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Friedenssicherung
11Sep

Türkei – Beitrag für die LAG Frieden, Europa, Internationales (Hessen)

von Simon Lissner, Mitglied des Kreisvorstandes Limburg-Weilburg, im Mai 2011,
überarbeitet und aktualisiert im September 2011

Yaşamak! Bir ağaç gibi tek
     ve hür ve bir orman gibi kardeşçesine,
                                                 bu hasret bizim!

Leben! Wie ein Baum, einzeln und frei
     und brüderlich wie ein Wald,
                                      diese Sehnsucht ist unser!
Nazim Hikmet

Türkei – Zwischen Okzident und Orient

Wenn Gott von ganz oben regiert, entscheidet dessen Temperament, dessen Meinung als letzte Instanz. Leider weiß niemand genau, was er fühlt und denkt. Damit hat die Priesterkaste viel Deutungsmacht, heute sind das Kardinäle, Bischöfe, Imame, aber auch religiöse Politiker oder Publizisten. Die Meinungsbildung in den Religionen passiert zum großen Teil von oben nach unten, zum Beispiel über Dogmen. Demokratisch ist das nicht.

Zudem ist das religiöse Temperament nicht gelassen. Die Religion kommt aus der Ekstase, es geht um große Gefühle, Liebe und Hass, um das Eigene und das andere. Mythen sind nicht belegbar und deshalb nur schlecht versöhnungsfähig, man glaubt sie oder nicht. Oft geht es um scharfe Abgrenzung, mein Gott gegen deinen. Deshalb sind religiös grundierte Konflikte oft besonders erbittert, die Kriege besonders langwierig, zum Beispiel der Dreißigjährige Krieg, der nordirische oder der arabisch-israelische Konflikt.(…) Das Christentum kann Gläubigen viel schenken, Transzendenz, Trost, Ekstase, Seelentiefe. Es kann herrlich sein – als Privatsache. Als solche gehört es im besten Sinne zu Deutschland. (Dirk Kurbjuweit <http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77855793.html>)

Diese Zeilen unter Überschrift “Gott ist nicht Politiker”, so denke ich, sollten wir uns als Demokratinnen und Demokraten, stets in Erinnerung rufen. Und als GRÜNE sollten wir uns dem Vermächtnis des Eingangs zitierten großen Dichters Nazim Hikmet zutiefst verbunden fühlen. weiterlesen »

02Sep

Abschlußbericht der Friedens- und Sicherheitspolitischen Kommission

Brief von Claudia Roth und Winfried Nachtwei zum Abschlussbericht

Kurzfassung als PDF-Datei

Langfassung als PDF-Datei

Beschluss der BDK in Köln, 2006 als PDF-Datei


Kurzfassung

Eine Welt globaler Risiken und veränderter Bedrohungen

Klimawandel, zunehmende Ressourcenkrisen, Konkurrenz um knappe Rohstoffe, Aufrüstung und die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen sind die größten globalen Risiken für Frieden und Sicherheit. Ein ungebremster Klimawandel wird durch Verteilungskonflikte, massenhafte Umweltmigration und Destabilisierung von Staaten zum Sprengsatz für die internationale Ordnung. Anfang des 21. Jahrhunderts sehen sich Schlüsselakteure in Konkurrenz um Zugang zu Energie und Ressourcen sowie um Einfluss in internationalen Organisationen. Andererseits bietet die Globalisierung neue Chancen und Möglichkeiten für die Gestaltung einer gerechten und friedlichen Welt. Allerdings braucht die Globalisierung dafür ökologische und soziale Regeln, denn eine ungeregelte Globalisierung spaltet die Welt in GewinnerInnen und VerliererInnen, in bittere Armut und ungeheueren Reichtum. Diese Risiken und Bedrohungen konfrontieren die Welt mit neuen Sicherheitsproblemen.
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