe.&quot;
Na und? Darf sie dieser Meinung nicht sein, ohne deinen geballten Zorn als einer der HBS-Chefs zu erregen? Nur noch 26 Prozent finden, die Bundeswehr solle weiter dort stationiert bleiben. 71 Prozent (+ 2 gegenüber Dezember) möchten, dass sie sich so schnell wie möglich aus dem Land zurückzieht. Das ist ein neuer Höchstwert. (http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend968.html)

Mit freundlichen Grüßen
Simon Lissner

______________________________________
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Kreisverband Limburg - Weilburg
Simon Lissner (Mitglied des Kreisvorstand)

http://www.gruene-limburg-weilburg.de
Simon Lissner, Kandidatenseite Bundestagswahl 2009:
http://simonlissner.de
Unterstützer des Netzwerkes Grüne-Linke
http://www.gruene-linke.de

simon.lissner@gruene-limburg-weilburg.de</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine weitere Rückantwort auf Ralf Fücks Antwort</strong></p>
<p>Liebe Freundinnen und Freunde,<br />
Lieber Ralf Fücks,<br />
dass du als Zeitgenosse Helmut Kohls die ganze Sache &#8220;streitbar Aussitzen&#8221; möchtest, ist nachvollziehbar.<br />
In der Sache wiederholst du deinen Standpunkt, reicherst ihn jedoch um Punkte an, die uns darin bestärken sollten, dass du der &#8220;falsche Mann&#8221; am Platze bist.</p>
<p>1) Der Vorwurf der Instrumentalisierung an uns. Du antwortest auf einen von uns erhobenen Vorwurf schlicht mit einem billigen rhetorischen Trick aus Uromas Mottenkiste. Du erhebst den Vorwurf ohne weitere Begründung gegen uns. Dass der Einsatz der Bundeswehr der &#8220;Friedenssicherung und politischen Stabilisierung dienen sollen&#8221; ist vor dem Hintergrund der Tatsachen seit 2007 zunehmend in Zweifel zu ziehen. Offensichtlich ist dieser Weg den du präferierst wenig erfolgreich im Sinne der Zielsetzung und nur über einen hohen Preis der Entmenschlichung und zunehmend totalitärer Kriegführung zu erreichen. Dass du dich darüber beschwerst, dass wir diesen Weg nicht im Sinne einer Stiftung im Namen Heinrich Bölls halten, ist starker Tobak.</p>
<p>Hinreichend Erklärung für das Versagen insbesondere auch Grüner &#8220;Falken&#8221; sind deine folgend zitierten Worte: &#8220;Aber zu glauben, dass man die bewaffneten Extremisten in eine politische Lösung einbinden kann, wenn man ihnen militärisch das Feld überlässt, übersteigt nicht nur meine Phantasie.&#8221; Eben. Wem die politische Phantasie fehlt und wer nur die &#8220;Endlosschleife&#8221; der militärischen Konfliktlösung auf der Platte hat, von dem kann man kaum erwarten, dass sie/er die sattsam bekannten Alternativen zu militärischen Lösungen durchsetzen hilft. </p>
<p>Der Brief der Afghanischen Frauen, auf den du dich beziehst, den kann man auch anders lesen. Einen Wunsch nach Schutz kann man daraus lesen. Man kann aber auch daraus lesen, dass die von den Allierten angenommene terroristische Herausforderung, also die Eskalation, die Bevölkerung zu Geiseln und Leidtragenden macht. Dass unterdessen die europäische Union als Kriegsteilnehmer immer mehr Flüchtlinge in den Grenzen der EU (Calais) nicht nur alleine lässt sondern durch Räumung sog. illegaler Camps tief ins Elend in den Grenzen der EU stürzt, ist nur &#8220;folgerichtig&#8221;. Mit den Folgen der Eskalation will man offenbar nichts zu tun haben. Es ist kaum aus dem Brief der Frauen heraus zu lesen, dass genau diese Entwicklung es ist, die sie als &#8220;Preis&#8221; für Schutz zu akzeptieren bereit sind. Du funktionalisierst diesen Brief in einseitiger Weise. So heißt es in dem Brief: &#8220;Deutschland ist nie wegen irgendeiner seiner Handlungen kritisiert worden. Das deutsche Militär hat einen guten Ruf im Hinblick auf die Bewahrung der Sicherheit im nördlichen Teil Afghanistans. Dies trifft auch auf die nichtmilitärischen Maßnahmen und das zivile Engagement Deutschlands zu. Hier profitieren immer mehr Menschen von den Projekten. Die Truppen sollten an Grenzen und in entlegenen Gebieten stationiert werden. In den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft und Politik muss die internationale Staatengemeinschaft präsent sein und unterstützen.&#8221; (<a href="http://www.boell.de/internationalepolitik/asien-7916.html" rel="nofollow">http://www.boell.de/internationalepolitik/asien-7916.html</a>) Dieser Abschnitt ist eine implizite Kritik der US-/Nato Politik. Und der Abschnitt erinnert an eine andere Politik vor dem Tanklastangriff. Du blendest völlig aus, dass sich da in der bundesdeutschen Beteiligung etwas zu ändern beginnt. Dass die Autorinnen  des Briefes diese Kritik zwischen den Zeilen durch blicken lassen, ist für dich nicht etwa Anlass sie aufzunehmen. Selbstgefällig siehst du die Bundespolitik bestätigt. Dein Argumentationsmuster ist schlicht eine Wiederholung des Bekannten. Man nehme was einem in den Kram passt &#8230;</p>
<p>2) Der Vorwurf der Gedankenpolizei. Nachdem du dich ausgesprochen selbstgefällig als Kritiker im Namen der Heinrich Böll Stiftung aufgespielt hast, die Ratspräsidentin gar auffordertest, sich sozusagen zu &#8220;überlegen&#8221; was sie als EKD Ratspräsidentin &#8220;von sich gibt&#8221;, beschwerst du dich nun über Kritik an dir und sprichst von Gedankenpolizei?<br />
Unverschämt wird die ganze Angelegenheit deinerseits, wenn du dich sozusagen um deine Funktion als Vorstandsmitglied entkleidest. &#8220;Denn wie soll ich eure Rücktrittsforderung anders verstehen, als dass eine Position aus dem grünen Grundkonsens ausgegrenzt werden soll &#8230;&#8221;. Als Ralf Fücks ohne Vorstandsposten in der HBS und einfaches Parteimitglied darfst du, dass sei versichert, (fast) alles vertreten, was du willst. Die Grenzen solltest du als Altgrüner und Ex-Senator kennen. Begreife einen Rücktritt als Chance, dich von dem anstrengenden Spagat der privaten zu Funktionärsmeinungen zu befreien.</p>
<p>3) Wirklich dürftig ist deine Replik auf den Vorwurf, ausgerechnet im Springer Blatt Welt zu polemisieren. Das bestärkt mich nun ganz enorm in meiner Meinung, dass du der &#8220;falsche Mann am Platze&#8221; bist und diesen räumen solltest. Was hast du denn gedacht, in welcher Intention die Welt ausgerechnet einen Beitrag vom Vorstandsmitglied der HBS, Ralf Fücks zum Thema &#8220;Käßmann&#8221; haben möchte? Oder war es gar dein Wunsch, dort veröffentlicht zu werden? Die Intention der Welt muss Dir bekannt gewesen sein, hast Du doch 1. einen offenen Brief geschrieben, wissend, dass das publiziert wird (wenn jemand etwas für die Presse schreibt und glaubt, dass das nicht gedruckt wird, dann muss er schon deutlich mehr als naiv sein). Und 2. hast Du wissend mit in das Horn der Springerpresse geblasen. Da glaube ich eher an den Kaiser von China als dass das ein Zufall ist.</p>
<p>4) Du zitierst Käßmann: &#8220;Darin bezeichnet sie den Afghanistan-Einsatz als &#8220;auch nach den weitesten Maßstäben der EKD&#8221; nicht zu rechtfertigen. In der Welt am Sonntag erschien meine Replik als Teil einer konzertierten Aktion gegen die Vorsitzende der EKD, mit der ich nichts zu tun habe.&#8221;<br />
Na und? Darf sie dieser Meinung nicht sein, ohne deinen geballten Zorn als einer der HBS-Chefs zu erregen? Nur noch 26 Prozent finden, die Bundeswehr solle weiter dort stationiert bleiben. 71 Prozent (+ 2 gegenüber Dezember) möchten, dass sie sich so schnell wie möglich aus dem Land zurückzieht. Das ist ein neuer Höchstwert. (<a href="http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend968.html" rel="nofollow">http://www.tagesschau.de/inland/deutschlandtrend/deutschlandtrend968.html</a>)</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Simon Lissner</p>
<p>______________________________________<br />
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN<br />
Kreisverband Limburg &#8211; Weilburg<br />
Simon Lissner (Mitglied des Kreisvorstand)</p>
<p><a href="http://www.gruene-limburg-weilburg.de" rel="nofollow">http://www.gruene-limburg-weilburg.de</a><br />
Simon Lissner, Kandidatenseite Bundestagswahl 2009:<br />
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Unterstützer des Netzwerkes Grüne-Linke<br />
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<p><a href="mailto:simon.lissner@gruene-limburg-weilburg.de">simon.lissner@gruene-limburg-weilburg.de</a></p>
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