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	<title>GrÃ¼ne Linke » Afghanistanmandat</title>
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	<description>sozial, Ã¶kologisch, basisdemokratisch, gewaltfrei</description>
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		<title>Hans Christian StrÃ¶bele: PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandats fÃ¼r die Bundeswehr</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 18:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hans-Christian StrÃ¶bele]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Antrag der Bundesregierung lehne ich ab. Ich bin dagegen, dass die Bundeswehr sich ein weiteres Jahr an diesem grausamen Krieg in Afghanistan beteiligt.
Das neue Mandat gilt formal nur fÃ¼r ein Jahr, enthÃ¤lt aber faktisch eine VerlÃ¤ngerung des Bundeswehreinsatzes um mindestens drei Jahre. Bis Ende 2014 soll der Krieg so weiter gefÃ¼hrt werden wie bisher, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Den Antrag der Bundesregierung lehne ich ab. Ich bin dagegen, dass die Bundeswehr sich ein weiteres Jahr an diesem grausamen Krieg in Afghanistan beteiligt.</p>
<p><span id="more-2425"></span>Das neue Mandat gilt formal nur fÃ¼r ein Jahr, enthÃ¤lt aber faktisch eine VerlÃ¤ngerung des Bundeswehreinsatzes um mindestens drei Jahre. Bis Ende 2014 soll der Krieg so weiter gefÃ¼hrt werden wie bisher, nur mit weniger Soldaten. Es werden Tausende weitere Menschen getÃ¶tet und noch viele mehr verwundet durch AnschlÃ¤ge und Angriffe der AufstÃ¤ndischen und durch offensive Operationen der Interventions-StreitkrÃ¤fte. Das &#8220;Partnering&#8221; der Bundeswehr wird fortgesetzt wie bisher, das heiÃŸt auch Spezialkommandos aus afghanischen und deutschen StreitkrÃ¤ften fÃ¼hren weiter unter deutscher FÃ¼hrung gezielte Operationen gegen tatsÃ¤chliche oder vermeintliche AufstÃ¤ndische durch. Gezielte TÃ¶tungen von Taliban, die aufgrund oft dubioser und unÃ¼berprÃ¼fbarer Informationen auf Todeslisten gelistet wurden, werden unvermindert von Spezialeinheiten und mittels bewaffneter Drohnen fortgesetzt. Allein in drei Monaten zu Beginn des letzten Jahres fanden Ã¼ber 1400 solcher extralegaler Hinrichtungen statt. Dabei wurden viele Hundert Menschen getÃ¶tet, darunter auch viele an dem Krieg Unbeteiligte und zu Unrecht Denunzierte. Wenn die Bundesregierung auch behauptet, die Bundeswehr beteilige sich nicht an solchen TÃ¶tungen, dann konnte sie doch nicht ausschlieÃŸen, dass Personen, die sie fÃ¼r &#8220;capture or kill&#8221;-Listen benennt, dann doch von Drohnen oder Spezialkommandos alliierter StreitkrÃ¤fte gejagt und getÃ¶tet werden. Durch diese KriegfÃ¼hrung wird immer neuer Hass und neue Gewalt geschÃ¼rt. Es wird weiter vermehrt SprengstoffanschlÃ¤ge und Angriffe auf die Bundeswehr und die VerbÃ¼ndeten geben.</p>
<p>Vor allem aber werden sÃ¤mtliche BemÃ¼hungen um Verhandlungen und Waffenstillstand erheblich erschwert und gar unmÃ¶glich gemacht. Wenn man die, mit denen verhandelt werden soll, auf Todeslisten setzt, jagt und tÃ¶tet, werden ernsthafte GesprÃ¤che hintertrieben. Vier mit Raketen bewaffnete Killerdrohnen werden in diesem Monat neu in Masar-i-Sharif im Verantwortungsbereich der Bundeswehr stationiert.</p>
<p>Es heiÃŸt, die VerlÃ¤ngerung des Krieges sei notwendig und richtig, weil bis Ende 2014 so viel Sicherheit in Afghanistan geschaffen werden kÃ¶nne, dass die afghanischen SicherheitskrÃ¤fte ohne Hilfe die BÃ¼rgerinnen und BÃ¼rger schÃ¼tzen und eine friedliche Entwicklung garantieren kÃ¶nnen. Solche Hoffnungen und Erwartungen sind unbegrÃ¼ndet. Die Entwicklung der Sicherheit im Land in den letzten fÃ¼nf Jahren spricht eher dagegen. Jahr fÃ¼r Jahr wurde die Sicherheitslage dramatisch schlechter trotz des Einsatzes von immer mehr Soldaten und immer schwererer Waffen. Afghanistan war fÃ¼r die BevÃ¶lkerung seit Beginn des Einsatzes internationaler StreitkrÃ¤fte noch nie so unsicher wie heute. Alles spricht dafÃ¼r, dass die Lage sich in den nÃ¤chsten Jahren eher weiter verschlechtert, als dass sie besser oder gar gut wird.</p>
<p>Weiter Krieg zu fÃ¼hren ist der falsche Weg. Es gibt Alternativen. Auf meiner Afghanistanreise vor vier Monaten, habe ich erfahren, Verhandlungen und Waffenstillstand mit den AufstÃ¤ndischen &#8211; auch den Taliban &#8211; sind mÃ¶glich. Es gab schon Angebote fÃ¼r Waffenstillstand in einzelnen Regionen, auch fÃ¼r den Verantwortungsbereich der Bundeswehr im Norden. Anstatt weiter auf Krieg zu setzen, muss jede Chance fÃ¼r Verhandlungen genutzt werden. Solche Chancen werden aber durch das Weiter-So und die VerlÃ¤ngerung des Kriegsmandats fÃ¼r die Bundeswehr nicht genutzt, sondern zunichte gemacht.</p>
<p style="text-align: right;">Quelle: <a href="http://www.stroebele-online.de/show/5489102.html" target="_blank">Homepage von Hans Christian StrÃ¶bele</a></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2425&amp;md5=3d87f468400d24855b93e98105e46f40" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>13 MdBs: PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandats fÃ¼r die Bundeswehr</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2012/01/26/etliche-mdbs-personliche-erklarung-zur-verlangerung-des-isaf-mandats-fur-die-bundeswehr/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 17:35:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
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		<description><![CDATA[PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung nach Â§ 31 der GeschÃ¤ftsordnung des Deutschen Bundestages zur namentlichen Abstimmung Ã¼ber den Antrag der Bundesregierung auf Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz der Internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) und folgender Resolutionen, zuletzt Resolution 2011 (2011) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung nach Â§ 31 der GeschÃ¤ftsordnung des Deutschen Bundestages zur namentlichen Abstimmung Ã¼ber den Antrag der Bundesregierung auf Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz der Internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) und folgender Resolutionen, zuletzt Resolution 2011 (2011) vom 12. Oktober 2011 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (BT-DRS: 17/8166)</p>
<p><strong>PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung der Abgeordneten Agnes Brugger, Beate MÃ¼ller-Gemmeke, Uwe Kekeritz, Maria Klein-Schmeink, Ulrich Schneider, Agnes Krumwiede, Dorothea Steiner, Katja DÃ¶rner, Sven-Christian Kindler, Monika Lazar, Sylvia Kotting-Uhl, Dr. Anton Hofreiter, Lisa Paus</strong></p>
<p><a href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2012/01/2012-01-26_PE_Afghanistaneinsatz.pdf" target="_blank">die persÃ¶nliche ErklÃ¤rung als PDF-Datei&#8230;</a></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2418&amp;md5=f2ea968993f1ce25f1ec7b42b79414b4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ute Koczy und Wolfgang Strengmann-Kuhn: PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandats fÃ¼r die Bundeswehr</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2012/01/26/ute-koczy-und-wolfgang-strengmann-kuhn-personliche-erklarung-zur-verlangerung-des-isaf-mandats-fur-die-bundeswehr/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 17:29:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistanmandat]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Ute Koczy]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Strengmann-Kuhn]]></category>

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		<description><![CDATA[nach Â§ 31 der GeschÃ¤ftsordnung des Deutschen Bundestages zur namentlichen Abstimmung Ã¼ber den Antrag der Bundesregierung auf Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz der Internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) und folgender Resolutionen, zuletzt Resolution 2011 (2011) vom 12. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>nach Â§ 31 der GeschÃ¤ftsordnung des Deutschen Bundestages zur namentlichen Abstimmung Ã¼ber den Antrag der Bundesregierung auf Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz der Internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) und folgender Resolutionen, zuletzt Resolution 2011 (2011) vom 12. Oktober 2011 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (BT-DRS: 17/8166)</p>
<p>Erneut stimmen wir Ã¼ber das Mandat zur Entsendung von deutschen Soldatinnen und Soldaten nach Afghanistan ab. Die komplexe Situation in diesem Land und die Probleme bei der EinschÃ¤tzung der Lage geben weiterhin Anlass zu vielen Fragen und erschweren die Entscheidung enorm. Wir schicken voraus, dass unser Dank und unsere WertschÃ¤tzung denjenigen gelten, die als Soldatinnen und Soldaten, als zivile Helferinnen und Helfer in Verbindung mit ihren FamilienangehÃ¶rigen Aufgaben in Afghanistan erfÃ¼llen. Dieses Mandat in Afghanistan fordert mitunter den hÃ¶chsten Einsatz und das darf nie vergessen werden. Auch angesichts dieser Verantwortung ringen wir um die richtige Entscheidung.</p>
<p><span id="more-2416"></span>In der AbwÃ¤gung unserer Argumente sind wir zu einer Ablehnung des Mandates gekommen und mÃ¶chten diese mit der vorliegenden ErklÃ¤rung begrÃ¼nden.</p>
<p>Unsere Ablehnung ist auf keinen Fall mit der Forderung nach einem Sofortabzug gleichzusetzen. Einen Sofortabzug weisen wir deutlich zurÃ¼ck, da dies die Situation in Afghanistan in unverantwortbarer Weise destabilisieren wÃ¼rde. Dieses Mandat fÃ¼r 2012 wird unter anderen Vorzeichen als die bisherigen beschlossen. Denn erstmals soll das deutsche militÃ¤rische Engagement &#8211; wenn auch nur in geringem MaÃŸe &#8211; zurÃ¼ckgefÃ¼hrt werden. Die Zeichen stehen auf Abzug bis 2014 und bis dahin soll das Notwendige geleistet werden, um einen geordneten Ãœbergabeprozess an die afghanische Regierung zu ermÃ¶glichen. Aber weiterhin folgt dieses Mandat nicht dem Primat &#8220;Zivil vor MilitÃ¤r&#8221;. Die Strategie der offensiven AufstandsbekÃ¤mpfung und der gezielten TÃ¶tungen wird fortgesetzt. Dies halten wir fÃ¼r falsch, weil es zur Gewalteskalation beitrÃ¤gt und kontraproduktiv fÃ¼r die Erreichung des Ziels einer Stabilisierung von Afghanistan ist. So ist die Sicherheitslage in Afghanistan weiterhin besorgniserregend und eine Trendwende nicht absehbar. Im Gegenteil, die Sicherheitslage hat sich insbesondere fÃ¼r die BevÃ¶lkerung in groÃŸen Teilen des Landes verschlechtert. Daher Ã¼berzeugt die Bewertung der Bundesregierung im aktuellen Fortschrittsbericht nicht. Die Zahl der zivilen Opfer hat sich laut der Beobachtermission der Vereinten Nationen in Afghanistan 2011 im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um fast 15 Prozent erhÃ¶ht. Auch deshalb schwindet das Vertrauen in die ISAF-Truppen. Die Dominanz des MilitÃ¤rischen wird begleitet vom weitgehenden Fehlen einer am tatsÃ¤chlichen Bedarf orientierten zivilen und entwicklungspolitischen Aufbaustrategie, die in Abstimmung mit den afghanischen und internationalen Partnerinnen und Partnern ausgearbeitet werden mÃ¼sste. Einer fundierten, selbstkritischen Aufarbeitung des bisher Geleisteten verweigert sich die Bundesregierung bis heute, so dass eine systematische Grundlage fÃ¼r die Beurteilung von Erfolgen und Misserfolgen insbesondere im entwicklungspolitischen Aufbauprozess fehlen. Uns ist bewusst, dass Afghanistan noch lange auf solch eine UnterstÃ¼tzung angewiesen ist.</p>
<p>Gerade deshalb ist eine fundierte Diskussion der bestmÃ¶glichen MaÃŸnahmen unerlÃ¤sslich und dringend geboten, genauso wie die Bereitschaft der Bundesregierung, sich dem Ã¶ffentlichen Diskurs Ã¼ber die Situation in Afghanistan zu stellen. Diese vermissen wir. So wichtig die Ausrichtung und die konstruktive Begleitung der internationalen Konferenzen zu Afghanistan ist, so gilt: Wenn diese Debatten nicht in die deutsche Ã–ffentlichkeit getragen werden, wird der Abkehr an Interesse und Bereitschaft, sich fÃ¼r dieses faszinierende Land einzusetzen, Vorschub geleistet. Wir kritisieren das Fehlen einer Agenda fÃ¼r den entwicklungspolitischen Aufbau bis 2014 und danach sowie das Fehlen eines Stufenplans, wie der militÃ¤rische Abzug funktionieren kann, ohne dass in Afghanistan ein erneuter BÃ¼rgerkrieg ausbricht.</p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2416&amp;md5=06555327898dcfa19e4a46e45194f722" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Memet Kilic: PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandats fÃ¼r die Bundeswehr</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2012/01/26/memet-kilic-personliche-erklarung-zur-verlangerung-des-isaf-mandats-fur-die-bundeswehr/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 15:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung des Abgeordneten Memet Kilic
zur Abstimmung Ã¼ber den Antrag der Bundesregierung (17/8166) zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandats fÃ¼r die Bundeswehr, Top 7 am 26.01.2012:
Im Jahre 2001 habe ich in Rostock bei der Bundesdelegiertenkonferenz von BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN mit einer Rede den Einsatz in Afghanistan voller Ãœberzeugung befÃ¼rwortet. Das schien mir damals notwendig und geeignet, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><strong>PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung des Abgeordneten Memet Kilic</strong></p>
<p><strong>zur Abstimmung Ã¼ber den Antrag der Bundesregierung (17/8166) zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandats fÃ¼r die Bundeswehr, Top 7 am 26.01.2012:</strong></p>
<p>Im Jahre 2001 habe ich in Rostock bei der Bundesdelegiertenkonferenz von BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN mit einer Rede den Einsatz in Afghanistan voller Ãœberzeugung befÃ¼rwortet. Das schien mir damals notwendig und geeignet, um den Terror der Taliban gegenÃ¼ber der afghanischen BevÃ¶lkerung und dem Rest der Welt zu beenden. Leider wurde ich durch die Entwicklungen in den Jahren danach eines Besseren belehrt: Die US-Regierung forderte von Deutschland immer mehr militÃ¤rischen Einsatz. Die Bundesrepublik Deutschland wurde langsam, aber sicher immer stÃ¤rker in eine kriegerische Auseinandersetzung hineingezogen. RegelmÃ¤ÃŸig beteiligt sich die Bundeswehr seitdem mit schweren Waffen an den KÃ¤mpfen. Unser Land hat dadurch an diplomatischer StÃ¤rke und GlaubwÃ¼rdigkeit in der zivilen BevÃ¶lkerung verloren.</p>
<p><span id="more-2413"></span>Angesichts der getÃ¶teten Soldaten und Zivilisten ist die Aussage, die Bundeswehr wÃ¼rde nur â€žSozialarbeitâ€œ leisten, seit langem Ã¼berholt. Die militÃ¤rische Strategie geht viel eher in die Richtung, die Taliban militÃ¤risch noch so weit wie mÃ¶glich zu schwÃ¤chen, um die eigene Verhandlungsposition zu verbessern, bevor man ihnen wieder die Kontrolle Ã¼ber Afghanistan Ã¼berlÃ¤sst.</p>
<p>Diese falsche Strategie hat unser Land in eine kriegerische Auseinandersetzung hineingezogen und diese Politik wird von der aktuellen Regierung fortgesetzt. Diese Fortsetzung der militÃ¤rischen Eskalation ist aber keine LÃ¶sung fÃ¼r die afghanische BevÃ¶lkerung und trÃ¤gt auch nicht zur Sicherheit Deutschlands und der Welt bei. Die Bundesrepublik wird nicht am Hindukusch verteidigt, unsere Sicherheit geht dort verloren.</p>
<p>Wir GrÃ¼nen fordern seit langem einen erheblichen Strategiewechsel. Wir mÃ¼ssen raus aus der Spirale der Gewalt! Wir gehen mit Frieden, Sicherheit und Menschenleben nicht leichtfertig und populistisch um.</p>
<p>Die GrÃ¼ne Bundestagsfraktion hat einen EntschlieÃŸungsantrag vorgelegt, mit dem sie einen konkreten Abzugsplan fordert. Dieser hat meine volle UnterstÃ¼tzung. Das vorgelegte Mandat der Bundesregierung hat keine Perspektive und erfÃ¼llt keinen sinnvollen Zweck, daher werde ich es ablehnen.</p>
<p style="text-align: right;"><a href="http://www.memet-kilic-gruene.de/themen/details/art/persoenliche-erklaerung-zur-verlaengerung-des-isaf-mandats-fuer-die-bundeswehr.html" target="_blank">Link zum Artikel auf der Homepage von Memet Kilic&#8230;</a></p>
</div>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=2413&amp;md5=a2aae62994809a8e8730febd6fa75374" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Christian StÃ¶bele: Position zum Krieg in Afghanistan,</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2010/02/24/christian-stobele-position-zum-krieg-in-afghanistan/</link>
		<comments>http://www.gruene-linke.de/2010/02/24/christian-stobele-position-zum-krieg-in-afghanistan/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 11:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Personen]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistanmandat]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Christian StrÃ¶bele]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; zum Aufbau und zu der â€žneuen Strategie&#8221; von NATO und Bundesregierung
Schlechte Sicherheitslage
Der Krieg in Afghanistan dauert inzwischen mehr als 8 Jahre. Die Sicherheitslage wird auch im Norden, wo die Bundeswehr die Verantwortung trÃ¤gt, von Jahr zu Jahr schlechter, obwohl die StÃ¤rke der deutschen ISAF-Truppe inzwischen mehr als verzehnfacht wurde. Die auslÃ¤ndischen Soldaten kÃ¶nnen den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1>&#8230; zum Aufbau und zu der â€žneuen Strategie&#8221; von NATO und Bundesregierung</h1>
<h3>Schlechte Sicherheitslage</h3>
<p>Der Krieg in Afghanistan dauert inzwischen mehr als 8 Jahre. Die Sicherheitslage wird auch im Norden, wo die Bundeswehr die Verantwortung trÃ¤gt, von Jahr zu Jahr schlechter, obwohl die StÃ¤rke der deutschen ISAF-Truppe inzwischen mehr als verzehnfacht wurde. Die auslÃ¤ndischen Soldaten kÃ¶nnen den Schutz der Zivilbe-vÃ¶lkerung immer weniger gewÃ¤hrleisten. Sie sind Ã¼berwiegend damit beschÃ¤ftigt, sich selbst zu schÃ¼tzen. Die Soldaten der Bundeswehr dÃ¼rfen die Betonfestungen fast nur noch schwer bewaffnet und in Konvois in Panzerfahrzeugen verlassen. Normaler Kontakt zur BevÃ¶lkerung ist kaum mÃ¶glich. Ein besonderes ISAF-Mandat, das die Anwendung militÃ¤rischer Gewalt stark einschrÃ¤nkte, gibt es faktisch nicht mehr. OEF-Mandat und ISAF-Mandat sind in der Praxis identisch. Derselbe General ist der Kommandeur fÃ¼r beide Mandate. Ohne RÃ¼cksicht auf das jeweilige Mandat werden die Soldaten eingesetzt, auch die der Bundeswehr. Folglich war auch die offensive Bombardierung von zwei Tanklastwagen und einer Menschenmenge am 4.9.2009 ein Einsatz von deutschen Soldaten mit ISAF-Mandat.</p>
<h3><span id="more-1337"></span>Erfolge</h3>
<p>Es gibt Verbesserungen etwa im Bereich des zivilen Aufbaus durch den Bau von StraÃŸen, Wasserkraftwerken, Brunnen und Schulen. So hat die Millionenstadt Kabul jetzt wieder nahezu durchgehend elektrische Stromversorgung und in weiten Teilen Wasserversorgung. Die medizinische Versorgung ist besser. Viel mehr Kinder und vor allem auch MÃ¤dchen besuchen die Schule. Gleiche Rechte fÃ¼r Frauen sind von der Verfassung anerkannt. In den StÃ¤dten gibt es viele Beispiele fÃ¼r eine Praxis der Gleichstellung. Dies wird von der BevÃ¶lkerung auch begrÃ¼ÃŸt.</p>
<h3>Afghanische Kritik</h3>
<p>Aber die BevÃ¶lkerung kritisiert auch viele konkrete VersÃ¤umnisse, etwa</p>
<ul>
<li> dass in Kabul der Bau einer Abwasserkanalisation nicht einmal begonnen und eine wichtige BrÃ¼cke nahe Kunduz bis heute nicht gebaut wurde. dass Schulunterricht hÃ¤ufig ausfÃ¤llt, weil LehrerInnen nicht bezahlt werden; zudem fehlt es an gutausgebildeten LehrerInnen sowie an einer grundlegenden Ausstattung der Schulen (BÃ¼cher, Tafeln, Stifte und Papier);dass die groÃŸen Summen an internationalen Hilfsgeldern bei grossen Teilen der BevÃ¶lkerung kaum ankommen;</li>
<li> dass die zentralistische Ã¶ffentliche Verwaltung ohne Schmiergelder meist nicht funktioniert; Korruption und fehlende Transparenz haben die SchwÃ¤che der staatlichen Strukturen weiter verschÃ¤rft;</li>
<li> dass korrupte Politiker weiter im Parlament sitzen, Minister und Gouverneure sind hÃ¤ufig dringend verdÃ¤chtig der Beteiligung an Kriegsverbrechen;</li>
<li> dass die Regierung Karzai Ã¼ber Re-Integration und VersÃ¶hnung mit diversen â€žAufstÃ¤ndischen&#8221; verhandelt ohne das Parlament (Loya Jirga) zu informieren, geschweige denn mit einzubeziehen;</li>
<li>Eine umfassende Evaluierung Ã¼ber die Wirksamkeit und den Verbleib von Hilfsgeldern aus Deutschland fehlt bisher.</li>
</ul>
<h3>Mangelhafter Polizeiaufbau</h3>
<p>Der Aufbau einer zivilen Polizei ist unzureichend. Es fehlt an Ausbildern aus Europa und Deutschland und an einem geeigneten Konzept. Angesichts der Zahl von 70 % Analphabeten bei den Polizeibewerbern und des Fehlens anderer Vorbildung reichen acht Wochen Ausbildungszeit nicht aus. Vor allem ist der Einsatz von Polizisten nach der Ausbildung hÃ¤ufig vÃ¶llig ungenÃ¼gend ausgestaltet. Viele Polizisten werden in Provinzen fern ihrer Familien im SÃ¼den oder Osten eingesetzt, sie werden hÃ¤ufig nicht ausreichend bezahlt und mÃ¼ssen von den monatlichen Einkommen aus Gehalt und illegalen Einnahmen meist einen Anteil an Vorgesetzte abfÃ¼hren. So liegt der â€žSchwund&#8221; bei bis zu 30 Prozent. Ausgebildete Polizisten, wechseln zu privaten Sicherheitsfirmen, zu AufstÃ¤ndischen, auch zu Taliban, wo sie mehr verdienen.</p>
<h3>Die neuen Abzugs- und VerhandlungsÃ¼berlegungen</h3>
<p>Inzwischen Ã¼berbieten sich NATO, Bundesregierung, Union, SPD und FDP mit Forderungen, ein â€žWeiter so&#8221; dÃ¼rfe es nicht geben, wie Die GrÃ¼nen s in den vergangenen Jahren immer wieder formuliert hatten Sie reden von â€žExit&#8221;<br />
und vom Abzug der internationalen Truppen und der Bundeswehr. Sie kÃ¼ndigen Exit-PlÃ¤ne und Abzugsperspektiven an. Ganz â€žMutige&#8221; nennen sogar konkrete AbzugszeitrÃ¤ume.<br />
Und sie sprechen sich aus fÃ¼r Verhandlungen mit allen AufstÃ¤ndischen, auch mit Hekmatyar und den TalibanfÃ¼hrern, sogar mit Mullah Omar. Vor zwei Jahren waren â€žExit&#8221; und â€žAbzug&#8221; noch Tabuworte und der damalige SPD-Chef Kurt Beck musste fÃ¼r seine Forderungen nach der Aufnahme von Verhandlungen noch mÃ¤chtig PrÃ¼gel einstecken, auch von vielen Genossen, die heute so tun, als hÃ¤tten sie immer schon das Richtige gewollt.<br />
Die Bundesregierung will angeblich Verhandlungen unterstÃ¼tzen und das sogar mit 50 Millionen Euro einen Fonds, aus dem Taliban-Aussteiger bezahlt werden, um die Verhandlungsbereitschaft zu fÃ¶rdern.<br />
Die neuen Ãœberlegungen gehen grundsÃ¤tzlich in die richtige Richtung. Sie sind aber nicht das Ergebnis besserer und gelÃ¤uterter Einsicht, sondern die Umsetzung der Vorgaben des neuen US-PrÃ¤sidenten. Etwas mehr frÃ¼he Einsicht und Mut hÃ¤tten schon lange zu einer Beendigung des Krieges beitragen kÃ¶nnen.</p>
<h3>Neue Strategie unglaubwÃ¼rdig</h3>
<p>Teile der â€žneuen Strategie&#8221;  Ã¼bernehmen Forderungen der GrÃ¼nen seit dem GÃ¶ttinger Sonderparteitag von 2007. Trotzdem ist eine Zustimmung zum Antrag der Bundesregierung nicht richtig.<br />
Die grÃ¶ÃŸte TruppenerhÃ¶hung des Afghanistankrieges und die VerschÃ¤rfung der verhÃ¤ngnisvollen Offensivstrategie mit Bombardierungen zur Vernichtung der AufstÃ¤ndischen begrÃ¼nden Zweifel daran, ob Verhandlungen und die verkÃ¼ndete Exit-Strategie ernsthaft gewollt sind und Erfolg haben kÃ¶nnen. Erfolgen steht entgegen, dass parallel zu Ãœberlegungen Ã¼ber Verhandlungen und Abzug unversÃ¶hnlich und noch intensiver als bisher unter Einsatz aller militÃ¤rischen Mitteln trotz weiterer ziviler Opfer versucht wird, dieAufstÃ¤ndischen auszuschalten, lebendig oder tot &#8211; egal ob mit OEF- oder ISAF-Mandat. Ein neues Mandat, das die offensive MilitÃ¤rstrategie nicht Ã¤ndert und fÃ¼r die Zukunft nicht ausschlieÃŸt, sondern den Krieg gar eskaliert, kann man nur ablehnen.</p>
<h3>Offensiver NATO-Krieg steht gegen Verhandlungen</h3>
<p>Das Neue der Strategie ist unglaubwÃ¼rdig, denn die verhÃ¤ngnisvolle Offensivstrategie unter Einsatz von Flugzeugen bzw. Drohnen mit Bomben und Raketen wird uneingeschrÃ¤nkt fortgesetzt und soll intensiviert werden.<br />
Forderungen nach und Bekenntnisse zu Verhandlungen und die Schaffung von Ausstiegsprogrammen werden begleitet von einer massiven Aufstockung der TruppenstÃ¤rke der Bundeswehr um fast 20 Prozent. Die US-TruppenstÃ¤rke wird sogar um mehr als 35 Prozent erhÃ¶ht.<br />
Die Behauptung, die Aufstockung der TruppenstÃ¤rke diene nur der Beruhigung der der Lage in allen Landesteilen, trifft nicht zu. Das ergibt sich aus den Aussagen der militÃ¤rischen FÃ¼hrung, aber vor allem aus der Praxis der KriegsfÃ¼hrung der letzten Monate. Damit wird der Krieg verschÃ¤rft, anstatt ihn einzuschrÃ¤nken oder zumindest fÃ¼r einige Zeit auszusetzen, um den Verhandlungen eine Chance zu geben. Mehr Soldaten und mehr MilitÃ¤rgerÃ¤t heiÃŸt deshalb konkret mehr Krieg, mehr getÃ¶tete und verletzte Menschen, mehr ZerstÃ¶rungen und mehr Hass. Jedes weitere Jahr werden tausende Menschen in diesem Krieg getÃ¶tet und verletzt.</p>
<p>Gerade auch im Norden, also im Verantwortungsbereich der Bundeswehr, werden US-Kampftruppen in einer StÃ¤rke eingesetzt werden, die erheblich grÃ¶ÃŸer ist als die der Bundeswehrsoldaten (ca. 5.000). Mit den zusÃ¤tzlichen US-Soldaten wird  die US-Einsatzstrategie des â€žCounter Insurgency&#8221; einschlieÃŸlich gezielter TÃ¶tungen in allen Provinzen  die militÃ¤rischen Operationen dominieren. Damit wird eine andere â€ždeutsche Strategie&#8221; konterkariert &#8211; es ist zu befÃ¼rchten, dass es 2010 mehr tote deutsche Soldaten geben wird.</p>
<p>Das angekÃ¼ndigte Verhandlungsangebot ist absolut unglaubwÃ¼rdig: einerseits Ã¼ber eine Beendigung des Krieges zu reden auch unter Einbeziehung der Taliban-AnfÃ¼hrer, und andererseits gleichzeitig dieselben Taliban-AnfÃ¼hrer, also die gewÃ¼nschten Verhandlungspartner, mit allen militÃ¤rischen Mitteln einer Weltmacht zu jagen, passt einfach nicht zusammen.<br />
General Mc Christal hat in einem Interview erklÃ¤rt, Mullah Omar mÃ¼sse sich vor Gericht verantworten oder getÃ¶tet werden. Die Ã¼brigen TalibanfÃ¼hrer sollen aus dem Verkehr gezogen oder getÃ¶tet werden.<br />
Das angebliche Verhandlungsangebot der neuen Strategie wird durch die drastische ErhÃ¶hung des MilitÃ¤rs, die militÃ¤rischen Drohungen und die Praxis der MilitÃ¤reinsÃ¤tze konterkariert. Jeglichen Beteuerungen Ã¼ber Verhandlungsbereitschaft wird zugleich die Grundlage entzogen.</p>
<p>Derselbe General hatte in seiner taktischen Direktive vom Juli letzten Jahres gefordert, â€ždie Kommandeure mÃ¼ssten abwÃ¤gen den Gewinn von â€žClose Air Supports&#8221; (CAS; also LuftschlÃ¤gen) gegen die Kosten der zivilen Opfer&#8221;.<br />
Auch zeigt die stÃ¤ndige Praxis der US-EinsÃ¤tze, dass die Offensivstrategie zur AufstandsbekÃ¤mpfung uneingeschrÃ¤nkt weitergeht und zwar in ganz Afghanistan und auch mit  zivilen Opfern.<br />
Anfang November 2001, also drei Monate nach Erlass der neuen Direktive, wurde im deutschen Verantwortungsbereich in Sichtweite der deutschen Soldaten nahe Kunduz fÃ¼nf Tage lang von afghanischen KrÃ¤ften und US-Einheiten ein Gebiet mit mehreren DÃ¶rfern abgeriegelt und aus der Luft bombardiert. Als stolzes Ergebnis wurde verkÃ¼ndet: 133 getÃ¶tete angebliche AufstÃ¤ndische.<br />
Seit dem 12. Februar 2010 gibt es die GroÃŸoffensive in Helmand, bei der gleich am zweiten Tag zwÃ¶lf Zivilisten in ihren HÃ¤usern von US-Raketen getÃ¶tet wurden. 29 AufstÃ¤ndische sind ebenfalls umgekommen. Zwei Tage spÃ¤ter sterben wieder fÃ¼nf Zivilisten.</p>
<h3>Deutsche KriegsfÃ¼hrung</h3>
<p>Deutsche Soldaten beteiligten sich an der tÃ¶dlichen Jagd auf AufstÃ¤ndische nicht nur am 4. September 2009. Auf deutschen Befehl wurden nahe Kunduz US-Bomben auf Tanklastwagen mit dem erklÃ¤rten Ziel der Vernichtung von Menschen geworfen. Sehenden Auges wurden Ã¼ber einhundert Menschen getÃ¶tet, darunter viele Zivilpersonen und Kinder.</p>
<p>Es war ein Einsatz, der vom ursprÃ¼nglichen ISAF-Mandat nicht gedeckt ist. Die gezielte Vernichtung von Menschen, selbst dann wenn sie fÃ¼r AufstÃ¤ndische gehalten werden, sieht das Mandat des Bundestages nicht vor. FÃ¼r ein solches Mandat hÃ¤tte es in den letzten Jahren keine Mehrheit gegeben. Das ISAF-Mandat berechtigt zum Einsatz von militÃ¤rischer Gewalt nur in Notsituationen zur Nothilfe oder Notwehr.</p>
<p>Die Bundesregierung weigert sich aber bis heute, verbindlich zu erklÃ¤ren, dass auch sie diesen Einsatz und Ã¼berhaupt EinsÃ¤tze mit dem Ziel der Vernichtung von Menschen ohne Notsituation vom Mandat als nicht gedeckt ansieht. Sie stellt gegenÃ¼ber der Truppe nichts klar.<br />
Weitere solche EinsÃ¤tze will die Bundesregierung also offensichtlich nicht ausschlieÃŸen. Weiter werden Bundesregierung und viele Abgeordnete sich auf das ISAF-Mandat stÃ¼tzen.<br />
Die ursprÃ¼ngliche EinschrÃ¤nkung der Befugnis zur Anwendung militÃ¤rischer Gewalt im ISAF-Mandat gibt es nicht mehr.. OEF-Mandat und das ISAF-Mandat werden beide genutzt zur offensiven AufstandsbekÃ¤mpfung mit all den verhÃ¤ngnisvollen Folgen.</p>
<p>AuÃŸerdem wissen wir seit dem 4. September 2009 von der Existenz der geheimen Sondereinheit der Bundeswehr TF 47 (Talk Force 47). Was diese tatsÃ¤chlich treibt, ist unklar. Es heiÃŸt, sie solle sich um Zielpersonen kÃ¼mmern. Die Bundesregierung gibt zum konkreten WIE bisher nicht viel Auskunft. Immerhin rÃ¤umt sie inzwischen ein,, dass ein Soldat der Sondereinheit an weiteren EinsÃ¤tzen beteiligt war, bei denen CAS (US-Bombenflugzeuge) von deutscher Seite angefordert wurden. Zumindest in einem weiteren Fall vom Juli 2009 mit dem Ergebnis, dass fÃ¼nf Menschen getÃ¶tet wurden. TF 47 ist offensichtlich Teil der offensiven Ausschaltung von AufstÃ¤ndischen, tot oder lebendig.</p>
<p>Ohne den von den GrÃ¼nen auf dem letzten Parteitag im Oktober 2009 geforderten â€žSchluss mit kontraproduktiven MilitÃ¤raktionen&#8221; kann es Deeskalation und aussichtsreiche Verhandlungen nicht geben. Die Beendigung des Krieges wird so leider nicht gefÃ¶rdert.<br />
Einem Mandat, das den Krieg verschÃ¤rft, Verhandlungen erschwert oder gar unmÃ¶glich macht und einer Abzugsperspektive entgegensteht, kann nicht zugestimmt werden.</p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=1337&amp;md5=0f5b2a2bd3757c6bc71640e4c2aac77a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>BAG Frieden fordert den RÃ¼cktritt des Fraktionsvorsitzenden Fritz Kuhn</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 03:44:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Partei]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistanmandat]]></category>
		<category><![CDATA[Fritz Kuhn]]></category>

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		<description><![CDATA[19.10.2008
Die BAG Frieden fordert Fritz Kuhn auf, den Fraktionsvorsitz nieder zu  legen.
BegrÃ¼ndung: 
Wir akzeptieren selbstverstÃ¤ndlich die Gewissensentscheidung der  Abgeordneten. Fritz Kuhn verstieÃŸ zum zweiten Mal in Folge mit seinem  Abstimmungsverhalten zur Beschlussvorlage der Bundesregierung bzgl. der  Afghanistan-Mandate gegen den GÃ¶ttinger Parteitagsbeschluss.
In seiner ErklÃ¤rung zum Abstimmungsverhalten in 2007 schreibt Kuhn:
&#8220;Ich respektiere den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right;">19.10.2008</p>
<h3>Die BAG Frieden fordert Fritz Kuhn auf, den Fraktionsvorsitz nieder zu  legen.</h3>
<p><span id="more-663"></span><strong>BegrÃ¼ndung: </strong><br />
Wir akzeptieren selbstverstÃ¤ndlich die Gewissensentscheidung der  Abgeordneten. Fritz Kuhn verstieÃŸ zum zweiten Mal in Folge mit seinem  Abstimmungsverhalten zur Beschlussvorlage der Bundesregierung bzgl. der  Afghanistan-Mandate gegen den GÃ¶ttinger Parteitagsbeschluss.<br />
In seiner ErklÃ¤rung zum Abstimmungsverhalten in 2007 schreibt Kuhn:<br />
<em>&#8220;Ich respektiere den Beschluss der Partei in GÃ¶ttingen. Es ist ja der  Beschluss meiner Partei. Ich erlÃ¤utere und erklÃ¤re ihn auch Ã¶ffentlich,  aber ich halte ihn inhaltlich nicht fÃ¼r richtig. Obwohl er sie nicht  expliziert formuliert und auch nicht intendiert, hat er die falsche  Botschaft â€žDie GrÃ¼nen verabschieden sich von Afghanistanâ€œ eher  verstÃ¤rkt.&#8221;</em> (Kuhn, Homepage, Fritz Kuhn &#8211; BegrÃ¼ndung fÃ¼r mein  Abstimmungsverhalten bei der ISAF-Abstimmung, 2007).</p>
<p>Der Fraktionsvorsitzende hat u.a. die wesentliche Aufgabe, die Politik  der Fraktion im Parlament umzusetzen. Wenn er jedoch BeschlÃ¼sse der  Partei (Sonderparteitag GÃ¶ttingen) &#8220;inhaltlich nicht fÃ¼r richtig hÃ¤lt&#8221;  und den Vorschlag der Fraktion (&#8220;sich zu enthalten&#8221;) nicht umsetzen will  oder kann, so reprÃ¤sentiert er nicht die Fraktionsmeinung und kann in  diesem wesentlichen Punkt â€“ der Friedenspolitik â€“ die Funktion des  Fraktionsvorsitzenden nicht erfÃ¼llen.</p>
<p>Kuhn berief sich 2007 in seiner ErklÃ¤rung zudem nicht auf eine  Gewissensentscheidung. Bis zur Stunde hat er die aktuelle Entscheidung  gegenÃ¼ber der Partei und den WÃ¤hlerinnen und WÃ¤hlern nicht begrÃ¼ndet.  Dies lÃ¤sst auf eine tiefgreifende Differenz zur Beschlusslage der Partei  schlieÃŸen. Dabei haben seit &#8220;GÃ¶ttingen&#8221; die Argumente fÃ¼r ein &#8220;Nein&#8221;  zugenommen, auch wurden alle GRÃœNEN AntrÃ¤ge im Bundestag von den  Regierungsparteien abgelehnt.</p>
<p>Frankfurt am Main, den 19.10.2008<br />
Einstimmig angenommen bei 3 Enthaltungen</p>
<p><a href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/10/kuhn_final.pdf">als PDF-Datei&#8230;</a></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=663&amp;md5=f85901a1339199c1df125cefff77c959" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Rede von Kerstin MÃ¼ller (MdB) im Bundestag zur MandatsverlÃ¤ngerung in Afghanistan</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2008/10/07/rede-von-kerstin-muller-mdb-im-bundestag-zur-mandatsverlangerung-in-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 18:24:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistanmandat]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagsfraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Kerstin MÃ¼ller]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutscher Bundestag, 181. Sitzung
Berlin, Dienstag, den 7. Oktober 2008
Tagesordnungspunkt 1:
Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz der Internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) und folgender Resolutionen, zuletzt Resolution 1833 (2008) vom 22. September 2008 des Sicherheitsrates der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutscher Bundestag, 181. Sitzung<br />
Berlin, Dienstag, den 7. Oktober 2008</p>
<h3>Tagesordnungspunkt 1:</h3>
<p>Antrag der Bundesregierung: Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz der Internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) und folgender Resolutionen, zuletzt Resolution 1833 (2008) vom 22. September 2008 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (Drucksache 16/10473)</p>
<p><strong>Die Rede der AuÃŸenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen</strong></p>
<p><a title="als PDF-Datei" href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/10/081007_kerstin_mueller_rede-bundestag_afghanistan.pdf" target="_blank">als PDF-Datei</a></p>
<p>Video:</p>
<p><a href="http://archiv.bundestag.t-bn.de/Archiv/servlets/Rede/Video?id=53084&amp;rate=modem" target="_blank">fÃ¼r Modem-Verbindung</a></p>
<p><a href="http://archiv.bundestag.t-bn.de/Archiv/servlets/Rede/Video?id=53084&amp;rate=isdn" target="_blank">fÃ¼r ISDN-Verbindung</a></p>
<p><a href="http://archiv.bundestag.t-bn.de/Archiv/servlets/Rede/Video?id=53084&amp;rate=adsl">fÃ¼r DSL- DSL-Verbindung</a></p>
<hr />
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=584&amp;md5=df840216f8ae493797ac6a33e4c9a5ae" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Pressemitteilung: Nein zur MandatsverlÃ¤ngerung in Afghanistan</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2008/10/06/nein-zur-mandatsverlangerung-in-afghanistan/</link>
		<comments>http://www.gruene-linke.de/2008/10/06/nein-zur-mandatsverlangerung-in-afghanistan/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 03:13:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistanmandat]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagsfraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesweite Treffen der GrÃ¼nen Linken am 4.10.2008 in Kassel stellt fest:
Es hat in Afghanistan nach wie vor keinen Strategiewechsel gegeben. Ein &#8220;weg vom MilitÃ¤rischen, hin zum Zivilen&#8221; findet nicht statt, vielmehr eskaliert die Gewaltspirale.   Der militÃ¤rische Einsatz wird ausgeweitet. Daher fordern wir die grÃ¼ne Bundestagsfraktion auf, bei den anstehenden Afghanistansentscheidungen (OEF, ISAF, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Bundesweite Treffen der GrÃ¼nen Linken am 4.10.2008 in Kassel stellt fest:</strong><br />
Es hat in Afghanistan nach wie vor keinen Strategiewechsel gegeben. Ein &#8220;weg vom MilitÃ¤rischen, hin zum Zivilen&#8221; findet nicht statt, vielmehr eskaliert die Gewaltspirale.   Der militÃ¤rische Einsatz wird ausgeweitet. Daher fordern wir die grÃ¼ne Bundestagsfraktion auf, bei den anstehenden Afghanistansentscheidungen (OEF, ISAF, Awacs, Tornados,  ErhÃ¶hung der TruppenstÃ¤rke, VerlÃ¤ngerung der Mandatsdauer) gemÃ¤ÃŸ der geltenden Beschlusslage mit &#8220;Nein&#8221; zu stimmen.</p>
<p style="text-align: center;">* * *</p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=542&amp;md5=7280ab3104ddfc9d4cd121ab68406437" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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