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	<title>GrÃ¼ne Linke » Abstimmung</title>
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	<description>sozial, Ã¶kologisch, basisdemokratisch, gewaltfrei</description>
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		<title>Abstimmung im Bundestag zu ISAF (Afghanistan)</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2008/10/16/abstimmung-im-bundestag-zu-isaf-afghanistan/</link>
		<comments>http://www.gruene-linke.de/2008/10/16/abstimmung-im-bundestag-zu-isaf-afghanistan/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2008 18:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Abstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Die namentliche Abstimmung als PDF-Datei
ENTHALTUNG
PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung von Winnie Nachtwei, Claudia Roth, Kerstin MÃ¼ller, BÃ¤rbel HÃ¶hn, Britta HaÃŸelmann, Kai Gehring, Thilo Hoppe, Volker Beck, Gerhard Schick, Rainder Steenblock, Katrin GÃ¶ring-Eckardt,Wolfgang Wieland, Ulrike HÃ¶fken als PDF-Datei
NEIN
Markus Kurth, Toni Hofreiter und Ute Koczy haben auch eigene ErklÃ¤rungen, Bettina Herlitzius und Harald Terpe haben ebenfalls mit Nein gestimmt; Irmingard [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/10/081016_abstimmung_bt_afghanistan.pdf">Die namentliche Abstimmung als PDF-Datei</a></p>
<p><strong>ENTHALTUNG</strong></p>
<p>PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung von Winnie Nachtwei, Claudia Roth, Kerstin MÃ¼ller, BÃ¤rbel HÃ¶hn, Britta HaÃŸelmann, Kai Gehring, Thilo Hoppe, Volker Beck, Gerhard Schick, Rainder Steenblock, Katrin GÃ¶ring-Eckardt,Wolfgang Wieland, Ulrike HÃ¶fken <a href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/10/081016_isaf-erkl-enthalterinnen.pdf">als PDF-Datei</a></p>
<p><strong>NEIN</strong></p>
<p><a href="http://www2.markus-kurth.de/uploads/081016_pe_nach_31_go_bt.pdf" target="_blank">Markus Kurth,</a> Toni Hofreiter und <a href="http://www.ute-koczy.de/cms/default/dok/254/254280.persoenliche_erklaerung_zur_abstimmung_u.html" target="_blank">Ute Koczy</a> haben auch eigene ErklÃ¤rungen, <a href="http://www.bettina-herlitzius.de/cms/default/dokbin/254/254085.persoenliche_erklaerung_nach_31_go_bt.pdf" target="_blank">Bettina Herlitzius</a> und Harald Terpe haben ebenfalls mit Nein gestimmt; Irmingard Schewe-Gerigk wollte,Â ist  aberÂ leider krankgewesen.</p>
<hr />Winfried Hermann, Hans-Christian StrÃ¶bele,Â  Sylvia Kotting-Uhl,Monika Lazar, Peter Hettlich, Wolfgang Strengmann-Kuhn:</p>
<h2>ErklÃ¤rung zum Abstimmungsverhalten nach Â§ 31 GO BT</h2>
<p><em>ErklÃ¤rung nach Â§ 31 der GeschÃ¤ftsordnung des Deutschen Bundestages zu dem Antrag der Bundesregierung auf Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutsche StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz der internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan (International Security assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf der Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) und folgender Resolutionen, zuletzt 1833 (2008) Â des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen:</em></p>
<p><span id="more-626"></span>Den Antrag der Deutschen Bundesregierung auf Fortsetzung der Beteiligung der Bundeswehr an der internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe lehnen wir ab.</p>
<p>Die Sicherheitslage in Afghanistan wird von Jahr zu Jahr schlechter. Die Zahl der Opfer bei AnschlÃ¤gen und beim Anti-Terrorkrieg steigt dramatisch. Im Jahr 2008 sind bisher Ã¼ber 3000 Menschen getÃ¶tet worden, dabei mehr als 1000 Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder. Tausende wurden verwundet und verstÃ¼mmelt. Fast die HÃ¤lfte der zivilen Opfer fÃ¤llt der US-LuftkriegsfÃ¼hrung zum Opfer. ACBAR, eine Dachorganisation von 100 Hilfsorganisationen gibt an, dass der Sommer 2008 der bisher verlustreichste war seit 2001. Die ZerstÃ¶rungen von GebÃ¤uden und Versorgungseinrichtungen Ã¼bersteigen hÃ¤ufig den Wiederaufbau.</p>
<p>Der Krieg wurde vor sieben Jahren begonnen, um die Verantwortlichen fÃ¼r die AnschlÃ¤ge vom 11.9. in den USA der Gerechtigkeit zuzufÃ¼hren, so die UN-Resolution vom Herbst 2001. Sie rechtfertigt nicht einen Krieg gegen die Taliban fÃ¼r einen Regimewechsel oder zur Aufstands- und WiderstandsbekÃ¤mpfung in Afghanistan. Seit Jahren zielt jedoch die militÃ¤rische Gewalt der auslÃ¤ndischen Truppen auf die Vernichtung der Taliban und des Widerstandes im Land. Die Ergebnisse dieser Strategie sind verheerend. Die rÃ¼cksichtslose Anti-TerrorbekÃ¤mpfung vor allem der US Truppen schÃ¼rt und legitimiert Racheakte und AnschlÃ¤ge, sie sind nicht nur unverantwortlich, sondern auch kontraproduktiv. Dementsprechend hat sich die Sicherheitslage seit 2004 nochmals deutlich verschlechtert, obwohl seit Beginn des Krieges die Zahl der eingesetzten Nato-Soldaten auf ca. 65 000 deutlich angehoben wurde.</p>
<p>Ein Ende der Eskalation des Krieges ist nicht in Sicht, ganz im Gegenteil. Gerade auch als Folge der Eskalation und KriegfÃ¼hrung werden diejenigen, die bekÃ¤mpft werden sollen, immer stÃ¤rker. Die zunehmende Gewalt des Krieges ist die Hauptursache dafÃ¼r, dass der Hass gegen die auslÃ¤ndischen Truppen wÃ¤chst und sich immer mehr am Krieg gegen diese beteiligen. Politische und humanitÃ¤re Ziele werden unerreichbar. Der britische Botschafter Cowper-Coles hat leider Recht, wenn er sagt, die auslÃ¤ndischen Truppen in Afghanistan seien â€žTeil des Problems, nicht der LÃ¶sung.&#8221; Die Gewaltspirale kann aber durch immer mehr Soldaten/innen und militÃ¤rische Mittel nicht durchbrochen werden. Gerade asymmetrische Kriege kÃ¶nnen militÃ¤risch nicht gewonnen werden.</p>
<p>Es ist aus unserer Sicht unklug und unverantwortlich, einfach so weiterzumachen. ÃœberfÃ¤llig ist es, eine Alternative zur Eskalation der Gewalt zu entwickeln. Notwendig ist ein verantwortbarer militÃ¤rischer RÃ¼ckzug in kalkulierten Schritten. Doch alle Forderungen nach einem Strategiewechsel sind ohne Umsetzung geblieben, im Gegenteil, die Bundesregierung will das deutsche Truppenkontingent nur erhÃ¶hen. Trotz gegenteiliger Behauptungen bleiben die zivilen Anstrengungen weit hinter den militÃ¤rischen zurÃ¼ck. WÃ¤hrend nicht einmal die zugesagten 50 Polizeiausbilder nach Afghanistan geschickt werden, wird die Zahl der Soldaten/innen von 3500 auf 4500 erhÃ¶ht. Die Kosten alleine dieses Mandates fÃ¼r 14 Monate betragen 688 Millionen, wÃ¤hrend die Ausgaben fÃ¼r den zivilen Aufbau Â gerade mal etwa ein Viertel davon ausmachen.</p>
<p>Wir halten fest: Die bisherige Strategie ist gescheitert, sie schadet und verschÃ¤rft den Krieg. Ein Wechsel der Strategie &#8211; weg vom MilitÃ¤rischen, hin zum Zivilen &#8211; ist nicht in Sicht.</p>
<p>Deshalb lehnen wir den Antrag der Bundesregierung ab.</p>
<p>Winfried Hermann</p>
<p>Hans-Christian StrÃ¶bele</p>
<p>Sylvia Kotting-Uhl</p>
<p>Monika Lazar</p>
<p>Peter Hettlich</p>
<p>Wolfgang Strengmann-Kuhn</p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=626&amp;md5=68389b9ce2374e67d5f2c399357612b0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Den Abgeordneten des AK 4 ein Brief zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandats</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2008/09/23/den-abgeordneten-des-ak-4-ein-brief-zur-verlangerung-des-isaf-mandats/</link>
		<comments>http://www.gruene-linke.de/2008/09/23/den-abgeordneten-des-ak-4-ein-brief-zur-verlangerung-des-isaf-mandats/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 13:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Abstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF]]></category>
		<category><![CDATA[Mandat]]></category>
		<category><![CDATA[OEF]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leute,
drei Mitglieder der Berliner LAG Frieden und Internationales &#8211; darunter ich &#8211; haben heute den Abgeordneten des AK 4 einen Brief zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandats geschrieben.
Ich teile Euch den Text mit, da einige Ã¼ber den Abstimmungstermin hinausweisende Gedanken Euch mÃ¶glicherweise interessieren kÃ¶nnten.
bÃ¼ndnisgrÃ¼ne und friedliche GrÃ¼ÃŸe,
Tobias Balke (E-Mail)
Liebe Bundestagsabgeordnete,
wir sind sehr unzufrieden mit Eurem Abstimmungsverhalten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leute,</p>
<p>drei Mitglieder der Berliner LAG Frieden und Internationales &#8211; darunter ich &#8211; haben heute den Abgeordneten des AK 4 einen Brief zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandats geschrieben.</p>
<p>Ich teile Euch den Text mit, da einige Ã¼ber den Abstimmungstermin hinausweisende Gedanken Euch mÃ¶glicherweise interessieren kÃ¶nnten.</p>
<p>bÃ¼ndnisgrÃ¼ne und friedliche GrÃ¼ÃŸe,</p>
<p>Tobias Balke (<a href="mailto:Tobias.Balke@t-online.de">E-Mail</a>)</p>
<p><span id="more-459"></span>Liebe Bundestagsabgeordnete,</p>
<p>wir sind sehr unzufrieden mit Eurem Abstimmungsverhalten vor einem Jahr. Ihr habt damals aufgrund weitgehend gleicher Analysen drei einander ausschliessende SchlÃ¼sse gezogen. Aussenstehende mussten daraus folgern, dass BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen zu Afghanistan zwar einige Meinungen hat, in seiner Willensbildung aber steckengeblieben ist und verwirrt und hilflos dem Geschehen zusieht.</p>
<p>Bitte einigt Euch diesmal auf eine geschlossene und entschlossene Haltung.</p>
<p>Basis sei der Konsens der gesamten Partei: der Strategiewechsel ist dringend nÃ¶tig und muss schnell erreicht werden.</p>
<p>Ihr wisst es selbst: die gegenwÃ¤rtige Bundesregierung denkt gar nicht daran, den von uns immer wieder dringend geforderten Strategiewechsel ernsthaft ins Auge zu fassen und bei unseren NATO-Partnerstaaten intensiv fÃ¼r dessen Realisierung zu werben. Die AfghanInnen verlieren immer mehr das Vertrauen zur und die Geduld mit der Regierung Karsai und der westlichen Allianz. Die US-Regierung betreibt eine De-facto-Fusion von ISAF und OEF unter US-FÃ¼hrung und US-Vorgaben, um im &#8220;Krieg gegen den Terror&#8221; den Gegner einfach auszurotten. Sie plant die rasche Verlegung von US-Truppen aus dem Irak. Um die Risiken fÃ¼r eigene SoldatInnen zu minimieren, wird sie immer wieder und immer Ã¶fter feindliche KÃ¤mpfer aus sicherem Abstand bombardieren, bis die dabei massenweise mitgetÃ¶teten unschuldigen ZivilistInnen die USA und ihre VerbÃ¼ndeten noch verhaÃŸter als die Taliban machen und der Aufstand allgemein wird.</p>
<p>Es droht ein Abgleiten in eine humanitÃ¤re und politische Katastrophe. Bereits in den nÃ¤chsten 24 Monaten kann es dazu kommen, dass die Taliban und deren VerbÃ¼ndete auch im nÃ¶rdlichen Afghanistan einen Guerillakrieg fÃ¼hren und ihre RÃ¼ckzugsrÃ¤ume ins pakistanische Landesinnere verlegen.</p>
<p>Bleiben dann die USA bei ihrer Kriegsstrategie, so mÃ¼ssten sich wohl in wenigen Jahren die afghanische und pakistanische Regierungen (und die ArmeefÃ¼hrungen) entscheiden, entweder Rolle und Schicksal der sÃ¼dvietnamesischen Eliten zu teilen oder aber sich selbst an die Spitze des Widerstands zu stellen.</p>
<p>Die Folgen kÃ¶nnten fÃ¼r Millionen Menschen in der Region grauenhaft sein und die gesamten westlich-islamischen Beziehungen schwer belasten, besonders falls die USA die Beseitigung pakistanischer Atomraketen mit eigenen taktischen Atomwaffen (&#8220;Mini-Nukes&#8221;) vornehmen sollte.</p>
<p>Die MÃ¶glichkeit derartiger ausserordentlich schwerwiegender Folgen fordert und rechtfertigt ausserordentliche Anstrengungen. Unser Ziel muss es sein, nicht nur Deutschland aus diesem Desaster herauszuhalten, sondern es Ã¼berhaupt abzuwenden.</p>
<p>Die kommende &#8211; mÃ¶glichst grÃ¼nhaltige &#8211; Bundesregierung sollte sich mit mÃ¶glichst vielen westlichen und mit mÃ¶glichst vielen der 56 OIC-(Organization of the Islamic Conference)-MitgliedslÃ¤ndern zu einer friedenserzwingenden Koalition vereinigen, um gemeinsam den Regierungen Afghanistans und der USA einen rettenden Ausweg aufzuzeigen (auch der pakistanischen, soweit sie dann Kriegspartei ist).</p>
<p>Kern sollte ein umfassendes europÃ¤isch-islamisches Angebot sein: die ZuschÃ¼sse und Truppen der USA voll oder grossenteils zu Ã¼bernehmen, also den Einsatz an Menschen und Geld fÃ¼r mehrere Jahre stark zu erhÃ¶hen und dabei ausser hohen Kosten vor allem auch erhebliche Verluste an Leben und Gesundheit der eingesetzten SoldatInnen und zivilen HelferInnen zu tragen, bis die Sicherheit vollstÃ¤ndig von afghanischen KrÃ¤ften gewÃ¤hrleistet werden kann. Die gegenwÃ¤rtig von den USA getragene Last mÃ¼ssten dann einige Dutzend Staaten zusammen tragen. Ein angemessener deutscher Anteil daran wÃ¤re so erheblich, dass fÃ¼r mehrere Jahre eine Aufstockung des Bundesetats und fÃ¼r BundeswehrangehÃ¶rige verlÃ¤ngerte &#8220;Stehzeiten&#8221; ins Auge gefasst werden mÃ¼ssten.</p>
<p>Dieses umfassende Angebot sollte in jeder Hinsicht so gut ausgestattet werden, dass die USA es sowohl aus aussenpolitischen wie fiskalischen GrÃ¼nden gern annehmen kÃ¶nnen. Es wÃ¤re von grÃ¶ÃŸtem, weit Ã¼ber die Region hinausstrahlendem Wert fÃ¼r die gesamte Weltinnenpolitik, wenn die Friedenskoalition die USA in eine tatsÃ¤chlich multilaterale und friedenssichernde Afghanistan-Mission integrieren kÃ¶nnte, die Geist und Buchstaben der UN-Charta wirksam werden lÃ¤sst.</p>
<p>NichteuropÃ¤isch-nichtislamische Staaten kÃ¶nnten in die Friedenskoalition dann aufgenommen werden, wenn sie Ressourcen fÃ¼r eine konstruktive Beteiligung haben und nicht aus historischen bzw. geostrategischen GrÃ¼nden die Friedenskoalition mehr belasten als fÃ¶rdern.</p>
<p>Die Friedenskoalition muss dann darauf bestehen, dass die USA OEF sofort beenden und fÃ¼r ISAF wesentlich anderen, mit dem KriegsvÃ¶lkerrecht vereinbaren Einsatzregeln zustimmen. Luft- oder Artillerieangriffe gegen von ZivilistInnen bewohnte GebÃ¤ude darf es nicht mehr geben. Gut disziplinierte und ausgebildete SoldatInnen sowohl der afghanischen als auch auswÃ¤rtiger Heere mÃ¼ssen die Sicherheit der afghanischen BevÃ¶lkerung behutsam, wachsam und mit Augenmass wiederherstellen. FÃ¼r die USA wÃ¼rde das bedeuten, fÃ¼r eine derartige KriegfÃ¼hrung ungeeignete SÃ¶ldnerInnen und SoldatInnen abzuziehen und einer europÃ¤ischen ISAF-FÃ¼hrung und/oder einer ISAF-FÃ¼hrung durch OIC-Mitglieder zuzustimmen.</p>
<p>Die Regierung Karsai wird beim sukzessiven Ãœbergang ihrer Machtbasis auf die Zivilgesellschaft erhebliche Risiken auf sich nehmen mÃ¼ssen: sie hat â€“ pestizidfrei und sozialvertrÃ¤glich &#8211; den Drogenanbau zu beenden. Damit wird sie nicht nur Taliban und anderen AufstÃ¤ndischen, sondern auch den Warlords der Nordallianz eine Haupteinnahmequelle entziehen. Deren Privatarmeen mÃ¼ssen aufgelÃ¶st und eine Reihe ihrer AnhÃ¤nger aus StaatsÃ¤mtern entfernt werden, um in Afghanistan Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit durchzusetzen. Wo internationale Garantien fÃ¼r Amnestieregelungen und groÃŸzÃ¼gige Angebote der beruflichen Bildung und Weiterbildung, notfalls auch Pensionierung von Warlords und WarlordanhÃ¤ngern nicht angenommen werden, mÃ¼ssen sie gewaltsam entwaffnet werden. Die Friedenskoalition muss auch dafÃ¼r militÃ¤rische UnterstÃ¼tzung und ausserdem auch erhebliche Budgethilfen anbieten, damit der afghanische Staat seinen SoldatInnen, PolizistInnen, StaatsanwÃ¤ltInnen, RichterInnen und dem gesamten Ã¶ffentlichen Dienst endlich existenzsichernde GehÃ¤lter zahlen kann, von denen sie ihre Familien ernÃ¤hren kÃ¶nnen, ohne auf Bestechungsgelder angewiesen zu sein. Auch die FÃ¶deralisierung und Kommunalisierung des afghanischen Staatsaufbaus muss weitgehend von der Friedenskoalition finanziert und unterstÃ¼tzt werden.</p>
<p>Beiden Verhandlungspartnern &#8211; den Regierungen Afghanistans und der USA â€“ (und gegebenenfalls auch der pakistanischen) muÃŸ die Friedenskoalition mit Deutlichkeit, Festigkeit und Konsequenz begegnen. Diese Verhandlungen werden hart werden.</p>
<p>Gelingen kÃ¶nnen sie nur dann, wenn die Friedenskoalition einerseits den hohen Mehrbedarf an SoldatInnen und Geld nachweislich aufbringen, andererseits aber eine glaubwÃ¼rdige Drohkulisse prÃ¤sentieren kann.</p>
<p>Alle Mitglieder dieser Friedenskoalition, die dann Truppen in Afghanistan stellen, mÃ¼ssen dabei den vollstÃ¤ndigen Abzug dieser Truppen (natÃ¼rlich nicht der zivilen HelferInnen) aus Afghanistan ankÃ¼ndigen und diese AnkÃ¼ndigung notfalls auch wahr machen â€“ auch die Bundesrepublik Deutschland. Gleiches gilt fÃ¼r die mÃ¶glicherweise notwendig werdende diplomatische Isolierung der USA.</p>
<p>Bei aller GroÃŸzÃ¼gigkeit des Friedenskoalitions-Angebots ist seine Annahme doch nicht garantiert. Sollte es aber zum Schlimmsten kommen und die USA sowie die afghanische (gegebenenfalls auch die pakistanische) Regierung blind und stur in den Abgrund rennen, dann haben wenigstens alle Staaten der Friedenskoalition alles versucht, was in ihrer Macht lag. Dies kann entscheidend dabei helfen, den US-BÃ¼rgerInnen das Unsinnige und Verwerfliche einer weiteren KriegfÃ¼hrung klar zu machen. Ausserdem hÃ¤tte dann die WeltÃ¶ffentlichkeit Vertrauen zu den Staaten der Friedenskoalition gefasst (und diese zu sich selbst). Sobald danach die USA ihr katastrophales Scheitern einrÃ¤umen und Afghanistan (und Pakistan) verlassen, kÃ¶nnten die Staaten der Friedenskoalition gemeinsam alles tun, was fÃ¼r die Ãœberlebenden dann zu tun ist.</p>
<p>Es liegt jetzt in Eurer Hand, rechtzeitig die politischen Voraussetzungen fÃ¼r zukÃ¼nftige Verhandlungen aus einer derartigen Position der StÃ¤rke zu schaffen. Weist jede weitere Duldung des zum Scheitern verurteilten schwarzroten Stillhaltekurses eindeutig von Euch und stimmt mit &#8220;Nein&#8221;.</p>
<p>Dies ist zunÃ¤chst eine ausgezeichnete Gelegenheit, im Vorfeld allen potentiellen Koalitionspartnerinnen klarzumachen, worauf wir im nÃ¤chsten Koalitionsvertrag bestehen werden.</p>
<p>Vor allem aber rufen wir Euch auf, mit Eurer vereinten Stimmkraft der US-Regierung und der afghanischen Regierung diese unmissverstÃ¤ndliche Warnung zuzurufen. Sie schliesst gleichzeitig ein groÃŸzÃ¼giges Angebot an das afghanische Volk und unsere VerbÃ¼ndeten ein und erÃ¶ffnet einen schwierigen, aber realistischen Weg zum Frieden.</p>
<p>Stimmt Ihr mit &#8220;Nein&#8221;, kommt auf unsere Partei eine Riesenwelle von MissverstÃ¤ndnissen und absichtlichen Missdeutungen zu.</p>
<p>Fasst Euch ein Herz. Setzt Euch gegen Unterstellungen zur Wehr. Gemeinsam werden wir sie widerlegen.</p>
<p>Euer Nein heisst Nein &#8211; Nein ebenso zur Ratlosigkeit der KoalitionÃ¤re wie Nein zur Kopflosigkeit der Linksfraktion, Nein vor allem zur drohenden Vietnamisierung Afghanistans und Pakistans. Eure konsequente Ablehnung der Kriegseskalation ist die notwendige Vorbereitung auf den friedensstiftenden Strategiewechsel.</p>
<div>
<div></div>
</div>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=459&amp;md5=be4018ae0686d39f094e994f3713885c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung zur namentlichen Abstimmung des EU-Vertrages am 24.4.08 im Deutschen Bundestag</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2008/04/24/personliche-erklarung-zur-namentlichen-abstimmung-des-eu-vertrages-am-24408-im-deutschen-bundestag/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 02:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Abstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[StrÃ¶bele]]></category>
		<category><![CDATA[Verfassung]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolfgang Strengmann-Kuhn, Sylvia Kotting-Uhl, Ute Koczy, Hans-Josef Fell, Peter Hettlich, Harald Terpe, Monika Lazar und Thilo Hoppe:
PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung zur namentlichen Abstimmung des EU-Vertrages am 24.4.08 im Deutschen Bundestag
PDF-Datei
PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung von Hans Chistian StrÃ¶bele &#8211; PDF-Datei
- Zugestimmt haben alle GrÃ¼nen MdBs, mit Ausnahme von Toni Hofreiter (Enthaltung) -
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfgang Strengmann-Kuhn, Sylvia Kotting-Uhl, Ute Koczy, Hans-Josef Fell, Peter Hettlich, Harald Terpe, Monika Lazar und Thilo Hoppe:</p>
<p><strong>PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung zur namentlichen Abstimmung des EU-Vertrages am 24.4.08 im Deutschen Bundestag</strong></p>
<p><a href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/08/080424_eu-vertrag.html" target="_blank">PDF-Datei</a></p>
<hr /><strong>PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung von Hans Chistian StrÃ¶bele</strong> &#8211; <a href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/08/080424_stroebele_eu-vertrag.pdf" target="_blank">PDF-Datei</a></p>
<hr /><span style="color: #0000ff;"><strong>- Zugestimmt haben alle GrÃ¼nen MdBs, mit Ausnahme von Toni Hofreiter (Enthaltung) -</strong></span></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=271&amp;md5=b09b279e89cacfd383ca98a8ccf79a82" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Hans-Christian StrÃ¶bele zum Abstimmungsverhalten im Bundestag</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2007/10/31/hans-christian-strobele-zum-abstimmungsverhalten-im-bundestag/</link>
		<comments>http://www.gruene-linke.de/2007/10/31/hans-christian-strobele-zum-abstimmungsverhalten-im-bundestag/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Oct 2007 19:35:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Abstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>
		<category><![CDATA[StrÃ¶bele]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde.
Nach dem Beschluss des grÃ¼nen Parteitages in GÃ¶ttingen am 15.9. 2007, der die Aufforderung an die Mitglieder der grÃ¼nen Bundestagsfraktion enthÃ¤lt, bei Zusammenlegung der Abstimmung fÃ¼r ISAF und Tornados im Oktober dem Paket NICHT zuzustimmen, gibt es eine Diskussion in der Partei Ã¼ber die Verbindlichkeit solcher BeschlÃ¼sse fÃ¼r die Bundestagsabgeordneten. Die Argumente [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde.<br />
Nach dem Beschluss des grÃ¼nen Parteitages in GÃ¶ttingen am 15.9. 2007, der die Aufforderung an die Mitglieder der grÃ¼nen Bundestagsfraktion enthÃ¤lt, bei Zusammenlegung der Abstimmung fÃ¼r ISAF und Tornados im Oktober dem Paket NICHT zuzustimmen, gibt es eine Diskussion in der Partei Ã¼ber die Verbindlichkeit solcher BeschlÃ¼sse fÃ¼r die Bundestagsabgeordneten. Die Argumente sind in der Regel durchaus respektabel und zwar auf allen Seiten. Aber ein Argument trÃ¤gt nicht: â€žInsbesondere StrÃ¶bele hat sich in der Vergangenheit doch auch oft die Freiheit genommen, anders zu entscheidenâ€œ.<br />
<em>Ich habe gar nicht anders entschieden.</em></p>
<p><a href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/08/0710_abstimmungsverhalten_afghanistan_nein_stroebele.pdf">der vollstÃ¤ndige Brief als PDF-Datei</a></p>
<hr />
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=191&amp;md5=7bc9e7b4686ab0514b68fa236c87a4c4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>ErklÃ¤rung von Christian StrÃ¶bele: EU-Verfassungsvertrag</title>
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		<pubDate>Thu, 12 May 2005 03:12:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ErklÃ¤rung von Hans-Christian StrÃ¶bele zur Abstimmung Ã¼ber- ein Gesetz zu dem Vertrag vom 29. Oktober 2004 Ã¼ber eine Verfassung fÃ¼r Europa 15/4900; 15/4939; &#8211; ein Gesetz Ã¼ber die Ausweitung und StÃ¤rkung der Rechte des Bundestages und des Bundesrates in Angelegenheiten Gesetz zur Ausweitung der Mitwirkung 15/4925; &#8211; Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses fÃ¼r die Angelegenheiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="lead"><strong>ErklÃ¤rung von Hans-Christian StrÃ¶bele zur Abstimmung Ã¼ber- ein Gesetz zu dem Vertrag vom 29. Oktober 2004 Ã¼ber eine Verfassung fÃ¼r Europa 15/4900; 15/4939; &#8211; ein Gesetz Ã¼ber die Ausweitung und StÃ¤rkung der Rechte des Bundestages und des Bundesrates in Angelegenheiten Gesetz zur Ausweitung der Mitwirkung 15/4925; &#8211; Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses fÃ¼r die Angelegenheiten der EU.</strong></p>
<p>Ich will keinen Zweifel aufkommen zu lassen und betone deshalb: Auch ich halte die EuropÃ¤ische Union fÃ¼r unverzichtbar. Auch ich befÃ¼rworte den EuropÃ¤ischen Zusammenschluss und die EinfÃ¼hrung einer EU-Verfassung.</p>
<p>Aber die Kritik, wie sie aus der Friedensbewegung in Deutschland und der franzÃ¶sischen Linken an Teilen der EU-Verfassung geÃ¤uÃŸert wird, ist schwerwiegend und berechtigt. <span id="more-279"></span>Zu den Kritikpunkten gehÃ¶rt, dass die EU-Verfassung die Staaten Europas zur militÃ¤rischen AufrÃ¼stung verpflichte, militÃ¤rische Missionen ohne UN-Mandat zulasse und eine neoliberale Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung fÃ¼r Europa festschreibe.</p>
<p>Ich meine, eine EU-Verfassung sollte nicht verabschiedet werden, ohne dass die Mitwirkung des Bundestages bei der zukÃ¼nftigen Rechtssetzung in Europa umfassend und vollstÃ¤ndig durch ein Gesetz geregelt wird. So war es ursprÃ¼nglich vorgesehen. GesetzentwÃ¼rfe von Opposition und Regierung lagen vor, wenn sie auch noch unzulÃ¤nglich waren. Jetzt gibt es nur noch eine Beschlussempfehlung zum einen Teil eines solchen Begleitgesetzes, das der Bundestag bis Ende des Jahres verabschieden soll. Ich fÃ¼rchte, nach der Verabschiedung der EU-Verfassung wird der Druck nachlassen, ein ausreichendes Gesetz zu machen. Die demokratische Legitimation der zukÃ¼nftigen EU-Rechtssetzung, die nur die Parlamente der Mitgliedsstaaten schaffen kÃ¶nnen, solange und soweit die Befugnisse des EuropÃ¤ischen Parlaments noch nicht ausreichend sind, droht, auf der Strecke zu bleiben.</p>
<p>Ich bedauere, dass in Deutschland keine Volksabstimmung Ã¼ber die Verfassung und keine ausfÃ¼hrliche Debatte in der BevÃ¶lkerung wie in Frankreich stattfindet.</p>
<p>Die EU-Verfassung hat es nicht verdient und ist mir zu wichtig, als dass ich akzeptieren kann, dass Ã¼ber die Kritikpunkte nicht ausfÃ¼hrlich auch im Bundestag &#8211; im Plenum &#8211; geredet wird.</p>
<p>1. Ich halte es nicht fÃ¼r richtig, dass unter den Zielen der Verfassung eine Verpflichtung der Staaten genannt ist, &#8220;ihre militÃ¤rischen FÃ¤higkeiten zu verbessern&#8221; (Art. I &#8211; 41 Abs. 3). Der Satz kann als Pflicht zur AufrÃ¼stung verstanden werden. Dies insbesondere auch deshalb, weil in der Verfassung gleich danach die Einrichtung einer &#8220;EuropÃ¤ischen Verteidigungsagentur&#8221; folgt, deren Aufgabe es auch sein soll, &#8220;zur Ermittlung von MaÃŸnahmen zur StÃ¤rkung der industriellen und technologischen Basis des Verteidigungssektors beizutragen und diese MaÃŸnahmen durchzufÃ¼hren&#8221;. Einen ebenso ausfÃ¼hrlichen AbrÃ¼stungstext fÃ¼r Europa sucht man vergeblich in der EU-Verfassung.</p>
<p>2. AuÃŸerdem kann die EU militÃ¤rische Missionen einschlieÃŸlich KampfeinsÃ¤tzen in DrittlÃ¤ndern &#8220;in Ãœbereinstimmung mit GrundsÃ¤tzen der Charta der Vereinten Nationen&#8221; durchfÃ¼hren. Es gibt aber in der Verfassung keine ausdrÃ¼ckliche Festlegung, dass solche Missionen nur mit einem Mandat der UN zulÃ¤ssig sind.</p>
<p>3. In die EU-Verfassung wurde eine &#8220;Charta der Grundrechte&#8221; aufgenommen. Diese enthÃ¤lt als Grundrecht die &#8220;unternehmerische Freiheit&#8221; und das Eigentumsrecht, aber ohne soziale Verpflichtung, und es fehlt auch die Sozialstaatsklausel des Grundgesetzes. Der Eindruck der einseitigen Ausrichtung auf die BedÃ¼rfnisse der kapitalistischen Wirtschaft wird verstÃ¤rkt durch die Festschreibung des &#8220;Grundsatzes einer offenen Markwirtschaft mit freiem Wettbewerb&#8221; und des &#8220;Vorranges der PreisstabilitÃ¤t&#8221;. So weit, so schlecht.</p>
<p>Aber ich Ã¼bersehe auch nicht: Die EU-Verfassung enthÃ¤lt keine Sozialstaatsklausel, fordert aber die Einhaltung sozialer Grundrechte weit mehr und konkreter als das Grundgesetz. Sie benennt als Ziel &#8220;soziale Markwirtschaft&#8221;, die FÃ¶rderung von &#8220;sozialer Gerechtigkeit&#8221; und &#8220;sozialem Schutz&#8221; und die Verbesserung der &#8220;Lebens- und Arbeitsbedingungen.&#8221; Sie lÃ¤sst die EinschrÃ¤nkung und den Entzug des Eigentums im Ã¶ffentlichen Interesse zu und eine gesetzliche Regelung zu dessen Nutzung &#8220;fÃ¼r das Wohl der Allgemeinheit&#8221;. Sie zÃ¤hlt zu den Aufgaben der gemeinsamen Sicherheitspolitik mit zivilen und militÃ¤rischen Mitteln gleichwertig nebeneinander auch &#8220;AbrÃ¼stungsmaÃŸnahmen&#8221;, &#8220;humanitÃ¤re&#8221; und &#8220;RettungseinsÃ¤tze&#8221; und die &#8220;KonfliktverhÃ¼tung und Erhaltung des Friedens&#8221;.</p>
<p>Und was wÃ¤re die Folge, wenn die EU-Verfassung nicht die notwendige Zustimmung findet?</p>
<ul>
<li> Dann gelten die EU-VertrÃ¤ge von Maastricht bis Nizza fort. Sie sind nicht besser, sondern dramatisch schlechter als der EU-Verfassungsvertrag. Sie enthalten keine Grundrechtscharta und weit geringere Rechte fÃ¼r das EuropÃ¤ische Parlament. MilitÃ¤rische AufrÃ¼stung und gemeinsame MilitÃ¤reinsÃ¤tze der EU-Staaten wÃ¤ren mÃ¶glich, wie sie ja auch jetzt schon stattfinden und darÃ¼ber hinaus sogar die Beteiligung einzelner EU-Staaten an Angriffskriegen ohne UN-Mandat.</li>
<li> Dann ist das nicht das Ende der EU oder der Verfassungsgebung, aber die Chancen zur Vereinbarung einer besseren Verfassung sind nicht besser, sondern schlechter. Den Verbesserungen mÃ¼ssten jetzt nicht 15, sondern 25 Regierungen der EU zustimmen, und zwar einstimmig &#8211; auch der Streichung der &#8220;unternehmerischen Freiheit&#8221;. Verschlechterungen etwa in den umstrittenen Bereichen des Datenschutzes oder der Nichtdiskriminierung wÃ¤ren nicht unwahrscheinlich.</li>
<li> Dann gilt das Grundgesetz. Auch dieses garantiert mit der Berufsfreiheit die unternehmerische Freiheit. Das Grundgesetz erklÃ¤rt die allgemeinen Regeln des VÃ¶lkerrechts zum Bestandteil des Bundesrechts, aber benennt auch nicht das UN-Mandat als Voraussetzung eines Bundeswehrkampfeinsatzes.</li>
</ul>
<p>FÃ¼r meine Entscheidung ist ausschlaggebend: Ich habe eine Stellungnahme des wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages eingeholt. Danach bedarf ein EU-Beschluss Ã¼ber den Einsatz von StreitkrÃ¤ften nicht nur der Zustimmung aller nationaler Regierungen im Rat, sondern fÃ¼r dessen Umsetzung gilt in Deutschland auch der Parlamentsvorbehalt. Eine Regierung kann also einen solchen Beschluss verhindern &#8211; und der Deutsche Bundestag nach wie vor den Einsatz der Bundeswehr in einer Mission mit Kampfeinsatz.</p>
<p>Ich lehne also den EU-Verfassungsvertrag nicht ab.</p>
<hr />Die ErklÃ¤rung auf seiner <a href="http://www.stroebele-online.de/show/71348.html" target="_blank">Homepage</a></p>
<hr />
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=279&amp;md5=587f8fea14dfa1ad4d00917842487918" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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