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	<title>Kommentare für </title>
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		<title>Kommentar zu Die GRÜNEN und die Bundeswehr im Jahre 2013 von Simon Lissner</title>
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		<dc:creator>Simon Lissner</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Apr 2013 18:02:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im aktuellen Spiegel gibt es ein Interview mit dem Alt-FDP&#039;ler Hans-Dietrich Genscher. Das interessante an dem Gespräch ist, dass der 86ig jährige der von dir angesprochenen &quot;anderen&quot; Zeit vor 20 Jahren (also dem seinerzeit verbreiteten Abrüstungsgedanken) nicht abgeschworen zu haben scheint und eher davon spricht, dass dieser Gedanke mehr denn je tagespolitische Bedeutung erhält. Abrüstungsgedanke im nicht &quot;Orwellschen&quot; Sinne, also eben nicht Gedacht als Modernisierung und Mittel zu Effiezienzsteigerung einer &quot;Killingmachine&quot;. Er sagt zweierlei: &quot;Rüstungsexport darf kein Element der Beschäftigungspolitik sein&quot; und &quot;Unser Export (von Rüstungsgütern, sim.) ist groß,weil wir ein hochentwickeltes Land sind. Aber wir sind bei der Ausfuhr wesentlich zurückhaltender als andere. Jetzt gilt es, die Beschränkungen der Waffenexporte entschlossen fortzusetzen. Die NATO-Maxime, nach der Rüstungskontrolle und Abrüstung integrale Bestandteile unserer Sicherheitspolitik sind, heißt auch angesichts technologischer Neuentwicklungen: Noch besser als Abrüstung ist die unterlassene Neurüstung.&quot;
Daraus spricht mehr Sinn und Verstand, als ich dem aktuellen Entwurf des Wahlprogramms meiner Partei entnehmen kann ... Traurig das.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im aktuellen Spiegel gibt es ein Interview mit dem Alt-FDP&#8217;ler Hans-Dietrich Genscher. Das interessante an dem Gespräch ist, dass der 86ig jährige der von dir angesprochenen &#8220;anderen&#8221; Zeit vor 20 Jahren (also dem seinerzeit verbreiteten Abrüstungsgedanken) nicht abgeschworen zu haben scheint und eher davon spricht, dass dieser Gedanke mehr denn je tagespolitische Bedeutung erhält. Abrüstungsgedanke im nicht &#8220;Orwellschen&#8221; Sinne, also eben nicht Gedacht als Modernisierung und Mittel zu Effiezienzsteigerung einer &#8220;Killingmachine&#8221;. Er sagt zweierlei: &#8220;Rüstungsexport darf kein Element der Beschäftigungspolitik sein&#8221; und &#8220;Unser Export (von Rüstungsgütern, sim.) ist groß,weil wir ein hochentwickeltes Land sind. Aber wir sind bei der Ausfuhr wesentlich zurückhaltender als andere. Jetzt gilt es, die Beschränkungen der Waffenexporte entschlossen fortzusetzen. Die NATO-Maxime, nach der Rüstungskontrolle und Abrüstung integrale Bestandteile unserer Sicherheitspolitik sind, heißt auch angesichts technologischer Neuentwicklungen: Noch besser als Abrüstung ist die unterlassene Neurüstung.&#8221;<br />
Daraus spricht mehr Sinn und Verstand, als ich dem aktuellen Entwurf des Wahlprogramms meiner Partei entnehmen kann &#8230; Traurig das.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Die Deutschen und ihr Militär von Carol-Sue</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2013/04/03/die-deutschen-und-ihr-militaer/comment-page-1/#comment-133</link>
		<dc:creator>Carol-Sue</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2013 05:41:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Moin Simon, 
hab Deinen Text gerade als allererste Morgenlektüre gelesen: sehr bitter aber auch sehr erfrischend nach all der verschwiemelten Kriegsbegeisterung und dem Schwulst um deutsche &quot;Gefallene&quot;, Bundeswehrbesuchen in der Schule etc. Danke für Deine klaren Worte! Mehr davon!! :-)]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Moin Simon,<br />
hab Deinen Text gerade als allererste Morgenlektüre gelesen: sehr bitter aber auch sehr erfrischend nach all der verschwiemelten Kriegsbegeisterung und dem Schwulst um deutsche &#8220;Gefallene&#8221;, Bundeswehrbesuchen in der Schule etc. Danke für Deine klaren Worte! Mehr davon!! <img src='http://www.gruene-linke.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Antisemitische und nicht-antisemitische Israel-Kritik von Simon Lissner</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2013/01/11/antisemitische-und-nicht-antisemitische-israel-kritik/comment-page-1/#comment-132</link>
		<dc:creator>Simon Lissner</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jan 2013 17:16:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Passend zur Frage, ob &quot;Augstein ein Antisemit ist&quot; - prüfe jede/r selbst. Einige Anregungen zum Thema finden sich in dem Artikel http://jungle-world.com/artikel/2013/02/46935.html von Rainer Trampert.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Passend zur Frage, ob &#8220;Augstein ein Antisemit ist&#8221; &#8211; prüfe jede/r selbst. Einige Anregungen zum Thema finden sich in dem Artikel http://jungle-world.com/artikel/2013/02/46935.html von Rainer Trampert.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Grüne Bundestagsfraktion: Reform der Nachrichtendienste von webmeister</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2012/12/03/grune-bundestagsfraktion-reform-der-nachrichtendienste/comment-page-1/#comment-131</link>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2012 14:07:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Beschluss der BAG Demokratier und Recht als PDF-Datei:
http://gruene-bag-demokratie-und-recht.de/userspace/BV/bag_demokratie_recht/Dokumente/Positionspapier_VerfSch.pdf]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beschluss der BAG Demokratier und Recht als PDF-Datei:<br />
http://gruene-bag-demokratie-und-recht.de/userspace/BV/bag_demokratie_recht/Dokumente/Positionspapier_VerfSch.pdf</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Grüne Bundestagsfraktion: Reform der Nachrichtendienste von Torsten Mahncke</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2012/12/03/grune-bundestagsfraktion-reform-der-nachrichtendienste/comment-page-1/#comment-130</link>
		<dc:creator>Torsten Mahncke</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2012 08:33:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hallo zusammen, 

bitte beachtet zu diesem Thema das Positionspapier der BAG Demokratie und Recht von Bündnis 90/Die Grünen. Wir setzen auf eine neue Sicherheitspolitik. Sicherheit muss gleichermaßen und unterschiedslos für alle Bürgerinnen und Bürger Gewaltfreiheit und Rechtssicherheit gewährleisten helfen. Der Sicherheitsbegriff muss definiert werden. 

Näheres hier:

http://gruene-bag-demokratie-und-recht.de/aktuelles/?no_cache=1&amp;expand=437223&amp;displayNon=1&amp;cHash=b2b10a815e748df6b3835c3eeb4441ef]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo zusammen, </p>
<p>bitte beachtet zu diesem Thema das Positionspapier der BAG Demokratie und Recht von Bündnis 90/Die Grünen. Wir setzen auf eine neue Sicherheitspolitik. Sicherheit muss gleichermaßen und unterschiedslos für alle Bürgerinnen und Bürger Gewaltfreiheit und Rechtssicherheit gewährleisten helfen. Der Sicherheitsbegriff muss definiert werden. </p>
<p>Näheres hier:</p>
<p>http://gruene-bag-demokratie-und-recht.de/aktuelles/?no_cache=1&amp;expand=437223&amp;displayNon=1&amp;cHash=b2b10a815e748df6b3835c3eeb4441ef</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Der trügerische GRÜNE Frieden mit den Patriots von Simon Lissner</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2012/12/03/der-truegerische-gruene-frieden-mit-den-patriots/comment-page-1/#comment-129</link>
		<dc:creator>Simon Lissner</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2012 19:55:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&quot;Auch die Grünen-Außenexpertin Kerstin Müller äußerte sich positiv: „Meine persönliche Tendenz ist eher die, dem zuzustimmen“, sagte sie nach einer Unterrichtung des Auswärtigen Ausschusses durch Außenminister Guido Westerwelle in Berlin. Einige Fragen müssten aber noch geklärt werden.&quot; Das Kerstin Müller überall dabei ist, wo es knallt, blitzt und raucht, dürfte sich allmählich herum gesprochen haben. Es ist ihrem nicht unmaßgeblichen Einsatz zu verdanken, dass die Mehrheit der Delegierten in Hannover sich für eine  Variante des Beschlusses zu r2p entschieden hat, die fordert, die UN solle sich dahingehend verändern, dass die Generalversammlung das &quot;letzte Wort&quot; bei blockiertem Sicherheitsrat haben soll. Diesen Fall haben wir in Sachen Syrien. Ein Mandat der UN, gar ein militärisches, ist nicht zu erwarten. Uli  hat in seinem Beitrag die Bemühungen von UN-Vermittlers Brahimi erwähnt. Der Wunsch der Türkei zur Stationierung von Mittelstreckenraketen, die soweit bisher überschaubar, dem Schutz vor irregeleiteten Geschossen über die syrisch-türkische Grenze gar nicht dienen können, ist für die Bemühungen Brahimis eher kontraproduktiv. Vor diesem Hintergrund jedoch die Gefahr einer &quot;NATO-Selbstermächtigung&quot; zum Eingreifen erst gar nicht zu erwähnen, auch sonstige Begleitumstände wie die Stationierung von dazu gehörigem Personal im Krisengebiet unerwähnt zu lassen, oder es auszulassen, die unterschiedlichen Interessenlagen (u.a. die Verstärkung des &quot;Kampfes&quot; gegen &quot;kurdischen Terrorismus&quot; in den Kurdengebieten) in der Öffentlichkeit zu erörtern, liegt da ganz auf „unserer neuen Linie“, wie sie Kerstin vor zu schweben scheint. Das Statement von Felix und Tim hingegen formuliert Bedingungen an die Zustimmung eines Einsatzes der Patriots. Sie haben also die Vorstellung, den Hilfeersuchenden (den NATO Partner Türkei), zu &quot;konditionieren&quot;. Die &quot;Konditionierung&quot; ist aus deren Perspektive notwendig, weil sie dem NATO-Partner nicht trauen. Felix beschreibt das in seinem Kommentar als &quot;kritischen Blick auf die NATO&quot;, den er sich bei den Grünen &quot;verbreiteter&quot; wünscht. Dies scheint mir doch eher der bei uns Grünen beliebten, der nachhaltigen Selbsttäuschung dienenden, &quot;Wünsch dir Was – Liste&quot; zu entstammen, die die Wirklichkeit recht regelmäßig mit dem unter uns Älteren bekannten &quot;you can&#039;t always get what you want&quot; (von den gealterten &quot;Jungs&quot; mit der passenderweise im Logo geführten roten, raus gestreckten Zunge, popularisiert) beantwortet wird. Umfangreichere Konflikte bis hin zu lang andauernden Kriegen entstanden häufig mit scheinbar harmloser Einlösung von ebenso scheinbar verantwortbaren &quot;Bündnispflichten&quot; … Die Türkei ließ unterdessen bereits am 22.11. verlauten, dass selbstredend ihre Militärs die Befehlsgewalt über diese Patriots beanspruchen (FAZ, 22.11. online, &quot;Türkei beansprucht Kommandogewalt&quot;). Das sagt mehr über die Erfolgsaussichten von Konditionierungsversuchen, als den beiden Autoren lieb sein dürfte.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Auch die Grünen-Außenexpertin Kerstin Müller äußerte sich positiv: „Meine persönliche Tendenz ist eher die, dem zuzustimmen“, sagte sie nach einer Unterrichtung des Auswärtigen Ausschusses durch Außenminister Guido Westerwelle in Berlin. Einige Fragen müssten aber noch geklärt werden.&#8221; Das Kerstin Müller überall dabei ist, wo es knallt, blitzt und raucht, dürfte sich allmählich herum gesprochen haben. Es ist ihrem nicht unmaßgeblichen Einsatz zu verdanken, dass die Mehrheit der Delegierten in Hannover sich für eine  Variante des Beschlusses zu r2p entschieden hat, die fordert, die UN solle sich dahingehend verändern, dass die Generalversammlung das &#8220;letzte Wort&#8221; bei blockiertem Sicherheitsrat haben soll. Diesen Fall haben wir in Sachen Syrien. Ein Mandat der UN, gar ein militärisches, ist nicht zu erwarten. Uli  hat in seinem Beitrag die Bemühungen von UN-Vermittlers Brahimi erwähnt. Der Wunsch der Türkei zur Stationierung von Mittelstreckenraketen, die soweit bisher überschaubar, dem Schutz vor irregeleiteten Geschossen über die syrisch-türkische Grenze gar nicht dienen können, ist für die Bemühungen Brahimis eher kontraproduktiv. Vor diesem Hintergrund jedoch die Gefahr einer &#8220;NATO-Selbstermächtigung&#8221; zum Eingreifen erst gar nicht zu erwähnen, auch sonstige Begleitumstände wie die Stationierung von dazu gehörigem Personal im Krisengebiet unerwähnt zu lassen, oder es auszulassen, die unterschiedlichen Interessenlagen (u.a. die Verstärkung des &#8220;Kampfes&#8221; gegen &#8220;kurdischen Terrorismus&#8221; in den Kurdengebieten) in der Öffentlichkeit zu erörtern, liegt da ganz auf „unserer neuen Linie“, wie sie Kerstin vor zu schweben scheint. Das Statement von Felix und Tim hingegen formuliert Bedingungen an die Zustimmung eines Einsatzes der Patriots. Sie haben also die Vorstellung, den Hilfeersuchenden (den NATO Partner Türkei), zu &#8220;konditionieren&#8221;. Die &#8220;Konditionierung&#8221; ist aus deren Perspektive notwendig, weil sie dem NATO-Partner nicht trauen. Felix beschreibt das in seinem Kommentar als &#8220;kritischen Blick auf die NATO&#8221;, den er sich bei den Grünen &#8220;verbreiteter&#8221; wünscht. Dies scheint mir doch eher der bei uns Grünen beliebten, der nachhaltigen Selbsttäuschung dienenden, &#8220;Wünsch dir Was – Liste&#8221; zu entstammen, die die Wirklichkeit recht regelmäßig mit dem unter uns Älteren bekannten &#8220;you can&#8217;t always get what you want&#8221; (von den gealterten &#8220;Jungs&#8221; mit der passenderweise im Logo geführten roten, raus gestreckten Zunge, popularisiert) beantwortet wird. Umfangreichere Konflikte bis hin zu lang andauernden Kriegen entstanden häufig mit scheinbar harmloser Einlösung von ebenso scheinbar verantwortbaren &#8220;Bündnispflichten&#8221; … Die Türkei ließ unterdessen bereits am 22.11. verlauten, dass selbstredend ihre Militärs die Befehlsgewalt über diese Patriots beanspruchen (FAZ, 22.11. online, &#8220;Türkei beansprucht Kommandogewalt&#8221;). Das sagt mehr über die Erfolgsaussichten von Konditionierungsversuchen, als den beiden Autoren lieb sein dürfte.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Der trügerische GRÜNE Frieden mit den Patriots von Felix Pahl</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2012/12/03/der-truegerische-gruene-frieden-mit-den-patriots/comment-page-1/#comment-128</link>
		<dc:creator>Felix Pahl</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2012 18:19:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hallo Uli — auf dem Rückweg von Rostock, also gerade aus dem Schutz heraustretend, den mir die Patriots im Umkreis von Bad Sülze vor Deinem beißenden Humor gewährten, hier einige Reaktionen.

Ob die Patriots fahrbar sind oder geflogen werden müssen, scheint mir irrelevant — versetzt werden können sie natürlich jederzeit, und was das verhindern soll, ist nicht ein NATO-Mandat, sondern ein Bundestagsmandat. Wenn das geändert werden soll, kann man ja dann dagegen stimmen.

Klar, regime change strebt in Syrien nicht nur die Türkei an. Das heißt aber nicht, daß die Staaten, die den regime change auch gerne sehen würden, ihn mit denselben Mitteln betreiben wie die Türkei. Der Rest der NATO war bisher deutlich zurückhaltender als die Türkei, was Einmischung in den Konflikt ohne VN-Mandat angeht; sie hat dafür gute Gründe, und es ist nicht abzusehen, dass sich das ändern wird. Insofern ist es durchaus ein Unterschied, ob die Patriots unter türkischem oder NATO-Befehl stehen; nicht weil die NATO gut und die Türkei böse ist, sondern weil die NATO insgesamt in dem Konflikt eine ganz andere Interessenabwägung zu treffen hat als die Türkei.

Was die Bedrohung aus Dänemark betrifft: Ein Perspektivwechsel ist ja nicht nur dann angebracht, wenn die umgekehrte Situation realistisch ist; im Gegenteil ist er grade dann einzufordern, wenn er sich nicht von selbst aufdrängt. Du würdest ja vermutlich auch zustimmen, daß wir bei WTO-Verhandlungen einen Perspektivtausch mit ärmeren Ländern vornehmen sollten, und nicht darüber spotten, daß wohl bei uns demnächst keine Hungerkatastrophen drohen.

Wir setzen keineswegs voraus, daß die NATO ein Verteidigungsbündnis ist. Ein Bündnis ist ja nicht entweder nur ein Verteidigungsbündnis oder nur ein &quot;offensives Militärbündnis mit regionalen Ordnungsansprüchen&quot;. Die NATO hat offenkundig *unter anderem* auch einen Verteidigungscharakter (der übrigens seinerseits auch problematisch ist, weil dadurch auch gewaltförmige und ungerechte Strukturen verteidigt werden; Verteidigungsbündnisse sind genauso zweischneidig wie Defensivwaffen). Für das, was wir an der NATO kritisieren, können aber die Menschen in der Türkei relativ wenig; für sie ist die NATO im Moment tatsächlich in erster Linie ein Verteidigungsbündnis, das ihnen entweder beistehen kann oder nicht; nur darauf bezog sich der Perspektivwechsel.

Eine türkische Aggression durch Entsenden kann ich nicht erkennen — finanzielle Unterstützung syrischer Aufständischer ist keine Entsendung externer SöldnerInnen, und auch in Deinem sehr detaillierten Beitrag, auf den Du verweist, hab ich keine schlimmere Einmischung finden können als die Aufnahme von Flüchtlingen und die Beherbergung deutscher AgentInnen.

Die türkische Selbstermächtigung zur Intervention ist natürlich völlig inakzeptabel. Darauf, daß sie angesichts des Verhaltens im Nordirak durchaus ernstzunehmen ist, hatten wir uns ja auch bezogen und u.a. daraus die Bedingung des NATO-Kommandos abgeleitet. Dafür, das als erste Reihe einer von der NATO unterstützten Aggression zu betrachten, sehe ich dagegen keine Grundlage; die Interessendivergenz zwischen der Türkei und der NATO insgesamt scheint hier in Deiner Analyse gar nicht vorzukommen.

Bei allen Meinungsverschiedenheiten sollte nicht untergehen, daß ich Deine kritische Haltung sehr schätze und mir wünschen würde, daß ein kritischerer Blick auf die NATO in der Partei verbreiteter wäre; insofern auch vielen Dank für diesen Beitrag.

Mit solidarischen Grüßen von der friesischen Befreiungsfront,

felix.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Uli — auf dem Rückweg von Rostock, also gerade aus dem Schutz heraustretend, den mir die Patriots im Umkreis von Bad Sülze vor Deinem beißenden Humor gewährten, hier einige Reaktionen.</p>
<p>Ob die Patriots fahrbar sind oder geflogen werden müssen, scheint mir irrelevant — versetzt werden können sie natürlich jederzeit, und was das verhindern soll, ist nicht ein NATO-Mandat, sondern ein Bundestagsmandat. Wenn das geändert werden soll, kann man ja dann dagegen stimmen.</p>
<p>Klar, regime change strebt in Syrien nicht nur die Türkei an. Das heißt aber nicht, daß die Staaten, die den regime change auch gerne sehen würden, ihn mit denselben Mitteln betreiben wie die Türkei. Der Rest der NATO war bisher deutlich zurückhaltender als die Türkei, was Einmischung in den Konflikt ohne VN-Mandat angeht; sie hat dafür gute Gründe, und es ist nicht abzusehen, dass sich das ändern wird. Insofern ist es durchaus ein Unterschied, ob die Patriots unter türkischem oder NATO-Befehl stehen; nicht weil die NATO gut und die Türkei böse ist, sondern weil die NATO insgesamt in dem Konflikt eine ganz andere Interessenabwägung zu treffen hat als die Türkei.</p>
<p>Was die Bedrohung aus Dänemark betrifft: Ein Perspektivwechsel ist ja nicht nur dann angebracht, wenn die umgekehrte Situation realistisch ist; im Gegenteil ist er grade dann einzufordern, wenn er sich nicht von selbst aufdrängt. Du würdest ja vermutlich auch zustimmen, daß wir bei WTO-Verhandlungen einen Perspektivtausch mit ärmeren Ländern vornehmen sollten, und nicht darüber spotten, daß wohl bei uns demnächst keine Hungerkatastrophen drohen.</p>
<p>Wir setzen keineswegs voraus, daß die NATO ein Verteidigungsbündnis ist. Ein Bündnis ist ja nicht entweder nur ein Verteidigungsbündnis oder nur ein &#8220;offensives Militärbündnis mit regionalen Ordnungsansprüchen&#8221;. Die NATO hat offenkundig *unter anderem* auch einen Verteidigungscharakter (der übrigens seinerseits auch problematisch ist, weil dadurch auch gewaltförmige und ungerechte Strukturen verteidigt werden; Verteidigungsbündnisse sind genauso zweischneidig wie Defensivwaffen). Für das, was wir an der NATO kritisieren, können aber die Menschen in der Türkei relativ wenig; für sie ist die NATO im Moment tatsächlich in erster Linie ein Verteidigungsbündnis, das ihnen entweder beistehen kann oder nicht; nur darauf bezog sich der Perspektivwechsel.</p>
<p>Eine türkische Aggression durch Entsenden kann ich nicht erkennen — finanzielle Unterstützung syrischer Aufständischer ist keine Entsendung externer SöldnerInnen, und auch in Deinem sehr detaillierten Beitrag, auf den Du verweist, hab ich keine schlimmere Einmischung finden können als die Aufnahme von Flüchtlingen und die Beherbergung deutscher AgentInnen.</p>
<p>Die türkische Selbstermächtigung zur Intervention ist natürlich völlig inakzeptabel. Darauf, daß sie angesichts des Verhaltens im Nordirak durchaus ernstzunehmen ist, hatten wir uns ja auch bezogen und u.a. daraus die Bedingung des NATO-Kommandos abgeleitet. Dafür, das als erste Reihe einer von der NATO unterstützten Aggression zu betrachten, sehe ich dagegen keine Grundlage; die Interessendivergenz zwischen der Türkei und der NATO insgesamt scheint hier in Deiner Analyse gar nicht vorzukommen.</p>
<p>Bei allen Meinungsverschiedenheiten sollte nicht untergehen, daß ich Deine kritische Haltung sehr schätze und mir wünschen würde, daß ein kritischerer Blick auf die NATO in der Partei verbreiteter wäre; insofern auch vielen Dank für diesen Beitrag.</p>
<p>Mit solidarischen Grüßen von der friesischen Befreiungsfront,</p>
<p>felix.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Der trügerische GRÜNE Frieden mit den Patriots von Karl-W. Koch</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2012/12/03/der-truegerische-gruene-frieden-mit-den-patriots/comment-page-1/#comment-127</link>
		<dc:creator>Karl-W. Koch</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2012 17:59:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gruene-linke.de/?p=2629#comment-127</guid>
		<description><![CDATA[Es wird mir hier - neben den innersyrischen Konflikten - zu wenig diskutiert, WAS die Patriots eigentlich sind und können:
MIM-104 Patriot (eigentlich kein Apronym, oftmals aber übersetzt mit: Phased Array Tracking Radar to Intercept On Target[1]) ist ein bodengestütztes Mittelstrecken-Flugabwehrraketen-System zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern und taktischen ballistischen Mittelstreckenraketen. (Wikipedia). 
Die bisherigen &quot;Angriffe&quot; (?) auf die Türkei waren (wohl eher fehlgeleitete) Granaten, gegen die die Patriots NICHTS bewirkt hätten. Ein Angriff der syrischen Armee auf die Türkei ist aktuell ebenfalls nicht zu befürchten, er käme (NATO-Bündnisfall) einem Selbstmord gleich. Welche Aufgabe sollen also die Patriots haben? Diese Frage hat Uli in seinen Beiträgen klar und richtig beantwortet und dabei auch aufgezeigt, wo genau die Interessen der Türkei und der NATO-Befürworter für eine Stationierung liegen. Diese liegen eindeutig NICHT in einer Befriedung der Region. Verteidigungswaffen dienen eben auch fast immer der Bekämpfung eines Gegenschlages NACH einem eignen Angriff ...

EIN wesentlicher Aspekt wurde bisher überhaupt noch nicht diskutiert, der Zusammenhang mit einem nach wie vor drohenden Angriff auf den Iran. Dazu schrieb ich bereits im Februar dieses Jahres:
Fragen, Hintergründe und Fakten zum Iran-Konflikt
11. Wird ein Angriff auf den Iran begrenzbar bleiben?
Nein. Zuvor muss Syrien ausgeschaltet werden, da sonst der – von Syrien unterstützte – Terrorismus in Israel als Gegenreaktion viele Opfer fordern wird. Die vielen zivilen islamischen Opfer im Iran werden Reaktionen in anderen arabischen Ländern auslösen (u.a. Ägypten), die sich gegen die USA richten werden. Ob sich selbst Saudi-Arabien (die sich im Grunde von der iranischen Atombombe selbst bedroht sehen) dem entziehen können, ist unklar. 
(Ein mögliches Szenario zu einem massiven Angriff auf Irans Atomanlagen ist unter: http://www.stoerfall-atomkraft.de/site/?p=2106 nachzulesen)

Neben dem aktuellen Gazakrieg (den Israel in dieser Form vermutlich auch nur wegen der aktuellen Lage in Syrien in dieser Art wagen konnte, da im Norden kein weiterer Angriff seitens der Hisbollah drohte), dem türkisch-kurdischen Konflikt, der auch weit nach Syrien hineinreicht und dem drohenden Krieg zwischen Schiiten und Sunniten (Irak, Bahrein, Saudi-Arabien) spielt also auch das iranische Atomprogramm eine wesentliche Rolle in der Diskussion. 

DAS ALLES sollte bedacht werden, wenn über eine Entsendung von Bundeswehrsoldaten in diese Region diskutiert wird.

Karl-W. Koch]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es wird mir hier &#8211; neben den innersyrischen Konflikten &#8211; zu wenig diskutiert, WAS die Patriots eigentlich sind und können:<br />
MIM-104 Patriot (eigentlich kein Apronym, oftmals aber übersetzt mit: Phased Array Tracking Radar to Intercept On Target[1]) ist ein bodengestütztes Mittelstrecken-Flugabwehrraketen-System zur Abwehr von Flugzeugen, Marschflugkörpern und taktischen ballistischen Mittelstreckenraketen. (Wikipedia).<br />
Die bisherigen &#8220;Angriffe&#8221; (?) auf die Türkei waren (wohl eher fehlgeleitete) Granaten, gegen die die Patriots NICHTS bewirkt hätten. Ein Angriff der syrischen Armee auf die Türkei ist aktuell ebenfalls nicht zu befürchten, er käme (NATO-Bündnisfall) einem Selbstmord gleich. Welche Aufgabe sollen also die Patriots haben? Diese Frage hat Uli in seinen Beiträgen klar und richtig beantwortet und dabei auch aufgezeigt, wo genau die Interessen der Türkei und der NATO-Befürworter für eine Stationierung liegen. Diese liegen eindeutig NICHT in einer Befriedung der Region. Verteidigungswaffen dienen eben auch fast immer der Bekämpfung eines Gegenschlages NACH einem eignen Angriff &#8230;</p>
<p>EIN wesentlicher Aspekt wurde bisher überhaupt noch nicht diskutiert, der Zusammenhang mit einem nach wie vor drohenden Angriff auf den Iran. Dazu schrieb ich bereits im Februar dieses Jahres:<br />
Fragen, Hintergründe und Fakten zum Iran-Konflikt<br />
11. Wird ein Angriff auf den Iran begrenzbar bleiben?<br />
Nein. Zuvor muss Syrien ausgeschaltet werden, da sonst der – von Syrien unterstützte – Terrorismus in Israel als Gegenreaktion viele Opfer fordern wird. Die vielen zivilen islamischen Opfer im Iran werden Reaktionen in anderen arabischen Ländern auslösen (u.a. Ägypten), die sich gegen die USA richten werden. Ob sich selbst Saudi-Arabien (die sich im Grunde von der iranischen Atombombe selbst bedroht sehen) dem entziehen können, ist unklar.<br />
(Ein mögliches Szenario zu einem massiven Angriff auf Irans Atomanlagen ist unter: http://www.stoerfall-atomkraft.de/site/?p=2106 nachzulesen)</p>
<p>Neben dem aktuellen Gazakrieg (den Israel in dieser Form vermutlich auch nur wegen der aktuellen Lage in Syrien in dieser Art wagen konnte, da im Norden kein weiterer Angriff seitens der Hisbollah drohte), dem türkisch-kurdischen Konflikt, der auch weit nach Syrien hineinreicht und dem drohenden Krieg zwischen Schiiten und Sunniten (Irak, Bahrein, Saudi-Arabien) spielt also auch das iranische Atomprogramm eine wesentliche Rolle in der Diskussion. </p>
<p>DAS ALLES sollte bedacht werden, wenn über eine Entsendung von Bundeswehrsoldaten in diese Region diskutiert wird.</p>
<p>Karl-W. Koch</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu BDK-Antrag zur Beschneidungsdebatte bei Jungen (Rene Becker u.a.) von Reinhard</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2012/09/10/bdk-antrag-zur-beschneidungsdebatte-bei-jungen-rene-becker-u-a/comment-page-1/#comment-125</link>
		<dc:creator>Reinhard</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Oct 2012 00:13:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gruene-linke.de/?p=2584#comment-125</guid>
		<description><![CDATA[Lieber Jonathan,

die ausführliche Diskussion zu diesem Thema findest Du im Wurzelwerk.
An dieser Stelle nur eine Anmerkung. Du stellst anheim, dass ein nicht beschnittenes Kind in den Religionsgemeinschaften keine genau so wohlwollende Zugehörigkeit finden könne, wie ein beschnittenes und dass die Vermittlung religiöser Werte offenbar an der Beschneidung hinge.

Ich denke, dass man keiner Religionsgemeinschaft und keinen Eltern ein so herzloses Verhältnis zu Kindern unterstellen kann und dass deshalb die Bedeutung der Beschneidung für das Verhältnis zwischen dem Kind und seinem unmittelbaren Umfeld einfach masslos überzeichnet wird.

Ich halte es außerdem für vermessen, wenn immer wieder dargestellt wird, eine kritische Haltung zur Beschneidung würde es Juden und Moslems unmöglich machen, in Deutschland zu leben. Diese Diskussion wird selbst innerhalb der Religionsgemeinschaften und auch außerhalb von Deutschland geführt. 

Außerdem geht es letztlich nicht um &quot;Religion&quot; sondern um die in unserem Rechtstaat entwickelte Einsicht, dass Kinder selbst Träger unveräußerlicher Grundrechte sind, die nicht einfach weggewischt werden können. Tatsächlich würde eine Regelung, die die Beschneidung erst mit Eintritt der - gesetzlich definierten - Einwilligungsfähigkeit ermöglicht, gerade die freie Religionsausübung des Kindes erst ermöglichen und gleichzeitig dessen Recht auf Unversehrtheit schützen.

Es ist Aufgabe einer Gesellschaft, das Wohl insbesondere der schwächsten Mitglieder im Auge zu behalten und nötigenfalls zu schützen. Eltern haben zwar die Personensorge. Diese ist allerdings genau an dem Wohl des Kindes gebunden und findet hier auch ihre Grenzen.

Willst Du das zugunsten einer allmächtigen Verfügungsgewalt der Eltern aufweichen? Dann würde ich zurückfragen: Liegt es ausschließlich im Ermessen von Eltern über das &quot;Wohl&quot; ihrer Kinder zu bestimmen?

Gruß
Reinhard]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Jonathan,</p>
<p>die ausführliche Diskussion zu diesem Thema findest Du im Wurzelwerk.<br />
An dieser Stelle nur eine Anmerkung. Du stellst anheim, dass ein nicht beschnittenes Kind in den Religionsgemeinschaften keine genau so wohlwollende Zugehörigkeit finden könne, wie ein beschnittenes und dass die Vermittlung religiöser Werte offenbar an der Beschneidung hinge.</p>
<p>Ich denke, dass man keiner Religionsgemeinschaft und keinen Eltern ein so herzloses Verhältnis zu Kindern unterstellen kann und dass deshalb die Bedeutung der Beschneidung für das Verhältnis zwischen dem Kind und seinem unmittelbaren Umfeld einfach masslos überzeichnet wird.</p>
<p>Ich halte es außerdem für vermessen, wenn immer wieder dargestellt wird, eine kritische Haltung zur Beschneidung würde es Juden und Moslems unmöglich machen, in Deutschland zu leben. Diese Diskussion wird selbst innerhalb der Religionsgemeinschaften und auch außerhalb von Deutschland geführt. </p>
<p>Außerdem geht es letztlich nicht um &#8220;Religion&#8221; sondern um die in unserem Rechtstaat entwickelte Einsicht, dass Kinder selbst Träger unveräußerlicher Grundrechte sind, die nicht einfach weggewischt werden können. Tatsächlich würde eine Regelung, die die Beschneidung erst mit Eintritt der &#8211; gesetzlich definierten &#8211; Einwilligungsfähigkeit ermöglicht, gerade die freie Religionsausübung des Kindes erst ermöglichen und gleichzeitig dessen Recht auf Unversehrtheit schützen.</p>
<p>Es ist Aufgabe einer Gesellschaft, das Wohl insbesondere der schwächsten Mitglieder im Auge zu behalten und nötigenfalls zu schützen. Eltern haben zwar die Personensorge. Diese ist allerdings genau an dem Wohl des Kindes gebunden und findet hier auch ihre Grenzen.</p>
<p>Willst Du das zugunsten einer allmächtigen Verfügungsgewalt der Eltern aufweichen? Dann würde ich zurückfragen: Liegt es ausschließlich im Ermessen von Eltern über das &#8220;Wohl&#8221; ihrer Kinder zu bestimmen?</p>
<p>Gruß<br />
Reinhard</p>
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	</item>
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		<title>Kommentar zu BDK-Antrag zu Leistungen nach SGB II („Hartz IV“) und SGB XII (Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter, etc.) von Ute Haferburg</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2012/09/28/bdk-antrag-zu-leistungen-nach-sgb-ii-hartz-iv-und-sgb-xii-sozialhilfe-grundsicherung-im-alter-etc/comment-page-1/#comment-123</link>
		<dc:creator>Ute Haferburg</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Sep 2012 12:52:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.gruene-linke.de/?p=2596#comment-123</guid>
		<description><![CDATA[Ich finde den Antrag gut und sachgerecht, KV Göttingen]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde den Antrag gut und sachgerecht, KV Göttingen</p>
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	</item>
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