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	<title>GrÃ¼ne Linke » Personen</title>
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	<description>sozial, Ã¶kologisch, basisdemokratisch, gewaltfrei</description>
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		<title>Hans-Christian StrÃ¶beles Rede im Bundestag zu Afghanistan</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 14:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Christian StrÃ¶bele]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Hans-Christian StrÃ¶bele (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):
Herr PrÃ¤sident! Liebe Kolleginnen und Kollegen!
Seit zehn Jahren fÃ¼hren wir mit unserer Parlamentsarmee in Afghanistan Krieg. Seit vier, fÃ¼nf Jahren fÃ¼hren wir ihn mit immer mehr Soldaten und immer schrecklicher. Das Ergebnis dieses Krieges ist bisher desastrÃ¶s: Zehntausende von Menschen sind getÃ¶tet worden, eine mehrfache Zahl von Menschen ist in Afghanistan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hans-Christian StrÃ¶bele (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):</p>
<p>Herr PrÃ¤sident! Liebe Kolleginnen und Kollegen!</p>
<p>Seit zehn Jahren fÃ¼hren wir mit unserer Parlamentsarmee in Afghanistan Krieg. Seit vier, fÃ¼nf Jahren fÃ¼hren wir ihn mit immer mehr Soldaten und immer schrecklicher. Das Ergebnis dieses Krieges ist bisher desastrÃ¶s: Zehntausende von Menschen sind getÃ¶tet worden, eine mehrfache Zahl von Menschen ist in Afghanistan Opfer dieses Krieges, verletzt und zu KrÃ¼ppeln geworden. Trotz immer neuer TruppenverstÃ¤rkungen und einer VerschÃ¤rfung des Krieges ist die Sicherheitssituation fÃ¼r die BevÃ¶lkerung in Afghanistan jedes Jahr schlechter geworden. So schlecht wie derzeit war sie noch nie.</p>
<p><span id="more-2348"></span>Das mÃ¼ssen wir zur Kenntnis nehmen. Wir kÃ¶nnen nicht einfach sagen: â€žWir machen weiter soâ€œ, sondern wir mÃ¼ssen neue Wege gehen. FÃ¼r diese neuen Wege gibt es MÃ¶glichkeiten, und es gibt Aussicht auf Erfolg. Es kann nicht heiÃŸen: â€žWir fÃ¼hren den Krieg mindestens drei Jahre weiterâ€œ, sondern es muss heiÃŸen: Es muss eine Kehrtwendung von dem Einsatz in Afghanistan hin zur Beendigung des Krieges stattfinden, und zwar sofort. &#8211; In diesem Punkt gebe ich dem Kollegen Gehrcke ausdrÃ¼cklich recht. Der Krieg muss beendet werden. Im letzten Jahr sind allein in drei Monaten von den USA 1 485 sogenannte verdeckte Operationen von SpezialkrÃ¤ften durchgefÃ¼hrt worden, bei denen 485 Menschen getÃ¶tet worden sind und durch die unendlich viel Leid angerichtet worden ist. Das kann nicht sein.</p>
<p>Wenn Sie das hochrechnen, kommen Sie auf Ã¼ber 5 000 solcher Angriffe in einem Jahr. Wir kÃ¶nnen nicht erwarten, dass auf der anderen Seite nichts passiert. Diese Angriffe fÃ¼hren vielmehr zu einer VerschÃ¤rfung des Krieges.</p>
<p>Sie fÃ¼hren dazu, dass die Taliban jeden Tag stÃ¤rker werden, dass sich immer mehr Menschen aus Hass und deshalb, weil sie Vergeltung Ã¼ben wollen, dem Krieg der AufstÃ¤ndischen gegen die NATO anschlieÃŸen. Deshalb ist ein neuer Weg erforderlich.</p>
<p>Nun stimme ich dem Antrag der Linken trotzdem nicht zu. Ich glaube, dass die immer gleiche Wiederholung in dem Antrag, sofort alle Truppen aus Afghanistan abzuziehen, falsch ist. Dass das funktioniert, lieber Kollege Gehrcke, glaubt ihr selber nicht. Das ist nicht mÃ¶glich.</p>
<p style="text-align: center;">(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN sowie bei Abgeordneten der SPD)</p>
<p>Das ist im Augenblick auch nicht die erste PrioritÃ¤t. Die erste PrioritÃ¤t muss sein, den Krieg zu beenden.</p>
<p style="text-align: center;">(Wolfgang Gehrcke (DIE LINKE): Ja, eben!)</p>
<p style="text-align: left;">Das heiÃŸt, man muss morgen erklÃ¤ren, dass keine solchen OffensivmaÃŸnahmen und keine offensiven GroÃŸoperationen mehr stattfinden; stattdessen fangen wir zum Zeichen der VersÃ¶hnung mit dem Abzug an. Wir sollten aber nicht das machen, was Herr Westerwelle jetzt offenbar vorhat. Noch vor einem Jahr hat er hier im Deutschen Bundestag erklÃ¤rt, Ende des Jahres 2011 wÃ¼rden die ersten deutschen Truppen aus Afghanistan abgezogen. Davon ist keine Rede mehr. In diesem Jahr werden keine Truppen abgezogen; man vertrÃ¶stet uns vielmehr auf das nÃ¤chste Jahr. Das ist der falsche Weg.</p>
<p style="text-align: left;">Wir mÃ¼ssen Zeichen setzen, und wir mÃ¼ssen nach der ErklÃ¤rung eines Waffenstillstandes deutlich auf die Taliban zugehen und sie in Verhandlungen einbinden. Sie sind dazu bereit. Ich war im September in Afghanistan und habe das von vielen dort gehÃ¶rt, nicht nur von ehemaligen Mitgliedern der Regierung der Taliban, sondern auch von vielen anderen. Es kann allerdings nicht sein, dass die Menschen, die in Verhandlungen mit der Regierung Karzai und den Alliierten eintreten, anschlieÃŸend in ihrer Wohnung von SpezialkrÃ¤ften der USA aufgesucht, aus ihren Wohnungen herausgeholt, an die Wand gestellt und ermordet werden, wie es in Afghanistan stattgefunden hat. Das fÃ¼hrt nicht zum Frieden. Die Verhandlungen mÃ¼ssen vielmehr von Sicherheitsgarantien fÃ¼r alle diejenigen begleitet sein, die verhandlungsbereit sind und in Verhandlungen eintreten.</p>
<p style="text-align: left;">Das ist der Weg aus der Misere. Dieser Weg muss bestritten werden, und zwar nicht erst in drei Jahren oder nÃ¤chstes Jahr, sondern ab diesem Jahr, jetzt sofort.</p>
<p style="text-align: center;">(Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN)</p>
<p style="text-align: left;"><strong>VizeprÃ¤sident Eduard Oswald:</strong><br />
Zu einer Kurzintervention hat unser Kollege Dr. Rainer Stinner das Wort.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Dr. Rainer Stinner (FDP):</strong><br />
â€¦..</p>
<p style="text-align: left;"><strong>VizeprÃ¤sident Eduard Oswald:</strong><br />
Herr Kollege StrÃ¶bele, Sie haben die MÃ¶glichkeit zur Antwort.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Hans-Christian StrÃ¶bele (BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN):</strong><br />
Es ist doch schÃ¶n, dass ich hier zu diesem Thema einmal zu Wort komme. &#8211; Herr Kollege, ich lese Ihnen einmal vor, was Ihr AuÃŸenminister am 15. oder 16. Dezember vergangenen Jahres gesagt hat: Ende 2011 werden wir unser Bundeswehrkontingent in Afghanistan erstmals reduzieren kÃ¶nnen.</p>
<p style="text-align: left;">So, und wann wird jetzt reduziert?</p>
<p style="text-align: left;"><strong>(Dr. Rainer Stinner (FDP):</strong> Haben Sie Ihre Fraktion vertreten?)</p>
<p style="text-align: left;">Ich sage Ihnen: Ich glaube Ihnen nichts mehr. Ich glaube auch dem AuÃŸenminister nichts mehr. Denn ich weiÃŸ, dass der AuÃŸenminister auch in der Bundesregierung ganz offensichtlich andere Auffassungen vertritt als der Verteidigungsminister. Bisher hat sich der Verteidigungsminister ganz offensichtlich durchgesetzt. Er will aber nicht, dass in diesem Jahr Truppen abgezogen werden,</p>
<p style="text-align: left;">(<strong>JÃ¶rg van Essen</strong> (FDP): Vertreten Sie die Meinung Ihrer Fraktion, Herr StrÃ¶bele?)</p>
<p style="text-align: left;">jedenfalls nicht mehr als 90 Leute, die sowieso nicht dort sind.</p>
<p style="text-align: left;">(<strong>Elke Hoff</strong> (FDP): Lesen Sie doch mal die Zeitung! Das ist doch Mumpitz!)</p>
<p style="text-align: left;">Sie fÃ¼hren die Ã–ffentlichkeit in die Irre, und immer wieder klingt durch, dass ein Einsatz auch Ã¼ber 2014 hinaus durchaus in Betracht kommt, sofern die Sicherheitssituation dies verlangt. Versuchen Sie also, GlaubwÃ¼rdigkeit zurÃ¼ckzugewinnen. Dann kÃ¶nnen wir darÃ¼ber reden.</p>
<p style="text-align: left;">Nun zu der Frage, fÃ¼r wen ich rede. Ich rede fÃ¼r mich.</p>
<p style="text-align: left;">(<strong>Zuruf von der FDP</strong>: Wie immer! &#8211; <strong>Zuruf von der SPD</strong>: FÃ¼r die BÃ¼rgerinnen und BÃ¼rger, dachte ich!)</p>
<p style="text-align: left;">Ich habe hier fÃ¼r mich eine Rede gehalten, aber ich will Sie noch einmal &#8211; das haben Sie auch im Ausschuss gehÃ¶rt, und das kÃ¶nnen Sie auch von mir hier und heute noch einmal hÃ¶ren &#8211; auf unsere Forderung nach der Beendigung der OffensivmaÃŸnahmen und insbesondere dieser gezielten TÃ¶tungen hinweisen. Wissen Sie, nach jedem Anschlag auf die Bundeswehr wird immer wieder beklagt &#8211; dies wird vÃ¶llig zu Recht beklagt, sage ich -, wie<br />
hinterlistig und bÃ¶sartig diese Angriffe sind, bei denen Bundeswehrsoldaten umkommen. Ich frage Sie aber: Ist es etwas anderes, wenn nachts Spezialkommandos ausrÃ¼cken und Personen, die vorher aufgelistet worden sind, aus ihren Wohnungen holen und kaltblÃ¼tig tÃ¶ten? Oder ist es etwas anderes, wenn Menschen am Mittags- oder Abendtisch von einer Drohne, die man in der Luft gar nicht wahrnimmt, getÃ¶tet werden? Ist das nicht auch heimtÃ¼ckisch? Ist das nicht auch hinterlistig?</p>
<p style="text-align: center;">(Beifall bei der LINKEN)</p>
<p style="text-align: left;">Das heiÃŸt, es findet dort ein schrecklicher Krieg statt, und um das zu beenden &#8211; darÃ¼ber war ich froh -, hat meine Fraktion schon vor zwei Jahren die Einstellung solcher TÃ¶tungsaktionen und der OffensivmaÃŸnahmen der NATO und insbesondere der US-Amerikaner gefordert. Es sind aber nicht nur die US-Amerikaner. Vielmehr verfahren auch die Deutschen inzwischen so und helfen den Amerikanern bei solchen Kill-Aktionen, indem sie ihnen Informationen geben und Leute auflisten. Wir sind also mit dabei, und ich glaube, die Fraktion vertritt dazu Auffassungen, die sich meinen &#8211; sage ich mal &#8211; annÃ¤hern.</p>
<p style="text-align: left;">AbschlieÃŸend dazu, wie wir zu diesem Antrag stehen. Ich werde dem Antrag der Linken nicht zustimmen. Ich werde mich der Stimme enthalten. Wie sich die Fraktion entscheidet, werden Sie erleben.</p>
<p style="text-align: left;">(<strong>Beifall beim BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN</strong> &#8211; <strong>Zuruf von der CDU/CSU</strong>: Die Amerikaner sind per se MÃ¶rder! Das will er uns damit sagen!)</p>
<p>sagen: â€žWir machen weiter soâ€œ, sondern wir mÃ¼ssen neue Wege gehen. FÃ¼r<br />
diese neuen Wege gibt es MÃ¶glichkeiten, und es gibt Aussicht auf Erfolg. Es<br />
kann nicht heiÃŸen: â€žWir fÃ¼hren den Krieg mindestens drei Jahre weiterâ€œ,<br />
sondern es muss heiÃŸen: Es muss eine Kehrtwendung von dem Einsatz in<br />
Afghanistan hin zur Beendigung des Krieges stattfinden, und zwar sofort. &#8211; In<br />
diesem Punkt gebe ich dem Kollegen Gehrcke ausdrÃ¼cklich recht. Der Krieg<br />
muss beendet werden. Im letzten Jahr sind allein in drei Monaten von den<br />
USA 1 485 sogenannte verdeckte Operationen von SpezialkrÃ¤ften<br />
durchgefÃ¼hrt worden, bei denen 485 Menschen getÃ¶tet worden sind und<br />
durch die unendlich viel Leid angerichtet worden ist. Das kann nicht sein.<br />
Wenn Sie das hochrechnen, kommen Sie auf Ã¼ber 5 000 solcher Angriffe in<br />
einem Jahr. Wir kÃ¶nnen nicht erwarten, dass auf der anderen Seite nichts<br />
passiert. Diese Angriffe fÃ¼hren vielmehr zu einer VerschÃ¤rfung des Krieges.<br />
Sie fÃ¼hren dazu, dass die Taliban jeden Tag stÃ¤rker werden, dass sich immer<br />
mehr Menschen aus Hass und deshalb, weil sie Vergeltung Ã¼ben wollen,</p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2348&amp;md5=0979a333ec4296d27e513a450882bd6b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Volker Beck im Freitag: Waffe der Transparenz</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2011/07/18/volker-beck-im-freitag-waffe-der-transparenz/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 14:11:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Waffen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Regierung sollte RÃ¼stungsgeschÃ¤fte Ã¶ffentlich erklÃ¤ren â€“ notfalls muss sie dazu gezwungen werden. Eine Lieferung der Leopard-2-Panzer nach Saudi-Arabien wÃ¤re strafbar
weiterlesen&#8230;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Regierung sollte RÃ¼stungsgeschÃ¤fte Ã¶ffentlich erklÃ¤ren â€“ notfalls muss sie dazu gezwungen werden. Eine Lieferung der Leopard-2-Panzer nach Saudi-Arabien wÃ¤re strafbar</p>
<p style="text-align: right;"><strong><a href="http://www.freitag.de/politik/1128-die-waffe-der-transparenz" target="_blank">weiterlesen&#8230;</a></strong></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2196&amp;md5=959b4b6b468cff32238137ce045de77b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Hans-Christian StrÃ¶bele: ErklÃ¤rung zum Atomgesetz von Schwarz-Gelb</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2011/06/30/hans-christian-strobele-erklarung-zum-atomgesetz-von-schwarz-gelb/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 15:14:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonder-BDK Atom 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Atomausstieg]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Christian StrÃ¶bele]]></category>

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		<description><![CDATA[Dem Gesetzentwurf der Fraktionen CDU/CSU und FDP sowie der Bundesregierung stimme ich nicht zu. Ich stimme zu Atomgesetznovelle der Koalition mit ENTHALTUNG.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zur heutigen Abstimmung Ã¼ber den  Gesetzentwurf zur 13. Ã„nderung des Atomgesetzes erklÃ¤rt Hans-Christian  StrÃ¶bele folgend seine Enthaltung und bekrÃ¤ftigt den schnelleren  Ausstieg aus der Atomkraft bis 2017.</p>
<p><span id="more-2193"></span></p>
<p>&#8220;Dem Gesetzentwurf der Fraktionen CDU/CSU und FDP sowie der  Bundesregierung stimme ich nicht zu. Ich stimme zu Atomgesetznovelle der  Koalition mit ENTHALTUNG. Ich stimme fÃ¼r das grÃ¼ne Gesetz mit  AKW-Laufzeiten bis lÃ¤ngstens 2017.</p>
<p>Die Nutzung der Kernenergie ist und bleibt ein unkalkulierbares  Risiko fÃ¼r die Menschheit. Deshalb war die gesetzliche VerlÃ¤ngerung der  Laufzeiten der AKWs um Jahrzehnte in Deutschland vom vergangenen Herbst  verhÃ¤ngnisvoll und unverantwortlich. Die RÃ¼cknahme dieser  LaufzeitverlÃ¤ngerung ist richtig und  notwendig. Die endgÃ¼ltige  Abschaltung von acht AKWs ist ein richtiger, konsequenter Beitrag dazu.  Dagegen bin ich deshalb selbstverstÃ¤ndlich nicht. Aber der Gesetzentwurf  der Koalition hÃ¤lt eines dieser AKWs in unsinniger &#8220;Kaltreserve&#8221;. Das  ist fÃ¼r mich und die GrÃ¼nen nicht zustimmungsfÃ¤hig, genauso wenig wie  die ungenÃ¼gende AKW-Sicherheit, das Fehlen der Regelung fÃ¼r die  Endlagersuche und eine wirkliche Energiewende hin zu erneuerbaren  Ressourcen.</p>
<p>Auch die weiteren noch betriebenen AKWs mÃ¼ssen vom Netz und das  mÃ¶glichst schnell. Mit dem Gesetzentwurf der Koalition werden die  Laufzeiten dieser Reaktoren erheblich verkÃ¼rzt. Auch diese Verbesserung  der bestehenden Rechtslage fÃ¼r die Nutzungsdauer ist grundsÃ¤tzlich  richtig. Sie entspricht weitgehend der 2000/2001 durch die rot/grÃ¼ne  Koalition geschaffenen Regelung, die bis zur LaufzeitverlÃ¤ngerung im  letzten Herbst galt. FÃ¼r die Erhaltung und Wiederherstellung dieser  erheblich kÃ¼rzeren Laufzeiten hatten wir im Parlament, auf den StraÃŸen  und Schienen lange gestritten. Deshalb stimme ich jetzt nicht dagegen.  Aber nach dem Super-GAU in Fukushima ist alles anders. Denn das Risiko  der Nutzung der Kernenergie fÃ¼r die Menschheit ist viel, viel nÃ¤her, als  befÃ¼rchtet. Danach kann ich doch nicht ohne Not einfach weiter dem  alten rot/grÃ¼nen KompromiÃŸ zustimmen. Nach Fukushima muÃŸ alles neu  gedacht werden. Alle haben dazu gelernt. Ich weiÃŸ seither, der  schnellere Ausstieg ist unverzichtbar. Und ein Ausstieg bis 2017 ist  machbar ohne VersorgungsengpÃ¤sse.  Das unerwartet schnelle Wachstum der  Energiegewinnung aus erneuerbaren Ressourcen macht es mÃ¶glich. Das haben  Sachkundige immer wieder vorgerechnet. Seit Fukushima habe ich mich mit  allen GrÃ¼nen fÃ¼r das Abschalten bis 2017 eingesetzt und mit  Hundertausenden immer wieder dafÃ¼r demonstriert. Einen Gesetzentwurf mit  diesem Ziel hat die grÃ¼ne Fraktion im Bundestag eingebracht. FÃ¼r dieses  Gesetz mit dem Laufzeitenende bis spÃ¤testens 2017 stimme ich. FÃ¼r  Abschalten aller AKWs bis 2017 kÃ¤mpfe ich weiter. Dem Gesetzentwurf der  Koalition mit Laufzeiten bis 2022 dagegen stimme ich nicht zu. Er  bedeutet fÃ¼nf lange Jahre mehr Ãœberlebensrisiko fÃ¼r die BevÃ¶lkerung.  FÃ¼nf Jahre mehr, in denen sich die AKW-Betreiber viel einfallen lassen  kÃ¶nnen, um eine LaufzeitverlÃ¤ngerung zu erreichen. Die Milliardenprofite  sind zu verlockend. Union und FDP traue ich zu, daÃŸ sie sich dem  Begehren der Konzerne auf Dauer nicht verweigern &#8211; wie schon mal im  Herbst 2010.</p>
<p>Abstimmungen mit ENTHALTUNG sind in Ãœberlebensfragen selten  angemessen, aber wegen der Ambivalenz der Entscheidungssituation diesmal  schon.&#8221;</p>
<p>Wir werden weiter kÃ¤mpfen und uns widersetzen! Ihr/Euer Hans-Christian StrÃ¶bele</p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2193&amp;md5=e887b82e93d26fcb3fdcab502f0ed7a4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung bezÃ¼glich des eingebrachten Dreizehnten Gesetzes zur Ã„nderung des Atomgesetzes</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2011/06/30/personliche-erklarung-bezuglich-des-eingebrachten-dreizehnten-gesetzes-zur-anderung-des-atomgesetzes/</link>
		<comments>http://www.gruene-linke.de/2011/06/30/personliche-erklarung-bezuglich-des-eingebrachten-dreizehnten-gesetzes-zur-anderung-des-atomgesetzes/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 14:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonder-BDK Atom 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Atomausstieg]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann Ott]]></category>
		<category><![CDATA[Memet Kilic]]></category>
		<category><![CDATA[Monika Lazar]]></category>
		<category><![CDATA[Till Seiler]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Strengmann-Kuhn]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade im Lichte der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist der Atomausstieg von CDU/CSU und FDP nicht ausreichend. Technisch und Ã¶konomisch wÃ¤re ein Atomaustieg bereits bis 2017 mÃ¶glich]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von<br />
Memet Kilic, MdB<br />
Monika Lazar, MdB<br />
Dr. Hermann Ott, MdB<br />
Till Seiler, MdB<br />
Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB</p>
<p><span id="more-2190"></span></p>
<p>Die RÃ¼cknahme der LaufzeitverlÃ¤ngerung fÃ¼r Atomkraftwerke, von der Koalition erst vor wenigen Monaten im Eilverfahren durchgesetzt, ist notwendig und richtig. Ebenso die endgÃ¼ltige Abschaltung der sieben Alt-AKW und des Pannenreaktors KrÃ¼mmel. Es ist zu begrÃ¼ÃŸen, dass die Bundesregierung im Licht der Katastrophe von Fukushima eine Kehrtwende in der Atompolitik vollzogen hat und in der Beurteilung der Atomkraft nun in die NÃ¤he der Position gerÃ¼ckt ist, die die GrÃ¼nen bereits seit 30 Jahren vertreten. Dies ist ein groÃŸer Erfolg der GrÃ¼nen und der Anti-Atombewegung insgesamt.</p>
<p>Doch gerade im Lichte der Reaktorkatastrophe von Fukushima ist der Atomausstieg von CDU/CSU und FDP nicht ausreichend. Technisch und Ã¶konomisch wÃ¤re ein Atomaustieg bereits bis 2017 mÃ¶glich â€“ und als Konsequenz der nach Tschernobyl nochmaligen Realisierung des sog. &#8220;Restrisikos&#8221; auch nÃ¶tig. FÃ¼nf Jahre lÃ¤ngere Laufzeiten bedeuten unzumutbare Gefahren im tÃ¤glichen Betrieb und eine erhebliche ErhÃ¶hung der Menge des insgesamt anfallenden AtommÃ¼lls.</p>
<p>Die Bundesregierung unternimmt auch keinen Versuch, die Endlagerfrage endlich einer sachgerechten LÃ¶sung zufÃ¼hren. Dazu wÃ¼rde gehÃ¶ren, die im letzten Herbst eingefÃ¼gte Enteignungsgrundlage zurÃ¼ckzunehmen, einen Baustopp in Gorleben zu verhÃ¤ngen und eine ergebnisoffene Endlagersuche einzuleiten.</p>
<p>Absolut notwendig wÃ¤re auch eine Beendigung des gesamten Atom-Brennstoffkreislaufs, also eine SchlieÃŸung der Atomfabrik in Gronau. Die Abschaltung der letzten sechs Atommeiler erst Ende 2021 bzw. Ende 2022 ist nicht nur viel zu spÃ¤t unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit, sie erfolgt auch zu spÃ¤t unter politischen Gesichtspunkten. Zwischen dem rot-grÃ¼nen Atomausstieg und der LaufzeitverlÃ¤ngerung durch schwarz-gelb im Oktober 2010 lagen drei Wahlen. Zwischen dem jetzt geplanten Atomausstieg und dem Abschalten der letzten sechs AKW liegen bei normalem Wahlzyklus ebenfalls drei Wahlen.</p>
<p>Niemand kann heute voraussagen wie die Welt im Jahre 2021 aussehen wird, welche krisenhaften Entwicklungen es geben mag und welche HÃ¶he die Preise fÃ¼r fossile Energien dann haben werden. Der Druck auf eine dann vielleicht wieder atomfreundliche Bundesregierung bzw. Mehrheit im Bundestag, die Laufzeiten doch wieder zu verlÃ¤ngern, kÃ¶nnte sehr stark sein. Dieses Risiko ist uns zu groÃŸ. Auch die Beibehaltung einer sogenannten Kalt-Reserve zeigt, dass sich eine HintertÃ¼r offen gehalten werden soll. Dabei ist diese schon alleine aus technischen GrÃ¼nden vÃ¶llig unsinnig.</p>
<p>SchlieÃŸlich behindern die lÃ¤ngeren Laufzeiten bis 2022 auch die Energiewende in Richtung einer solaren Gesellschaft. Der Ausstieg aus der Atomkraft und der Einstieg in die Erneuerbaren Energien sind untrennbar miteinander verbunden, auch wenn der Bundestag natÃ¼rlich in verschieden AntrÃ¤gen und GesetzentwÃ¼rfen dazu Stellung nimmt. Die so genannte &#8220;Energiewende&#8221; setzt auf den Ausbau fossiler Energien und setzt die Erfolge bei der BekÃ¤mpfung des Klimawandels auf&#8217;s Spiel. Dies zusammen mit der einseitigen Bevorzugung von Offshore-Windenergie zu Lasten der Windkraft an Land und andere Regelungen zementiert die alten Strukturen und festigt die Marktmacht der groÃŸen Energiekonzerne.</p>
<p>Die Bundesregierung und die schwarz-gelbe Koalition machen mit der RÃ¼cknahme der LaufzeitverlÃ¤ngerung und der Abschaltung der Alt-AKW das Richtige, aber sie unterlassen das Notwendige. Das Gesamtpaket stimmt nicht. Deshalb haben wir uns heute der Stimme enthalten.</p>
<p>Memet Kilic, MdB<br />
Monika Lazar, MdB<br />
Dr. Hermann Ott, MdB<br />
Till Seiler, MdB<br />
Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, MdB</p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2190&amp;md5=f89f41addf95bb97752b4996d0c20a3e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beitrag von Matthias Schneider, Duisburg zum Atomausstieg</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2011/06/21/beitrag-von-matthias-schneider-duisburg-zum-atomausstieg/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 11:02:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Sonder-BDK Atom 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Atomaustieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Die fehlende Rechtssicherheit und die leichte Umkehrbarkeit dieses von der Bundesregierung vorgelegten "Ausstiegsplans" lassen sogar daran zweifeln, ob es wirklich ein Austiegsplan ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo GrÃ¼ne Linke,</p>
<p>Die fehlende Rechtssicherheit und die leichte Umkehrbarkeit dieses von der Bundesregierung vorgelegten &#8220;Ausstiegsplans&#8221; lassen sogar daran zweifeln, ob es wirklich ein Austiegsplan ist. So ist auch die offensichtlich nicht vorhandene Bereitschaft der Regierungskoalition, eben genau Ã¼ber diese Fragen intensiv zu verhandeln, einer der wichtigsten GrÃ¼nde, der Novelle des Atomgesetzes (AtG) im Bundestag nicht zuzustimmen. Denn eine Zustimmung wÃ¤re, wie es in den Medien auch vielfach gespiegelt wird, ein grÃ¼nes GÃ¼tesiegel durch diejenige Partei, die unbestritten viele ExpertInnen dieses Landes zur Atompolitik in ihren Reihen zÃ¤hlt.</p>
<p><span id="more-2141"></span></p>
<p>Eine solche Veredelung des Planes der Bundesregerung durch die GrÃ¼nen hÃ¤tte einen weiteren Effekt, den Konservative und Wirtschaftsliberale, aber auch die Sozialdemokratie, geflissentlich mit einkalkuliert haben: Wir GrÃ¼nen wÃ¼rden signalisieren, der Kampf sei nun zu Ende, wir, d.h. die Bewegung, hÃ¤tten gewonnen, mehr sei nicht mehr zu erreichen. Diese Botschaft wurde von fÃ¼hrenden MandatstrÃ¤gerInnen in der atompolitischen Kommission vorgetragen, sie taucht immer wieder in der Diskussion auf. Rebecca Harms feiert bereits mit Freibier in Gorleben, obwohl fÃ¼r Gorleben noch wenig erreicht wurde. Gorleben ist eben nicht aus dem Auswahlprozess raus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Verholen bis vorsichtig wird derweil von einigen Mitgliedern der Bundestagsfraktion geÃ¤uÃŸert, man mÃ¼sse &#8220;jetzt nach vorne sehen&#8221;, es gÃ¤be doch auf dem Weg zu Einsparung, Effizienz und Erneuerbaren &#8220;genug zu tun&#8221; und man solle doch in den Kommunen &#8220;endlich mal die Basisarbeit machen und Projekte voran bringen&#8221;. Als ob wir das nicht tun wÃ¼rden. Eine gewisse MÃ¼digkeit ist also eingekehrt in der Partei und menschlich ist das nur nachvollziehbar. Oft stehen andere wichtige, groÃŸe Themen hinten an, wo die Partei im Kampf gegen die Atomenergie steht. Dieser Effekt ist durchaus einer der GrÃ¼nde, warum eine latente Sehnsucht nach einer &#8220;Befriedung des Konfliktes&#8221; insbesondere unter SpitzenfunktionÃ¤ren auch unserer Partei vorhanden ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine solche Tendenz ist jedoch fatal und steht der Umweltpartei gar nicht gut zu Gesicht und passt so gar nicht zu ihrem Programm. Restlaufzeit ist Gefahrzeit schwebte in sehr groÃŸen Buchstaben Ã¼ber der BDK in Freiburg, wir haben mit hunderttausenden Menschen fÃ¼r den Sofortausstieg, d.h. den schnellstmÃ¶glichen Ausstieg, demonstriert. Die Ã–ffentlichkeit hat uns nicht so verstanden, dass wir einem unsicheren Ausstiegsplan, bei Abstrichen an der Sicherheit der Anlagen, Ã¼ber 10 Jahre hinweg zustimmen wÃ¼rden. Wir wurden dafÃ¼r gewÃ¤hlt, dass wir den Ausstieg voran treiben und als Gutachterin und WÃ¤chterin solche PlÃ¤ne bewerten. Ãœber die Ergebnisse einer solchen Bewertung mÃ¶chten die Menschen auÃŸerhalb des Politikbetriebes von uns informiert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber genau das tun wir nicht. Unsere Partei- und Fraktionsspitze signalisiert noch vor der Sitzung des Bundesrates eine bedingungslose Zustimmung, die Rechtssicherheit, die Umkehrbarkeit, die fehlende Sicherheit werden unter den Teppich gefegt, der Plan zu einem frÃ¼hen Zeitpunkt gesegnet. Abgesehen von dem ehrlichen und richtigen Kampf der rot-grÃ¼n und grÃ¼n-rot Regierenden in den LÃ¤ndern fÃ¼r Verbesserungen (auf Basis eines kleinsten gemeinsamen rot-grÃ¼nen Nenners !!!!&#8221;), findet auf der BÃ¼hne des Bundestages nahezu nur ein Lamentieren Ã¼ber einen vermeintlichen &#8220;Konsens&#8221; statt. Einen solchen &#8220;gesellschaftlichen Konsens&#8221; aber kÃ¶nnte es nur geben, wenn UmweltverbÃ¤nde, Anti-AKW-Bewegung und Industrie mit an einen Tisch kommen wÃ¼rden. So steckt schon in den Begrifflichkeiten IrrefÃ¼hrung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gibt es aber denn nicht trotzdem ein Dilemma in der Hinsicht, dass viele neue Mitglieder und neue WÃ¤hlerInnen von uns verlangen wÃ¼rden, &#8220;nun endlich zuzustimmen, weil wir doch gewonnen&#8221; hÃ¤tten ? Mit Fug und Recht kann dieses vermeintliche Dilemma im Kern jedoch als selbst gestellte Falle bezeichnet werden. Denn wenn wir GrÃ¼nen zunÃ¤chst den Plan als Sieg bewerten, der nicht mehr zu nehmen sei, wenn wir als GutachterInnen die fehlende Rechtssicherheit und die Probleme mit der Anlagensicherheit ignorieren, dann brauchen wir uns nicht mehr wundern, wenn viele Menschen sagen, man kÃ¶nne nach dieser Bewertung nur noch zustimmen. Es wird also hÃ¶chste Zeit, die Probleme dieses Ausstiegsplans zu benennen. Zur Prime Time, durch grÃ¼ne Promies und in allen KanÃ¤len.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diesem Ausstiegsplan kÃ¶nnen und dÃ¼rfen wir nicht zustimmen, wenn wir unsere so mÃ¼hevoll erarbeitete GlaubwÃ¼rdigkeit behalten wollen !</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Matthias Schneider, Sprecher KV Duisburg</p>
<p>Sprecher BAG Energie</p>
<p>0177 77 39 399</p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2141&amp;md5=0ccb0fd0ad3fbc1e50d3ddc8f9b3b026" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Energiewende und die Gesellschaft der (nahen) Zukunft</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2011/06/04/die-energiewende-und-die-gesellschaft-der-nahen-zukunft/</link>
		<comments>http://www.gruene-linke.de/2011/06/04/die-energiewende-und-die-gesellschaft-der-nahen-zukunft/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Jun 2011 14:13:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Atomausstieg]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Zion]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun gibt es den Ausstieg, allenthalben als Umstieg, als Energiewende bezeichnet. Die Energiegewinnung und -Nutzung in unserer Gesellschaft nach Fukushima wird, so scheint es, vom Kopf auf die FÃ¼ÃŸe gestellt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Robert Zion</p>
<p>Nun gibt es den Ausstieg, allenthalben als Umstieg, als Energiewende bezeichnet. Die Energiegewinnung und -Nutzung in unserer Gesellschaft nach Fukushima wird, so scheint es, vom Kopf auf die FÃ¼ÃŸe gestellt. Die Kanzlerin, die Regierungs- und Oppositionsparteien, die MinisterprÃ¤sidenten, die VerbÃ¤nde und Initiativen â€“ alle scheinen in die gleiche Richtung zu denken und auch gehen zu wollen: raus aus der Atomenergie, rein in das Zeitalter der Erneuerbaren. Gestritten wird noch um die Details.</p>
<p><span id="more-2052"></span>Grundlast, Netzausbau, Abschaltdaten etc. â€“ mit Verlaub: die Energiewende ist nicht eine Frage der Details. Sie ist eine Frage einer grundlegenden Transformation der Ã¶konomischen, sozialen und demokratischen, im Ganzen also der kulturellen Basis unserer Gesellschaft. Es sind drei Transformationslinien, die es hier sehr genau wahrzunehmen gilt:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Das Ende des fossilen Zeitalters. Die Industriegesellschaft, die auf fossil (Kohle, Ã–l, Gas, Uran) betriebenen Dampfmaschinen beruhte, ist am Ende. Sie hat ihre eigenen natÃ¼rlichen Lebensgrundlagen zerstÃ¶rt, indem sie mit der Freisetzung der in den fossilen EnergietrÃ¤gern aufgespeicherten Sonnenenergie einen sehr langen Energiezyklus in die Natur implementiert hat, der mit den kÃ¼rzeren EnergiekreislÃ¤ufen und -Zyklen der belebten Natur in Widerspruch geraten ist.</p>
<p>Das Ende der Wachstumsgesellschaft. Die Wachstumsgesellschaft des fossilen Zeitalters beruhte eben auf der billigen fossilen Energie. Die daran gekoppelte Produktion und der Konsum von MassengÃ¼tern haben zu einem Lebensstil, einer Kultur gefÃ¼hrt, in der immaterielle BedÃ¼rfnisse mit steigendem AusstoÃŸ industrieller MassengÃ¼ter zunehmend materiell (ersatz-)befriedigt wurden.</p>
<p>Das Ende der Industriegesellschaft. Die Industrie in der Wachstumsgesellschaft lieferte das Paradigma fÃ¼r beinahe sÃ¤mtliche gesellschaftliche Institutionen, von der Familie, Ã¼ber die Schule und Kaserne, bis zum Heim. Politische Machteinheiten, wirtschaftliche Strukturen, Gewerkschaften sowie Lebenszeitmodelle und soziale Sicherungssysteme etc. waren industriell geprÃ¤gt oder von ihr abgeleitet.</p>
<p>Die bevorstehende Transformation ist also von der gleichen QualitÃ¤t, wie der einstige Wandel von der Feudal- in die Industriegesellschaft, sie kommt nahezu einer â€žUmwertung aller Werteâ€œ gleich:</p>
<p>Das Ende des fossilen Zeitalters wird in ein solares Zeitalter fÃ¼hren. Die Zyklen und KreislÃ¤ufe unserer Energiewirtschaft werden denen der belebten Natur angeglichen. Mit den Erneuerbaren wird Energie stÃ¤ndig im Ãœberschuss vorhanden sein und die Marktfunktion (Allokation eines per se knappen Gutes) grundsÃ¤tzlich ausgeschaltet. D.h. die Energieproduktion und â€“Distribution mit Erneuerbaren Energien wird dezentral, vernetzt und qualitativ gesteuert von statten gehen.</p>
<p>Das Ende der Wachstumsgesellschaft fÃ¼hrt dann notwendigerweise in die Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft, in der Ã¶konomische Prozesse qualitativ Ã¼ber eine neue Form partizipatorischer Demokratie gesteuert werden. Warenbeziehungen werden schrittweise durch soziale Beziehungen ersetzt. WertschÃ¶pfung muss nicht mehr zwanghaft in neue WertschÃ¶pfung reinvestiert werden, sie findet eine Kanalisierung in der unmittelbaren Verausgabung in Humansektoren wie Bildung, Kultur, Wissenschaft, Pflege und Gesundheit etc.</p>
<p>Das Ende der Industriegesellschaft wird in eine postindustrielle Gesellschaft fÃ¼hren, in der das industrielle Paradigma seine Institutionen prÃ¤gende Hegemonie verliert. So wie einst der Agrarsektor industrialisiert wurde, so wird nun der Agrar- wie der Industriesektor postindustrialisiert. Die sozialen Sicherungssysteme werden von industrieller Normarbeit abgekoppelt und universalisiert (BÃ¼rgerversicherung, Grundeinkommen). Aus den ehemaligen EinschlieÃŸungsmilieus (Gilles Deleuze) industriegesellschaftlicher Institutionen werden flexible Institutionen, die eine PluralitÃ¤t von Lebensstilen und Lebenszeitmodellen zulassen und im neuen politischen Paradigma einer partizipatorischen Demokratie Selbstbestimmung und Selbstverwaltung ermÃ¶glichen. Die klassische Instanz der reprÃ¤sentativen Demokratie nimmt eine neue Rolle als Deliberativ ein.</p>
<p>An die Stelle des bÃ¼rgerlichen Eigentumsbegriffs, also der individuellen Aneignung der eigenen Arbeitsergebnisse, tritt zudem der individuelle Anspruch auf &#8220;Zugang zu&#8221; und &#8220;Teilhabe an&#8221; gesamtgesellschaftlichen Mehrwertergebnissen. Eine neue Eigentums- und Rechtsform wird mit den GemeingÃ¼tern und dem Gemeinrecht in der Folge institutionell verankert.</p>
<p>Solch eine Gesellschaft ist weder kapitalistisch noch sozialistisch, sie ist human. Und weil sie human ist, wird sie weder den sozialen Zusammenhalt noch die natÃ¼rlichen Lebensgrundlagen zerstÃ¶ren. Der Weg dorthin entscheidet sich in den nÃ¤chsten Jahren. Verfolgen wir also sehr genau, was die politischen und wirtschaftlichen Eliten begriffen und uns nun mit der Energiewende als Modell anzubieten haben. FÃ¼r diese Eliten ist es wahrscheinlich die letzte Chance</p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2052&amp;md5=83b90df52b467919396b5fb608fcc7a6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zeit: Interview mit Arvid Bell</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2011/05/13/zeit-interview-mit-arvid-bell/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2011 22:11:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Koalition]]></category>

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		<description><![CDATA[Arvid Bell gilt als junger HoffnungstrÃ¤ger der linken GrÃ¼nen. Er warnt davor, die Fehler von FDP und SPD zu wiederholen â€“ und fordert eine krÃ¤ftige SteuererhÃ¶hung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><img class="alignleft" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px;" title="Arvid Bell" src="http://www2.gruene-jugend.de/uploads/personen_bell.jpg" alt="Arvid Bell" width="145" height="200" />&#8220;Wir GrÃ¼nen mÃ¼ssen radikal und provokant bleiben&#8221;</h3>
<p>Arvid Bell gilt als junger HoffnungstrÃ¤ger der linken GrÃ¼nen. Er warnt davor, die Fehler von FDP und SPD zu wiederholen â€“ und fordert eine krÃ¤ftige SteuererhÃ¶hung.</p>
<p style="text-align: right;"><strong><a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2011-05/interview-arvid-bell" target="_blank">weiterlesen&#8230;</a></strong></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2023&amp;md5=a1c8f00b5bc199ed9cca9854ce486f4e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>StrÃ¶bele kritisiert Zensus: Die VolkszÃ¤hlung ist eine Volksausforschung</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2011/05/09/strobele-kritisiert-zensus-die-volkszahlung-ist-eine-volksausforschung/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 May 2011 19:52:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[VolkszÃ¤hlung]]></category>
		<category><![CDATA[Zensus]]></category>

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		<description><![CDATA[weiter bei tagesschau.de&#8230;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;"><strong><a href="http://www.tagesschau.de/inland/stroebeleinterview100.html" target="_blank">weiter bei tagesschau.de&#8230;</a></strong></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2020&amp;md5=61c365e476e077ed5edb95ff229b56bd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wolfgang Strengmann-Kuhn: Streitfrage: Sollte das Rentenrecht in Ost und West angeglichen werden?</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2011/05/07/wolfgang-strengmann-kuhn-streitfrage-sollte-das-rentenrecht-in-ost-und-west-angeglichen-werden/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 May 2011 22:42:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Rente]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Ostdeutscher bekommt in der Regel weniger Rente als ein Westdeutscher. Grund fÃ¼r die unterschiedlichen Rentenzahlungen ist die Tatsache, dass im Osten bei gleicher TÃ¤tigkeit deutlich niedrigere LÃ¶hne gezahlt werden als im Westen der Republik. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neues Deutschland</strong></p>
<p>Ein Ostdeutscher bekommt in der Regel weniger Rente als ein Westdeutscher. Grund fÃ¼r die unterschiedlichen Rentenzahlungen ist die Tatsache, dass im Osten bei gleicher TÃ¤tigkeit deutlich niedrigere LÃ¶hne gezahlt werden als im Westen der Republik. Ebenso wirken sich auch LÃ¤nge und Form der BeschÃ¤ftigung auf die RentenansprÃ¼che aus. Doch die in den 90er Jahren eingefÃ¼hrte HÃ¶herwertung der ostdeutschen Renten wird inzwischen von manchem als ungerecht empfunden. Zwar wurden die TarifabschlÃ¼sse in den vergangenen Jahren zwischen Ost und West angeglichen. Doch etwa die HÃ¤lfte der Arbeitnehmer in Ostdeutschland ist nicht an Tarife gebunden.</p>
<p style="text-align: right;"><strong><a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/197064.streitfrage-sollte-das-rentenrecht-in-ost-und-west-angeglichen-werden.html" target="_blank">weiterlesen&#8230;</a></strong></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2011&amp;md5=70a5684bfd1ac5931e40e6f7c7296a3e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Beitrag von Astrid Rothe-Beinlich zur Situation in Ã„gypten</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2011/02/10/beitrag-von-astrid-rothe-beinlich-zur-situation-in-agypten/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 19:18:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Astrid Rothe-Beinlich]]></category>
		<category><![CDATA[Ã„gypten]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit mittlerweile zwei Wochen demonstriert das Ã¤gyptische Volk fÃ¼r eine andere Regierung, fÃ¼r bessere Lebensbedingungen und fÃ¼r die Demokratie. Auch morgen wollen die Demonstrantinnen und Demonstranten wieder auf dem Tahir-Platz zusammenkommen, um mit einem symbolischen â€žMarsch der Millionenâ€œ auf ihre Situation aufmerksam zu machen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>Solidarisierung mit dem Ã¤gyptischen Volk</h1>
<p>Seit mittlerweile zwei Wochen demonstriert das Ã¤gyptische Volk fÃ¼r  eine andere Regierung, fÃ¼r bessere Lebensbedingungen und fÃ¼r die  Demokratie. Auch morgen wollen die Demonstrantinnen und Demonstranten  wieder auf dem Tahir-Platz zusammenkommen, um mit einem symbolischen  â€žMarsch der Millionenâ€œ auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Die  westlichen Medien sind derzeit voll mit Berichterstattungen aus Ã„gypten,  sie stellen die groÃŸen Fragen: Was bedeuten die AufstÃ¤nde fÃ¼r die  Region? Welche Konsequenzen wÃ¼rde eine andere Region in Ã„gypten fÃ¼r  Israel mit sich bringen? Droht eine radikale Islamisierung des Landes?  Eine der wichtigsten Fragen, die zwar mitdiskutiert wird, aber aus  meiner grÃ¼nen Ãœberzeugung heraus eigentlich die zentralste sein sollte  ist: Was passiert mit der Ã¤gyptischen BevÃ¶lkerung? Und wie wollen und  kÃ¶nnen wir sie unterstÃ¼tzen?</p>
<p><strong> <span id="more-1853"></span>Solidarisierung mit dem Ã¤gyptischen Volk</strong></p>
<p>Von der deutschen Bundesregierung war zunÃ¤chst kaum ein Wort zu den  Protesten in Ã„gypten zu vernehmen. Guido Westerwelle hat sich zu der  Situation lange Ã¼berhaupt nicht geÃ¤uÃŸert, Angela Merkels Aussagen auf  der MÃ¼nchener Sicherheitskonferenz kamen spÃ¤t und waren undurchsichtig  und zweideutig. Ich selbst bin wÃ¤hrend der Proteste als Touristin in  Ã„gypten gewesen und wurde von den Ã„gypterinnen und Ã„gyptern immer wieder  angesprochen. Viele zeigten sich verwundert und enttÃ¤uscht Ã¼ber die  zurÃ¼ckhaltende Rolle des Westens, der sich zu der Situation nicht  Ã¤uÃŸerte und somit auch nichts dafÃ¼r tat, um das Ã¤gyptische Volk zu  stÃ¼tzen.</p>
<p>Doch gerade die Demonstrierenden hÃ¤tten eine Solidarisierung bitter  nÃ¶tig. Denn sie demonstrieren vor allem gegen die hausgemachten  MissstÃ¤nde einer korrupten Regierung, fÃ¼r eine bessere finanzielle, aber  auch soziale Situation und fÃ¼r mehr Mitbestimmung und Demokratie. Die  Zahlen sprechen hier fÃ¼r sich: Eine Jugendarbeitslosigkeit von 30 % und  der weltweite Korruptionsindex von Transparency International fÃ¼r 2010  zeigt Ã„gypten auf dem 98. Platz. Es sind vor allem junge Menschen, die  immerhin ein Drittel der BevÃ¶lkerung ausmachen, die fÃ¼r eine eigene und  bessere Zukunft kÃ¤mpfen. Dass die Ã¤gyptische Regierung dabei mit einer  derartigen HÃ¤rte vorgeht, muss gerade von westlicher Sicht und von  Deutschland aus stark kritisiert werden. In einem Beschluss des  Bundesvorstands und des Parteirats vom letzten Montag haben wir deswegen  auch die die sofortige Beendigung des Ausnahmezustands, die GewÃ¤hrung  von Informations-, Versammlungs-, und Meinungsfreiheit sowie stets  freien Zugang zu Internet und Handynetzen gefordert â€“ eine Forderung,  die der deutschen Bundesregierung gut angestanden hÃ¤tte. AuÃŸerdem haben  wir uns fÃ¼r die Einbeziehung und UnterstÃ¼tzung der Frauenorganisationen  ausgesprochen.</p>
<p><strong>Die Lage und Rolle der Ã¤gyptischen Frauen</strong></p>
<p>UnterschÃ¤tzt und hÃ¤ufig kaum thematisiert wird dabei auch die Rolle  der Ã¤gyptischen Frauen und der Frauenbewegung, die trotz einiger  Hindernisse eine lange Tradition hat im Ã¤gyptischen Staat. Bereits zu  Beginn des 19. Jahrhunderts gab es erste AnsÃ¤tze einer feministischen  Bewegung in Ã„gypten â€“ eine Bewegung, die teilweise sogar von MÃ¤nnern  unterstÃ¼tzt wurde. 1899 publizierte Qasim Amin, ein Ã¤gyptischer  Philosoph das Werk â€žDie Befreiung der Frauenâ€œ, 1901 folgte das Buch â€žDie  neue Frauâ€œ, in denen er die herrschenden GeschlechterverhÃ¤ltnisse  anprangerte und auf eine neue Basis stellen wollte. 1923 wurde dann die  Ã„gyptische Feministische Vereinigung gegrÃ¼ndet. Seit diesen AnfÃ¤ngen  haben die Ã¤gyptischen Frauen und vor allem die feministischen KrÃ¤fte im  Land immer wieder Hochs und Tiefs erlebt. Zwischen 1950 bis 1970 wurden  zivilgesellschaftliche Organisationen insgesamt sehr stark  eingeschrÃ¤nkt, wobei PrÃ¤sident Anwar Sadat ab 1970 wieder eine Ã–ffnung  des Landes anstrebte und sich somit auch die MÃ¶glichkeiten fÃ¼r  Frauenrechtsorganisationen verÃ¤nderten. Seit der Ãœbernahme des  Ã¤gyptischen Regierungsamtes durch Hosni Mubarak im Jahre 1981 herrscht  in Ã„gypten offiziell der Ausnahmezustand, der die EinschrÃ¤nkung  zivilgesellschaftlicher Initiativen immer wieder erleichterte.</p>
<p>Trotz allem gibt es mutige Ã¤gyptische Feministinnen, die sich seit  Jahren fÃ¼r die Verbesserungen der Lebensbedingungen von Frauen einsetzen  â€“ und das trotz starker Repressionen. Eine der bekanntesten ist Nawal  el Saadawi, eine Ã„rztin, die in den USA studiert hat und die im Jahr  2004 sogar zu den PrÃ¤sidentschaftswahlen angetreten war. Sie kÃ¤mpft seit  Jahren gegen die hohe Gewalt gegen Frauen, hat sich gegen  GenitalverstÃ¼mmlungen in Ã„gypten stark gemacht und fÃ¼r die Mitbestimmung  von Frauen im Ã¶ffentlichen Leben eingesetzt.</p>
<p>Weitere wichtige frauenpolitische Themen in Ã„gypten waren und sind  zudem seit Jahrzehnten die Fragen von Scheidungsrechten, das Erbrecht  und die Frage der Religionswahl, die viele beschÃ¤ftigen und wo es noch  sehr viel zu tun gibt auf dem Weg hin zu Gleichberechtigung.</p>
<p>Es sind aber nicht nur prominente Frauen des Ã¶ffentlichen Lebens,  die eine VerÃ¤nderung im Land bewirken, sondern vor allem auch die, die  ihren Kampf fÃ¼r Freiheit und Selbstbestimmung im Privaten leben.</p>
<p>Auch morgen werden in Ã„gypten wieder viele mutige Frauen auf die  StraÃŸe gehen und sich fÃ¼r ihre Zukunft einsetzen â€“ Frauen, die weniger  prominent sind oder auf ihre Kontakte im Ausland bauen kÃ¶nnen. Es ist  wichtig, dass wir sie als Frauenpolitikerinnen und â€“rechtlerinnen auch  aus dem Ausland heraus unterstÃ¼tzen und uns auch mit ihren eigenen  Forderungen und den LebensrealitÃ¤ten vor Ort auseinander setzen und den  Diskurs hier fÃ¼hren â€“ auch wenn ihre feministischen Forderungen  vielleicht nicht immer in unser eigenes Bild passen und unsere eigenen  AnsprÃ¼che erfÃ¼llen. Denn auch sie sollten zuallererst die MÃ¶glichkeit  bekommen, dass, was sie vor Ort und fÃ¼r sich und ihre Familien brauchen,  auch einfordern zu kÃ¶nnen, ohne dass ihnen von auÃŸen wieder bestimmte  Vorstellungen Ã¼ber ihre Lebensweise aufgedrÃ¼ckt werden.</p>
<p><strong>Die Zukunft der Ã„gypterinnen und Ã„gypter sollte vor allem selbstbestimmt sein</strong></p>
<p>Wie es in Ã„gypten weitergeht, wird sich wohl erst in den nÃ¤chsten  Wochen entscheiden. Ein Problem fÃ¼r viele Ã„gypterinnen und Ã„gypter, das  sich bereits jetzt abzeichnet, ist die hohe AbhÃ¤ngigkeit vom Tourismus.  Nachdem die meisten auslÃ¤ndischen Touristinnen und Touristen das Land  verlassen haben, wissen viele nicht, wie sie den Sommer Ã¼berstehen  sollen â€“ das ist mir auch durch viele GesprÃ¤che mit den Menschen vor Ort  klar geworden. Ein Land, was 20 Prozent der eigenen Devisenreserven aus  dem Tourismus zieht, leidet natÃ¼rlich unter diesem Konflikt und wird  sicherlich auch in der nÃ¤chsten Zeit unter sich weiter verschÃ¤rfenden  wirtschaftlichen Probleme zu leiden haben.</p>
<p>Eines ist klar: Ein Ãœbergang kann nur mit den Menschen vor Ort  gelingen. Und diese sollten wir auch in Deutschland unterstÃ¼tzen â€“ sei  es mit unseren SolidaritÃ¤tserklÃ¤rungen, aber auch durch Diskussionen und  den Austausch mit den Menschen vor Ort. Um diese mÃ¶glichst gut zu  unterstÃ¼tzen, fordern wir als GrÃ¼ne daher auch ein intensives Rechts-  und Sozialstaatsprogramm fÃ¼r die Gesellschaften im  Transformationsprozess. In solche Programme mÃ¼ssen dann aber auch vor  allem die Initiativen vor Ort einbezogen werden. Hierzu gehÃ¶ren auch die  zahlreichen Frauen- und Menschenrechtsorganisationen. Ihre Einbeziehung  entspricht auch den klaren Forderungen der UN-Resolution 1325, welche  die wichtige Rolle von Frauen in Kriegs- und Krisensituationen betont.  Nur gemeinsam mit den zivilgesellschaftlichen KrÃ¤ften vor Ort wird auch  eine gesellschaftliche Transformation des Landes und somit auch eine  langfristige StabilitÃ¤t mÃ¶glich sein, dies haben andere Konflikte  bereits gezeigt.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://www.rothe-beinlich.de/" target="_blank">zur Site von Astrid Rothe-Beinlich&#8230;</a></p>
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