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08Okt

Globalisierung von unten – Demo in Frankfurt am 15.10.2011

US-amerikanische Demokratinnen und Demokraten demonstrieren und campieren seit Wochen in New York und anderswo im Land. Was im arabischen Raum der “demokratische Frühling”, ist den US-Amerikaner/innen der demokratische Herbst. Unter dem Eindruck der israelischen Protestbewegung gegen den wirtschaftlichen Ruin und der “europäischen Schuldenkrise”, demonstrieren und campieren die Menschen in Athen, Madrid und anderswo. weiterlesen »

11Sep

Türkei – Beitrag für die LAG Frieden, Europa, Internationales (Hessen)

von Simon Lissner, Mitglied des Kreisvorstandes Limburg-Weilburg, im Mai 2011,
überarbeitet und aktualisiert im September 2011

Yaşamak! Bir ağaç gibi tek
     ve hür ve bir orman gibi kardeşçesine,
                                                 bu hasret bizim!

Leben! Wie ein Baum, einzeln und frei
     und brüderlich wie ein Wald,
                                      diese Sehnsucht ist unser!
Nazim Hikmet

Türkei – Zwischen Okzident und Orient

Wenn Gott von ganz oben regiert, entscheidet dessen Temperament, dessen Meinung als letzte Instanz. Leider weiß niemand genau, was er fühlt und denkt. Damit hat die Priesterkaste viel Deutungsmacht, heute sind das Kardinäle, Bischöfe, Imame, aber auch religiöse Politiker oder Publizisten. Die Meinungsbildung in den Religionen passiert zum großen Teil von oben nach unten, zum Beispiel über Dogmen. Demokratisch ist das nicht.

Zudem ist das religiöse Temperament nicht gelassen. Die Religion kommt aus der Ekstase, es geht um große Gefühle, Liebe und Hass, um das Eigene und das andere. Mythen sind nicht belegbar und deshalb nur schlecht versöhnungsfähig, man glaubt sie oder nicht. Oft geht es um scharfe Abgrenzung, mein Gott gegen deinen. Deshalb sind religiös grundierte Konflikte oft besonders erbittert, die Kriege besonders langwierig, zum Beispiel der Dreißigjährige Krieg, der nordirische oder der arabisch-israelische Konflikt.(…) Das Christentum kann Gläubigen viel schenken, Transzendenz, Trost, Ekstase, Seelentiefe. Es kann herrlich sein – als Privatsache. Als solche gehört es im besten Sinne zu Deutschland. (Dirk Kurbjuweit <http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77855793.html>)

Diese Zeilen unter Überschrift “Gott ist nicht Politiker”, so denke ich, sollten wir uns als Demokratinnen und Demokraten, stets in Erinnerung rufen. Und als GRÜNE sollten wir uns dem Vermächtnis des Eingangs zitierten großen Dichters Nazim Hikmet zutiefst verbunden fühlen. weiterlesen »

30Jul

Jean Ziegler als Eröffnungsredner der Salzburger Festspiele ausgeladen

Jean Ziegler, Soziologe, Globalisierungskritiker und Politiker, sollte im Juli 2011 die Salzburger Festspiele eröffnen. Nach seiner Einladung wurde er überraschend wieder ausgeladen. Seine Rede darf er in Salzburg nicht halten, doch was Jean Ziegler dem Festspielpublikum und der interessierten Öffentlichkeit an diesem Tag hätte sagen wollen, soll trotzdem kein Geheimnis bleiben.

 

04Jan

Zeit-Online: Interview mit Jean Ziegler

“Ich bin ein weißer Neger”

Der Schweizer Globalisierungskritiker Jean Ziegler über den Hunger in der Dritten Welt, seine Zeit als Chauffeur von Che Guevara und den größten Grund zur Verzweiflung: Frauen.

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21Jun

Aufruf für eine Financial Watch – Die Finanzmarktlobby braucht eine zivile Gegenmacht

- von Sven Giegold -

Liebe Freundinnen und Freunde,

in meinem ersten Jahr im Europaparlament und bei der Beschäftigung mit der Finanzkrise ist mir noch einmal die Macht der Lobby sehr deutlich in der Praxis vor Augen geführt worden. Aber anders als beispielsweise im Umwelt- oder Menschenrechtsbereich fehlt uns in Brüssel auf dem Feld der Finanzmarktpolitik bisher der zivilgesellschaftliche Gegenpol zu den organisierten Interessen der Banker und Broker.
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29Dez

Für ein Grünes Konjunkturprogramm

Die Rezession bekämpfen – in die Zukunft investieren

Ein Diskussionspapier von
Wolfgang Strengmann‐Kuhn, Klaus Seipp, Stephan Schilling, Robert Habeck und Sven Giegold

1. Wir stehen vor der größten Wirtschaftskrise seit Bestehen der Bundesrepublik

Wir erleben derzeit eine Finanz‐ und Wirtschaftskrise globalen Ausmaßes, wie zuletzt in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die Ursachen dieser Finanzkrise liegen in der radikalen Deregulierung der Weltwirtschaft und insbesondere der Finanzmärkte in den letzten 30 Jahren. Sie ist die Konsequenz eines weltweit ungeregelten kapitalistischen Wirtschaftsmodells, in dem der Globalisierung und Entfesselung der Wirtschaft und der Finanzströme keine Globalisierung der sozialen und ökologischen Einhegung der Märkte
folgte.

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21Jun

Evo Morales kritisiert Abschiebe-Richtlinie der EU

Bis Ende des Zweiten Weltkrieges war Europa ein Kontinent der Emigration. Dutzende Millionen Europäer gingen nach Amerika, als Kolonisten, auf der Flucht vor Hunger, Finanzkrisen, Kriegen oder vor den europäischen totalitären Regimen und der Verfolgung ethnischer Minderheiten.

Heute verfolge ich mit Besorgnis die Verhandlung der sogenannten “Abschiebe-Richtlinie”. Der Text, am 5. Juni durch die Innenminister der 27 Länder der Europäischen Union in Kraft gesetzt, soll am 18. Juni im Europäischen Parlament zur Abstimmung stehen. Ich bin sicher, dass er auf drastische Weise die Voraussetzungen für die Inhaftierung und Ausweisung der Migranten ohne Papiere verschärft, wie lange sie sich auch schon in den europäischen Ländern aufhalten mögen und ungeachtet ihrer Arbeitssituation, ihrer familiären Beziehungen, ihres Integrationswillens und ihrer Integrationsfortschritte.
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03Jan

Globalisierung gestalten

Diskussionspapier der Koordinatorin der Stuttgarter Lokalgruppe der Global Marshall Plan Initiative

von Martina Knappert-Hiese

Über die Schwierigkeiten des Umgangs mit dem wichtigsten Thema des 21. Jahrhunderts

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