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	<title>GrÃ¼ne Linke » ISAF</title>
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	<description>sozial, Ã¶kologisch, basisdemokratisch, gewaltfrei</description>
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		<title>ISAF-Abstimmung: PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung der Abgeordneten Agnes Malczak, Maria Klein-Schmeink, Beate MÃ¼ller-Gemmeke, Wolfgang Strengmann-Kuhn, Uwe Kekeritz, Sven-Christian Kindler und Katja DÃ¶rner</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2010/02/26/isaf-abstimmung-personliche-erklarung-der-abgeordneten-agnes-malczak-maria-klein-schmeink-beate-muller-gemmeke-wolfgang-strengmann-kuhn-uwe-kekeritz-sven-christian-kindler-und-katja-dorner/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 17:05:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF]]></category>

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		<description><![CDATA[PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung nach Â§ 31 der GeschÃ¤ftsordnung desDeutschen Bundestages zur namentlichen Abstimmung Ã¼ber denAntrag der Bundesregierung auf Fortsetzung der Beteiligungbewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz derInternationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan(International Security Assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) und folgenderResolutionen, zuletzt Resolution 1890 (2009) des Sicherheitsratesder Vereinten Nationen (BT-DRS: 17/654)
 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung nach Â§ 31 der GeschÃ¤ftsordnung desDeutschen Bundestages zur namentlichen Abstimmung Ã¼ber denAntrag der Bundesregierung auf Fortsetzung der Beteiligungbewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz derInternationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan(International Security Assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) und folgenderResolutionen, zuletzt Resolution 1890 (2009) des Sicherheitsratesder Vereinten Nationen (BT-DRS: 17/654)</strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"><span id="more-1351"></span></span><strong>PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung der Abgeordneten Agnes Malczak, Maria Klein-Schmeink, Beate MÃ¼ller-Gemmeke, Wolfgang Strengmann-Kuhn, UweKekeritz, Sven-Christian Kindler und Katja DÃ¶rner</strong></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Die Entscheidung Ã¼ber AuslandseinsÃ¤tze der Bundeswehr gehÃ¶rt zu den schwierigstenEntscheidungen, die Abgeordnete des Deutschen Bundestages zu treffenhaben und fordert wie kaum eine andere das Gewissen und Herz derParlamentarierinnen und Parlamentarier. Dem Engagement der in Afghanistaneingesetzten zivilen Helferinnen und Helfer, Soldatinnen und Soldaten sowie ihrenFamilienangehÃ¶rigen gilt unsere groÃŸe WertschÃ¤tzung und zutiefst empfundenerDank.</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></em></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Da die Sicherheitslage in Afghanistan acht Jahre nach Beginn der OEF und desISAF-Einsatzes sehr kritisch ist und sich in jÃ¼ngster Zeit dramatisch zugespitzt hat,vollzog die US-Administration einen grundlegenden Strategiewechsel und gewannhierfÃ¼r die UnterstÃ¼tzung der afghanischen Regierung und der internationalenGemeinschaft. In diesem Zusammenhang passte auch die Bundesregierung ihrenAnsatz an und legt dem Bundestag ein neues Mandat fÃ¼r den Einsatz derBundeswehr in Afghanistan vor, das sich deutlich vom letzten unterscheidet.</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></em></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">FÃ¼r eine gewissenhafte Abstimmung ist daher eine differenzierte Bewertung dieserUnterschiede unabdinglich. Einerseits greift das neue Mandat mit der VerstÃ¤ndigungauf eine Abzugsperspektive, der Akzentuierung auf Ausbildung von SicherheitskrÃ¤ften,der signifikanten Aufstockung der Mittel fÃ¼r den zivilen Aufbau und der UnterstÃ¼tzungeiner LÃ¶sung durch Verhandlungen mit den Taliban zentrale grÃ¼ne Forderungenauf und erweckt somit den Eindruck eines Kurswechsels in die richtige Richtung.Andererseits gibt die beabsichtigte Umsetzung dieser Ziele, insbesondere die geplanteAusgestaltung der Ausbildung von SicherheitskrÃ¤ften im Rahmen des partnering-Konzeptes, Grund zur Sorge. Am problematischsten ist jedoch die Einbettungdieser Komponenten in eine Gesamtstrategie, die in einem ersten Schritt auf militÃ¤rischeOffensive und Truppenaufstockung setzt und somit die groÃŸe Gefahr einer zunehmendenEskalation mit zahlreichen Opfern und Toten heraufbeschwÃ¶rt, sowohlunter den Soldateninnen und Soldaten, als auch unter der ZivilbevÃ¶lkerung.</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></em></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Die klare Formulierung einer <strong><em>Abzugsperspektive </em></strong>stellt eine grundlegendeVerbesserung zum frÃ¼heren Mandat dar. Der Abzug der Bundeswehr soll 2011eingeleitet werden und in fÃ¼nf Jahren mit der Ãœbergabe der Verantwortung fÃ¼r dieinnere und Ã¤uÃŸere Sicherheit des Landes an die afghanische Regierungabgeschlossen sein. Allerdings ist unklar, nach welchen Ã¼berprÃ¼fbaren Kriterien sichdie einzelnen Etappen des Abzugs richten sollen und welche Handlungsoptionen fÃ¼rden Fall vorgesehen sind, dass diese Ziele nicht erreicht werden. Es sollte auÃŸerdemgewÃ¤hrleistet sein, dass auch fÃ¼r die Zeit nach der Ãœbergabe und dem Abzug derBundeswehr die zivile Hilfe fortgesetzt wird.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Das neue <strong><em>Ausbildungskonzept des partnering </em></strong>orientiert sich am amerikanischenVorbild und sieht den gemeinsamen Einsatz von deutschen Ausbildern (Ã¼berwiegendFeldjÃ¤ger) und afghanischen SicherheitskrÃ¤ften in der FlÃ¤che vor. Das konkrete Konzeptdes deutschen <em>partnering</em>s konnte von der Bundesregierung trotz mehrfacherErkundigungen nicht ausreichend dargestellt werden. Da es hierbei auch um dieRÃ¼ckgewinnung der Kontrolle in von Taliban beherrschten Gebieten im Norden geht,besteht die Gefahr, dass KampfeinsÃ¤tze unvermeidbar werden. Es ist daher damit zurechnen, dass der Wechsel zum Ausbildungskonzept des <em>partnering </em>mit einer Zunahmeoffensiver KampfeinsÃ¤tzen im Rahmen gemeinsamer Operationen mit denafghanischen SicherheitskrÃ¤ften einhergeht. Vor diesem Hintergrund kann die verstÃ¤rkteGewichtung der Ausbildung innerhalb des Mandates nicht als defensivesElement gewertet werden, sondern unterstreicht im Gegenteil dessen offensivenCharakter.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Bei der UnterstÃ¼tzung des Aufbaus eines funktionierenden afghanischen Sicherheitsapparateskommt der <strong><em>Polizeiaufbau </em></strong>viel zu kurz. Die Polizeiausbildung mÃ¼ssteviel deutlicher verstÃ¤rkt und die Zahl der europÃ¤ischen Ausbilder den Aufwuchszielender ANP entsprechend auf 2000 erhÃ¶ht werden. Hierzu wÃ¤ren fÃ¼nfhundert deutschePolizisten notwendig. Die angekÃ¼ndigte ErhÃ¶hung der PolizeikrÃ¤fte fÃ¼r das bilateralePolizeiprojekt auf 200 sowie die geplante Aufstockung des Beitrages zur EuropÃ¤ischenPolizeimission EUPOL auf 60 Polizistinnen und Polizisten reichen nicht aus.Es bestehen auÃŸerdem Unklarheiten darÃ¼ber, welche Konsequenzen eine rechtlicheBewertung des Afghanistaneinsatzes als â€žnicht-internationaler bewaffneter Konfliktâ€œauf den Einsatz von deutschen PolizeikrÃ¤ften in Afghanistan hat.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Innerhalb der neuen Afghanistanstrategie der Bundesregierung rÃ¼ckt der zivile AufbauverstÃ¤rkt in den Vordergrund. So sollen die Ausgaben fÃ¼r die <strong><em>Entwicklungszusammenarbeit</em></strong>bis 2013 auf jÃ¤hrlich rund 430 Mio. Euro (Zuwachs von ca. 210 Mio.â‚¬) gesteigert werden. Das ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlichmehr, im VerhÃ¤ltnis zu den ebenso steigenden Ausgaben fÃ¼r die militÃ¤rischeKomponente (Zuwachs von ca.275 Mio. â‚¬) jedoch immer noch geringer. DieKonzentration auf militÃ¤rische KapazitÃ¤ten zeigt sich auch an der chronischenVernachlÃ¤ssigung der im politischen Auftrag stehende UN-Mission UNAMA inAfghanistan, die im Vergleich zur NATO-Mission vÃ¶llig unterfinanziert ist.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Der zunehmende RÃ¼ckzug von Hilfsorganisationen aus Afghanistan und die Schwierigkeitenbeim Mittelabfluss machen auÃŸerdem deutlich, dass eine Fokussierung aufdie ErhÃ¶hung der Mittel zu kurz gedacht ist. Es muss vor allem die Wirksamkeit derMittel sichergestellt werden. Hierzu bedarf es einer verbesserten Koordination deszivilen Aufbaus, der BekÃ¤mpfung der massive Korruption als eines der HaupthindernissefÃ¼r den wirksamen Einsatz der Mittel, einer verstÃ¤rkten Einbeziehung der afghanischenBevÃ¶lkerung sowie einer sinnvollen Schwerpunksetzung. Die Bundesregierunghat keine plausiblen VorschlÃ¤ge, wie diese EffektivitÃ¤tslÃ¼cken geschlossenwerden kÃ¶nnen. Ihr fehlt auch ein Konzept fÃ¼r die Wirtschaftsentwicklung Afghanistans.Ein solches ist aber als Rahmen fÃ¼r einen erfolgreichen zivilen Aufbau dringendnotwendig und mÃ¼sste den von der Bundesregierung vernachlÃ¤ssigten, jedoch fÃ¼rdie afghanische Wirtschaft zentralen landwirtschaftlichen Sektor besonders berÃ¼cksichtigen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Der Erfolg der Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan ebenso wie der Aufbaudes Sicherheitssektors setzt funktionierende Governance-Strukturen voraus. Es gibtjedoch keine Auskunft Ã¼ber den zur Verbesserung bzw. Schaffung solcher StrukturenbenÃ¶tigten deutschen Beitrag. Statt diese MÃ¤ngel zu beheben, verzichtet das Mandatsogar vÃ¶llig auf eine nÃ¤here Beschreibung des zivilen Engagements Deutschlands inAfghanistan. Es spiegelt daher keine umfassende Strategie wider und bleibt militÃ¤rfixiert- die grÃ¼ne Forderung zur Vorlage eines Gesamtmandates, das die zivile undmilitÃ¤rische Komponente umfasst, wird nicht umgesetzt.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Die UnterstÃ¼tzung der afghanischen Regierung um eine <strong><em>politische VerhandlungslÃ¶sung</em></strong>unter Einbeziehung der Taliban ist zweifelslos richtig und notwendig. DasModell des Reintegrationsfonds, der von der Bundesregierung mit 50 Millionen Euromitfinanziert wird muss jedoch kritisch betrachtet werden. FÃ¼r die DurchfÃ¼hrung desTaliban-Aussteigerprogramms ist allein die afghanische Regierung verantwortlich.Dabei ist unklar, wie sicher gestellt werden soll, dass die zur VerfÃ¼gung gestelltenMittel zweckmÃ¤ÃŸig eingesetzt werden und der Missbrauch fÃ¼r machtpolitische Partikularinteressensowie durch Korruption ausgeschlossen ist. AuÃŸerdem stellt sich dieFrage, wie bei der Umsetzung zwischen moderaten und radikalen Taliban unterschiedenund die ErfÃ¼llung der Bedingungen fÃ¼r die Teilnahme am Taliban-Aussteigerprogramm(Verzicht auf Gewalt und Terror, Abbruch aller Kontakte zu al Qaida,Anerkennung der afghanischen Verfassung) wirksam Ã¼berprÃ¼ft werden soll. Die Belohnungvon TalibanfÃ¼hrern, die fÃ¼r Menschenrechtsverletzungen und die TÃ¶tungzahlreicher unbeteiligter Zivilsten verantwortlich sind, erzeugt auÃŸerdem ein gravierendesGerechtigkeitsproblem, das sich negativ auf die UnterstÃ¼tzung derer, die bishermit den internationalen KrÃ¤ften kooperiert haben, auswirken kann und somit einenachhaltige VersÃ¶hnung gefÃ¤hrdet. SchlieÃŸlich steht der VersÃ¶hnungscharakter undsomit der Erfolg des Taliban-Aussteigerprogramms aufgrund der parallelen Ausweitungder Offensive insgesamt in Frage.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Die im Rahmen der neuen amerikanischen Afghanistanpolitik von der Bundesregierungmit getragenen <strong><em>militÃ¤rische Eskalationsstrategie </em></strong>und die damitzusammenhÃ¤ngende <strong><em>Truppenaufstockung </em></strong>zur BekÃ¤mpfung der Taliban sind derHauptgrund dafÃ¼r, dass wir dieses Mandat ablehnen. Wir halten den unsachlichenUmgang der Bundesregierung mit der Frage der TruppenerhÃ¶hung fÃ¼r vÃ¶lligverantwortungslos. Der Kompromiss zwischen AuÃŸenminister Westerwelle undVerteidigungsminister zu Guttenberg erfolgte nicht auf Grundlage einer sachlichenPrÃ¼fung, sondern einer Logik des Kuhhandels und der Vermeidung vonGesichtsverlust. Dieses narzisstische Vorgehen wird dem Ernst des Einsatzes inAfghanistan nicht gerecht. Heraus kam eine Kontingentaufstockung der Bundeswehrum 850 auf insgesamt 5350 Soldatinnen und Soldaten, von denen 350 alssogenannte flexible Reserve verwendet werden sollen. Dies wird von derBundesregierung insbesondere mit der ErhÃ¶hung der Zahl der ausbildendenSoldaten von 280 auf 1400 begrÃ¼ndet. Sowohl der Einsatz der Reserve als auch dastatsÃ¤chliche Kontingent der ausbildenden Soldaten bleiben zweifelhaft vor demHintergrund, dass die letzte ErhÃ¶hung der Mandatsobergrenze von 3500 auf 4500Soldaten im Jahr 2008 ebenfalls mit der AusbildungsunterstÃ¼tzung fÃ¼r dieafghanische Armee begrÃ¼ndet wurde, jedoch bis heute nur ein Bruchteil davon in derAusbildung eingesetzt wird. Die Bundesregierung bleibt eine Antwort darauf schuldig,warum eine verstÃ¤rkte Ausbildung der afghanischen Armee nicht auch durch eingrÃ¶ÃŸeres Umschichten innerhalb des bestehenden Mandates erreicht werden kann.Auch der Verzicht auf die ineffizienten und teuren RECCE-Tornados wurde hierzunicht in ErwÃ¤gung gezogen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Die am 15. Feburar 2010 gestartete â€žMuschtarakâ€œ- Offensive in Helmand fordert fasttÃ¤glich zivile Opfer. Es ist davon auszugehen, dass auch der Einsatz der Bundeswehraufgrund der Eskalationsdynamik und im Rahmen von KampfeinsÃ¤tzen zurRÃ¼ckeroberung der von Taliban beherrschten Gebiete die ZivilbevÃ¶lkerung trifft. Bereitsdie tÃ¶dlichen Luftangriffe auf die beiden TanklastzÃ¼ge am 4. September 2009haben gezeigt, dass in der Umsetzung des Mandates das Primat des Schutzes derZivilbevÃ¶lkerung nicht gewÃ¤hrleistet ist. Dies wird mit der Stationierung von rund5000 US-Soldatinnen und Soldaten im Regionalbereich Nord, von denen viele inbestimmten Gebieten zum Zweck der AufstandsbekÃ¤mpfung eingesetzt werden,noch viel weniger der Fall sein. Dass die amerikanischen StreitkrÃ¤fte im Norden beidiesem VerhÃ¤ltnis dem deutschen Regionalkommandeur General Leidenberger unterstehen,ist trotz offizieller Verlautbarungen mehr als fraglich.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Auch die mangelnde und fehlerhafte Informationspolitik der Bundesregierung im Zusammenhangmit den VorfÃ¤llen am Kundus-Fluss begrÃ¼nden erhebliche Zweifel amkÃ¼nftigen Charakter des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan. Dabei wirft insbesonderedie Rolle der Task Force 47 und der darin integrierten KSK-KrÃ¤fte entscheidendeFragen auf, deren Beantwortung noch aussteht.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Das neue Mandat unterstÃ¼tzt durch die TruppenerhÃ¶hung die Einsatzstrategie dervon den Amerikanern betriebenen militÃ¤risch offensiven AufstandsbekÃ¤mpfung undentfernt sich somit vom ursprÃ¼nglichen ISAF-Rahmen des Stabilisierungseinsatzes.Diese falsche Ausrichtung des militÃ¤rischen Engagements Ã¼berwiegt die genanntenVerbesserungen im zivilen Bereich gegenÃ¼ber dem letzten Mandat.</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></em></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Unsere Nein-Stimme richtet sich gegen eine Strategie, die als defensiv verkauft wird,jedoch eindeutig offensiv ist und bei der viele Fragen bleiben. Unsere Ablehnung desMandates ist nicht gleichzusetzen mit der Forderung nach einem Sofortabzug, denwir ausdrÃ¼cklich zurÃ¼ckweisen, wÃ¼rde er doch die Situation in Afghanistan noch weiterdestabilisieren.</span></em></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></em></p>
<p class="MsoNormal"><em><span style="font-size: 12pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Unser Votum richtet sich auch nicht gegen die in Afghanistan eingesetzten Soldatinnenund Soldaten, sondern gegen die falsche Afghanistanpolitik der Bundesregierung.Als Mitglieder des Bundestages fÃ¼hlen wir uns unseren Soldatinnen und Soldatenund ihren Familien gegenÃ¼ber dazu verpflichtet, einen Einsatz, der auf Eskalationsetzt und somit die afghanische ZivilbevÃ¶lkerung ebenso wie die deutschen EinsatzkrÃ¤fteauf unverantwortliche Weise einer grÃ¶ÃŸeren Gefahr aussetzt, strikt abzulehnen.</span></em></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=1351&amp;md5=1f3b1e8d86fcd3f5699f4449650aa0a5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>ISAF-Abstimmung: PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung der Abgeordneten Hans-Christian StrÃ¶bele, Lisa Paus, Memet Kilic, Dr. Harald Terpe, Dorothea Steiner, Sylvia Kotting-Uhl, Winne Hermann, Monika Lazar</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2010/02/26/isaf-abstimmung-personliche-erklarung-der-abgeordneten-hans-christian-strobele-lisa-paus-memet-kilic-dr-harald-terpe-dorothea-steiner-sylvia-kotting-uhl-winne-hermann/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 12:40:30 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[ISAF]]></category>

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		<description><![CDATA[Ergebnis der namentlichen Abstimmung hier
PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung zur namentlichen Abstimmung Ã¼ber den Antrag der Bundesregierung auf Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz der Internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) und folgender Resolutionen, zuletzt Resolution 1890 (2009) des Sicherheitsrates der Vereinten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="alignright" href="http://www.bundestag.de/bundestag/plenum/abstimmung/index.html" target="_blank">Ergebnis der namentlichen Abstimmung hier</a></p>
<p><strong>PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung zur namentlichen Abstimmung Ã¼ber den Antrag der Bundesregierung auf Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz der Internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) und folgender Resolutionen, zuletzt Resolution 1890 (2009) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (BT-DRS: 17/654)</strong></p>
<p><strong><em>PersÃ¶nliche ErklÃ¤rung der Abgeordneten Hans-Christian StrÃ¶bele, Lisa Paus, Memet Kilic, Dr. Harald Terpe, Dorothea Steiner, Sylvia Kotting-Uhl, Winne Hermann</em></strong></p>
<p><span id="more-1344"></span>Das neue Mandat fÃ¼r den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist trotz gegenteiliger AnkÃ¼ndigung der Bundesregierung weitgehend das alte, das wir im Dezember 2009 abgelehnt haben, allerdings mit einer Truppenaufstockung von fast 20 Prozent.</p>
<p>Seit mehr als acht Jahren sind die deutschen Soldaten mit diesem Mandat in Afghanistan.</p>
<p>Aber trotz der stÃ¤ndigen ErhÃ¶hung der TruppenstÃ¤rke ist die Sicherheitslage in den letzten Jahren nicht besser, sondern dramatisch schlechter geworden. Die Zahl der deutschen Soldaten mit ISAF-Mandat wurde inzwischen fast verzehnfacht. Trotzdem kÃ¶nnen die Soldaten etwa das Feldlager Kunduz nicht oder nur in Konvois mit gepanzerten Fahrzeugen verlassen. Ein normaler Kontakt zur BevÃ¶lkerung ist kaum mÃ¶glich.</p>
<p>In keinem Jahr zuvor wurden so viele Menschen in diesem Krieg getÃ¶tet oder verletzt wie 2009, vor allem immer mehr Zivilisten.</p>
<p>Die Antwort von NATO und Bundesregierung auf die desolate Sicherheitslage ist: mehr Soldaten, mehr OffensiveinsÃ¤tze, mehr Krieg. Wie nie zuvor seit Kriegsbeginn wird die Gesamtzahl der Soldaten um fast 40 000, und die der deutschen um 850 erhÃ¶ht. Gleichzeitig beginnt die grÃ¶ÃŸte MilitÃ¤roffensive seit 2001 im SÃ¼den des Landes. Der militÃ¤rische Konflikt wird verschÃ¤rft, nicht beendet, die Offensivstrategie erweitert, nicht gestoppt und die Anzahl der getÃ¶teten Menschen droht weiter anzusteigen. In diesem Jahr wurden schon wieder mehr als 600 Zivilpersonen durch Bombardierungen der NATO getÃ¶tet.</p>
<p>UrsprÃ¼nglich sollte das deutsche ISAF-Mandat, anders als das fÃ¼r OEF, auf Eigensicherung und Schutz der BevÃ¶lkerung beschrÃ¤nkt sein. SpÃ¤testens seit der Bombardierung der Tanklastwagen und Menschenmenge auf deutschen Befehl am 4. 9. 2009 nahe Kunduz wissen wir, dass die Bundeswehr an OffensiveinsÃ¤tzen und der tÃ¶dlichen Jagd auf AufstÃ¤ndische beteiligt ist. Sehenden Auges wurden Ã¼ber einhundert Menschen getÃ¶tet, darunter viele Zivilpersonen und Kinder. Das defensive Mandat gibt es faktisch nicht mehr.</p>
<p>OEF- und ISAF-Mandat sind in der Praxis nicht zu unterscheiden. Derselbe General ist der Kommandeur fÃ¼r beide. Ohne RÃ¼cksicht auf das jeweilige Mandat werden die Soldaten eingesetzt, auch die der Bundeswehr. Aber die gezielte Vernichtung von Menschen, selbst dann wenn sie fÃ¼r AufstÃ¤ndische gehalten werden, sieht das ISAF-Mandat nicht vor. Es berechtigt zum Einsatz von militÃ¤rischer Gewalt nur in Notsituationen zur Nothilfe oder Notwehr.</p>
<p>Die Bundesregierung weigert sich aber bis heute, verbindlich zu erklÃ¤ren, dass sie die Bombardierung vom 4.9. 2009 und Ã¼berhaupt EinsÃ¤tze mit dem Ziel der Vernichtung von Menschen ohne Notsituation vom ISAF-Mandat als nicht gedeckt ansieht. Sie stellt gegenÃ¼ber der Truppe nichts klar. Weitere solche EinsÃ¤tze will die Bundesregierung also offensichtlich nicht ausschlieÃŸen.</p>
<p>In der BegrÃ¼ndung des Antrages verspricht die Bundesregierung, das zivile Engagement nahezu zu verdoppeln. Sie schlieÃŸt sich den PlÃ¤nen der US-Regierung ohne eigenes Friedens- und Ausstiegskonzept an, eine Ãœbergabe der Verantwortung an die afghanische Regierung ab 2011 einzuleiten.</p>
<p>PlÃ¤ne einer Abzugsstrategie sowie Bekenntnisse zu VersÃ¶hnung, Ausstiegsprogrammen und Verhandlungen mit den AufstÃ¤ndischen sind richtig aber unglaubwÃ¼rdig, weil gleichzeitig die verhÃ¤ngnisvolle Offensivstrategie mit viel mehr Soldaten unversÃ¶hnlich fortgesetzt und intensiviert wird. Wie will man die, die man jagt, um sie auszuschalten, davon Ã¼berzeugen, an den Verhandlungstisch zu kommen. Das passt nicht zusammen. Der Krieg wird verschÃ¤rft, anstatt ihn zu beenden oder zumindest fÃ¼r einige Zeit auszusetzen, um den Verhandlungen eine Chance zu geben.</p>
<p>Jedes weitere Jahr werden tausende Menschen in diesem Krieg getÃ¶tet und verletzt. Nach UN-Angaben wurden 2009 Ã¼ber 600 Zivilisten Opfer von NATO-LuftschlÃ¤gen und mindestens 1.600 wurden durch AufstÃ¤ndische getÃ¶tet. Das angeblich oberste Ziel der Vermeidung von zivilen Opfern wird immer wieder verfehlt. Seit Beginn der â€žOperation Mushtarakâ€œ steigt deren Zahl wieder rapide. Neuer Hass wird geschÃ¼rt und die Gewaltspirale dreht sich weiter.</p>
<p>Gerade auch im Norden, also im Verantwortungsbereich der Bundeswehr, werden US-Kampftruppen in einer StÃ¤rke eingesetzt, die erheblich grÃ¶ÃŸer ist als die der Bundeswehrsoldaten (ca. 5.000). Mit den zusÃ¤tzlichen US-Soldaten wird die US-Einsatzstrategie des â€žCounter Insurgencyâ€œ einschlieÃŸlich gezielter TÃ¶tungen in allen Provinzen die militÃ¤rischen Operationen dominieren. Damit wÃ¼rde auch eine andere â€ždeutsche Strategieâ€œ konterkariert.</p>
<p>Der zivile Aufbau wurde jahrelang vernachlÃ¤ssigt. Trotzdem gibt es Erfolge bei der Strom-, Wasser- und Gesundheitsversorgung, beim StraÃŸenbau, bei der Errichtung von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Es bleibt aber viel zu tun. Die Zivilgesellschaft muss mehr einbezogen werden, damit die internationale Hilfsgelder bei der BevÃ¶lkerung ankommen und Korruption zurÃ¼ckgedrÃ¤ngt wird. Der Aufbau einer zivilen Polizei fÃ¼r Friedenszeiten ist unzureichend. Es fehlt an Ausbildern aus Europa und Deutschland und an einem geeigneten Konzept. Angesichts der Zahl von 70 Prozent Analphabeten bei den Polizeibewerbern reichen acht Wochen Ausbildungszeit nicht aus.</p>
<p>Eine verantwortbare â€žExitâ€œ-Strategie heiÃŸt nicht, Afghanistan im Stich zu lassen. Sicherheit fÃ¼r die BevÃ¶lkerung und ziviler Aufbau kann aber nachhaltig nicht erreicht werden mit mehr NATO-Soldaten und einer Strategie zur Vernichtung des Feindes. BemÃ¼hungen um ernsthafte Verhandlungen mit Allen unter Einbeziehung sÃ¤mtlicher Nachbarstaaten sowie um VersÃ¶hnung sind der richtige Weg. Die TÃ¼r dafÃ¼r scheint einen Spalt offen. Dieser Weg einer politischen LÃ¶sung muss gegangen werden. Alles, was dem im Weg steht und diese BemÃ¼hungen konterkariert, muss unterbleiben.</p>
<p>Daher fordern wir den Stopp der offensiven Kampfhandlungen und Bombenangriffe. Das Mandat, das mit mehr Soldaten die Eskalation des Krieges fÃ¶rdert, Verhandlungen erschwert und einer Abzugsperspektive entgegensteht, lehnen wir ab.</p>
<p><strong>Hans-Christian StrÃ¶bele</strong></p>
<p><strong>Lisa Paus</strong></p>
<p><strong>Memet Kilic</strong></p>
<p><strong>Dr. Harald Terpe </strong></p>
<p><strong>Dorothea Steiner</strong></p>
<p><strong>Winfried Hermann</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Sylvia Kotting-Uhl</strong></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=1344&amp;md5=1b4f90e6e8f61de00efabf5000cfaff4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>OFFENER BRIEF AN DIE BEFÃœRWORTER VON ISAF/NATO IN UNSERER PARTEI</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 17:08:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagsfraktion]]></category>
		<category><![CDATA[EOF]]></category>
		<category><![CDATA[GrÃ¼ne]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die nun bekannt gewordenen &#8220;Rules of Engagement&#8221; sind ein Dokument der BefÃ¼rwortung ungehemmter, brutaler und menschenverachtender KriegfÃ¼hrung in Afghanistan. NATO-Oberbefehlshaber Craddock erweitert dieses Dokument um die Komponente, Kriegshandlungen wahllos in die DÃ¶rfer Afghanistans zu tragen. Schon die bisher bekannte Strategie im &#8220;War on terror&#8221; fÃ¼hrt zu einer unermesslichen Zahl von Opfern auf Seiten der ZivilbevÃ¶lkerung. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><br />
Die nun bekannt gewordenen &#8220;Rules of Engagement&#8221; sind ein Dokument der BefÃ¼rwortung ungehemmter, brutaler und menschenverachtender KriegfÃ¼hrung in Afghanistan. NATO-Oberbefehlshaber Craddock erweitert dieses Dokument um die Komponente, Kriegshandlungen wahllos in die DÃ¶rfer Afghanistans zu tragen. Schon die bisher bekannte Strategie im &#8220;War on terror&#8221; fÃ¼hrt zu einer unermesslichen Zahl von Opfern auf Seiten der ZivilbevÃ¶lkerung. Craddocks Weisungen fÃ¼hren zu einer VerstÃ¤rkung dieser Entwicklung &#8211; und zwar weg von militÃ¤rischer Intervention und hin zu offen begangenen Verbrechen von SoldatInnen an Zivilisten.</strong></p>
<p><span id="more-763"></span>Bisher hat sich insbesondere die bundesdeutsche MilitÃ¤rfÃ¼hrung erfreulicherweise kategorisch gegen derartige, vÃ¶lkerrechtswidrige Praktiken auch Ã¶ffentlich gewendet und sich soweit wir wissen, an solchen Praktiken auch nicht beteiligt. Dies begrÃ¼ÃŸen wir und fordern dazu auf, nicht im BemÃ¼hen nachzulassen, die NATO-Partner in Afghanistan zur Abkehr von diesem verhÃ¤ngnisvollen Weg zu bewegen. Das ohnehin schon schwindende Vertrauen der Menschen in Afghanistan gegenÃ¼ber den stationierten MilitÃ¤rs wird durch eine solche &#8220;Strategie&#8221; nur noch mehr beeintrÃ¤chtigt. Damit ist auch das positive zivilgesellschaftliche Engagement stark gefÃ¤hrdet.</p>
<p>Den ablehnenden Verantwortlichen in der Bundeswehr danken wir fÃ¼r ihre Zivilcourage und ihre verantwortliche Haltung, die zunÃ¤chst Schaden von der Bundesrepublik abgewehrt hat.</p>
<p>Eine AblÃ¶sung Craddocks ist unerlÃ¤sslich, die Verfasser der &#8220;Rules&#8221; sowie Craddock mÃ¼ssen sich vor der Justiz verantworten.</p>
<p>Mit dem Beschluss unserer Partei auf der Bundesdelegiertenkonferenz von GÃ¶ttingen wurde die ÃœberprÃ¼fung des deutschen Einsatzes in Afghanistan gefordert. Sollte eine ÃœberprÃ¼fung gegen einen weiteren Einsatz in Afghanistan sprechen, so forderte der Beschluss, mÃ¼sse der verantwortungsvolle RÃ¼ckzug aus Afghanistan eingeleitet werden. Dies ist zum wiederholten Mal mit dieser gravierenden, zumindest aus deutscher Sicht offen rechtswidrigen PolitikÃ¤nderung der Fall!</p>
<p>Obwohl alles dagegen sprach, haben viele unserer Abgeordneten auch 2008 erneut mit Ja und damit fÃ¼r eine Verwicklung in eben jene kriminelle KriegfÃ¼hrung gestimmt.</p>
<p>Wir fordern diese Abgeordneten dringend dazu auf, sich gegenÃ¼ber der Partei zu den nun in der Ã–ffentlichkeit bekannt werdenden illegalen und kriminellen Anweisungen zu Ã¤uÃŸern. Wir sprechen unsere Verwunderung darÃ¼ber aus, dass dies nicht bereits geschehen ist.</p>
<p>1) Waren den Abgeordneten die &#8220;Rules&#8221; bekannt?<br />
2) Wenn diese den Abgeordneten nicht bekannt gewesen sein sollten, wie bewerten die Abgeordneten die ExistenzÂ Â Â Â Â Â  einer solchen Strategie vor dem Hintergrund der jahrelangen Praxis der BÃ¼ndnispartner?</p>
<p>3) Wie gedenken die befÃ¼rwortenden Abgeordneten den lÃ¤ngst fÃ¤lligen Strategiewechsel durchzusetzen?<br />
Wir bitten dringend darum, die dazu nÃ¶tigen, bisherigen und geplanten AnsÃ¤tze gegenÃ¼ber den Parteigremien zuÂ Â Â Â Â Â Â Â  dokumentieren.</p>
<p>4) Wie bewerten die zustimmenden Abgeordneten persÃ¶nlich ihr Abstimmungsverhalten nach Bekanntwerden dieser<br />
letzten neuen Entwicklung?</p>
<p>5) Falls den Abgeordneten die &#8220;Rules&#8221; bekannt waren, fragen wir, weshalb diese illegalen Anweisungen nicht umfassend</p>
<p>der Ã–ffentlichkeit bekannt gemacht und der Protest organisiert wurde.</p>
<p>Irene Mihalic, Barbara Richter, Peter Alberts, Ralf Henze, Richard Janus, Karl-Wilhelm Koch, Simon Lissner, Matthias Schneider, Robert Zion</p>
<p>Mitglieder des Netzwerkes GrÃ¼ne Linke bei BÃœNDNIS 90/DIE GRÃœNEN</p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=763&amp;md5=cd5c8304afb6d80da2e9655ddeaa00e5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Bundestag: Sondersitzung in erster Lesung zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandates.</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2008/09/30/bundestag-sondersitzung-in-erster-lesung-zur-verlangerung-des-isaf-mandates/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Sep 2008 15:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Sicherheitsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Winni Nachtwei]]></category>

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		<description><![CDATA[von Winni Nachtwei (MdB)
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,
der Bundestag debattiert am kommenden Dienstag (7.10.) in einer Sondersitzung in erster Lesung die VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandates.
Die SchluÃŸabstimmung im Bundestag ist -voraussichtlich- am 16. Oktober.
(Der UN-Sicherheitsrat hat am 22.9.08 einer VerlÃ¤ngerung zugestimmt: http://www.un.org/Depts/german/sr/sr_08/sr1833.pdf)

Zur aktuellen Debatte hat Winfried Nachtwei zwei Stellungnahmen verfasst:
Zur Forderung nach einem kurzfristigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>von Winni Nachtwei (MdB)</strong></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
liebe Freundinnen und Freunde,</p>
<p>der Bundestag debattiert am kommenden Dienstag (7.10.) in einer Sondersitzung in erster Lesung die VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandates.<br />
<strong>Die SchluÃŸabstimmung im Bundestag ist -voraussichtlich- am 16. Oktober.</strong><br />
(Der UN-Sicherheitsrat hat am 22.9.08 einer VerlÃ¤ngerung zugestimmt: <a href="http://www.un.org/Depts/german/sr/sr_08/sr1833.pdf" target="_blank">http://www.un.org/Depts/german/sr/sr_08/sr1833.pdf</a>)</p>
<p><span id="more-503"></span></p>
<h2>Zur aktuellen Debatte hat Winfried Nachtwei zwei Stellungnahmen verfasst:</h2>
<p>Zur Forderung nach einem kurzfristigen Truppenabzug aus Afghanistan _Kurswechsel statt Sofortabzug&#8221;_<br />
<a href="http://www.nachtwei.de/index.php/articles/750" target="_blank">http://www.nachtwei.de/index.php/articles/750</a></p>
<p>_Krieg in Afghanistan &#8211; &#8220;Bundeswehr im Krieg&#8221;!?_<br />
<a href="http://www.nachtwei.de/index.php/articles/751" target="_blank">http://www.nachtwei.de/index.php/articles/751</a></p>
<h3>Und hier noch der Hinweis auf weitere Berichte zu Afghanistan sowie im &#8220;Themenspecial Afghanistan&#8221; auf der Homepage:</h3>
<p>_Better news statt bad news aus Afghanistan II _(aktualisierte Kurzfassung &#8211; September 2008)<br />
<a href="http://www.nachtwei.de/index.php/articles/739" target="_blank">http://www.nachtwei.de/index.php/articles/739</a></p>
<p>_Reisebericht Afghanistan, Sommer 2008 &#8220;Viele Lichtblicke bei immer mehr DÃ¼sternis&#8221;_<br />
<a href="http://www.nachtwei.de/downloads/bericht/sommer2008_reisebericht-afgh_nachtwei" target="_blank">http://www.nachtwei.de/downloads/bericht/sommer2008_reisebericht-afgh_nachtwei</a></p>
<p>_Grusswort von Claudia Roth und Winfried Nachtwei an die demokratischen FriedenskrÃ¤fte in Afghanistan_<br />
anlÃ¤sslich des Internationalen Friedenstages am 21. September<br />
<a href="http://www.nachtwei.de/downloads/beitraege/Grusswort-Afghanistan-dt-Version.pdf" target="_blank">http://www.nachtwei.de/downloads/beitraege/Grusswort-Afghanistan-dt-Version.pdf</a></p>
<p>Mit freundlichen GrÃ¼ÃŸen<br />
Angelika Farwick-Hajek<br />
WahlkreisbÃ¼ro Winfried Nachtwei MdB</p>
<p><a href="http://www.nachtwei.de" target="_blank">http://www.nachtwei.de</a></p>
<hr />
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=503&amp;md5=e539125b4d1e28538474e14c1d407a67" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Den Abgeordneten des AK 4 ein Brief zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandats</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2008/09/23/den-abgeordneten-des-ak-4-ein-brief-zur-verlangerung-des-isaf-mandats/</link>
		<comments>http://www.gruene-linke.de/2008/09/23/den-abgeordneten-des-ak-4-ein-brief-zur-verlangerung-des-isaf-mandats/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 13:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Abstimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF]]></category>
		<category><![CDATA[Mandat]]></category>
		<category><![CDATA[OEF]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.gruene-linke.de/?p=459</guid>
		<description><![CDATA[Liebe Leute,
drei Mitglieder der Berliner LAG Frieden und Internationales &#8211; darunter ich &#8211; haben heute den Abgeordneten des AK 4 einen Brief zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandats geschrieben.
Ich teile Euch den Text mit, da einige Ã¼ber den Abstimmungstermin hinausweisende Gedanken Euch mÃ¶glicherweise interessieren kÃ¶nnten.
bÃ¼ndnisgrÃ¼ne und friedliche GrÃ¼ÃŸe,
Tobias Balke (E-Mail)
Liebe Bundestagsabgeordnete,
wir sind sehr unzufrieden mit Eurem Abstimmungsverhalten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leute,</p>
<p>drei Mitglieder der Berliner LAG Frieden und Internationales &#8211; darunter ich &#8211; haben heute den Abgeordneten des AK 4 einen Brief zur VerlÃ¤ngerung des ISAF-Mandats geschrieben.</p>
<p>Ich teile Euch den Text mit, da einige Ã¼ber den Abstimmungstermin hinausweisende Gedanken Euch mÃ¶glicherweise interessieren kÃ¶nnten.</p>
<p>bÃ¼ndnisgrÃ¼ne und friedliche GrÃ¼ÃŸe,</p>
<p>Tobias Balke (<a href="mailto:Tobias.Balke@t-online.de">E-Mail</a>)</p>
<p><span id="more-459"></span>Liebe Bundestagsabgeordnete,</p>
<p>wir sind sehr unzufrieden mit Eurem Abstimmungsverhalten vor einem Jahr. Ihr habt damals aufgrund weitgehend gleicher Analysen drei einander ausschliessende SchlÃ¼sse gezogen. Aussenstehende mussten daraus folgern, dass BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen zu Afghanistan zwar einige Meinungen hat, in seiner Willensbildung aber steckengeblieben ist und verwirrt und hilflos dem Geschehen zusieht.</p>
<p>Bitte einigt Euch diesmal auf eine geschlossene und entschlossene Haltung.</p>
<p>Basis sei der Konsens der gesamten Partei: der Strategiewechsel ist dringend nÃ¶tig und muss schnell erreicht werden.</p>
<p>Ihr wisst es selbst: die gegenwÃ¤rtige Bundesregierung denkt gar nicht daran, den von uns immer wieder dringend geforderten Strategiewechsel ernsthaft ins Auge zu fassen und bei unseren NATO-Partnerstaaten intensiv fÃ¼r dessen Realisierung zu werben. Die AfghanInnen verlieren immer mehr das Vertrauen zur und die Geduld mit der Regierung Karsai und der westlichen Allianz. Die US-Regierung betreibt eine De-facto-Fusion von ISAF und OEF unter US-FÃ¼hrung und US-Vorgaben, um im &#8220;Krieg gegen den Terror&#8221; den Gegner einfach auszurotten. Sie plant die rasche Verlegung von US-Truppen aus dem Irak. Um die Risiken fÃ¼r eigene SoldatInnen zu minimieren, wird sie immer wieder und immer Ã¶fter feindliche KÃ¤mpfer aus sicherem Abstand bombardieren, bis die dabei massenweise mitgetÃ¶teten unschuldigen ZivilistInnen die USA und ihre VerbÃ¼ndeten noch verhaÃŸter als die Taliban machen und der Aufstand allgemein wird.</p>
<p>Es droht ein Abgleiten in eine humanitÃ¤re und politische Katastrophe. Bereits in den nÃ¤chsten 24 Monaten kann es dazu kommen, dass die Taliban und deren VerbÃ¼ndete auch im nÃ¶rdlichen Afghanistan einen Guerillakrieg fÃ¼hren und ihre RÃ¼ckzugsrÃ¤ume ins pakistanische Landesinnere verlegen.</p>
<p>Bleiben dann die USA bei ihrer Kriegsstrategie, so mÃ¼ssten sich wohl in wenigen Jahren die afghanische und pakistanische Regierungen (und die ArmeefÃ¼hrungen) entscheiden, entweder Rolle und Schicksal der sÃ¼dvietnamesischen Eliten zu teilen oder aber sich selbst an die Spitze des Widerstands zu stellen.</p>
<p>Die Folgen kÃ¶nnten fÃ¼r Millionen Menschen in der Region grauenhaft sein und die gesamten westlich-islamischen Beziehungen schwer belasten, besonders falls die USA die Beseitigung pakistanischer Atomraketen mit eigenen taktischen Atomwaffen (&#8220;Mini-Nukes&#8221;) vornehmen sollte.</p>
<p>Die MÃ¶glichkeit derartiger ausserordentlich schwerwiegender Folgen fordert und rechtfertigt ausserordentliche Anstrengungen. Unser Ziel muss es sein, nicht nur Deutschland aus diesem Desaster herauszuhalten, sondern es Ã¼berhaupt abzuwenden.</p>
<p>Die kommende &#8211; mÃ¶glichst grÃ¼nhaltige &#8211; Bundesregierung sollte sich mit mÃ¶glichst vielen westlichen und mit mÃ¶glichst vielen der 56 OIC-(Organization of the Islamic Conference)-MitgliedslÃ¤ndern zu einer friedenserzwingenden Koalition vereinigen, um gemeinsam den Regierungen Afghanistans und der USA einen rettenden Ausweg aufzuzeigen (auch der pakistanischen, soweit sie dann Kriegspartei ist).</p>
<p>Kern sollte ein umfassendes europÃ¤isch-islamisches Angebot sein: die ZuschÃ¼sse und Truppen der USA voll oder grossenteils zu Ã¼bernehmen, also den Einsatz an Menschen und Geld fÃ¼r mehrere Jahre stark zu erhÃ¶hen und dabei ausser hohen Kosten vor allem auch erhebliche Verluste an Leben und Gesundheit der eingesetzten SoldatInnen und zivilen HelferInnen zu tragen, bis die Sicherheit vollstÃ¤ndig von afghanischen KrÃ¤ften gewÃ¤hrleistet werden kann. Die gegenwÃ¤rtig von den USA getragene Last mÃ¼ssten dann einige Dutzend Staaten zusammen tragen. Ein angemessener deutscher Anteil daran wÃ¤re so erheblich, dass fÃ¼r mehrere Jahre eine Aufstockung des Bundesetats und fÃ¼r BundeswehrangehÃ¶rige verlÃ¤ngerte &#8220;Stehzeiten&#8221; ins Auge gefasst werden mÃ¼ssten.</p>
<p>Dieses umfassende Angebot sollte in jeder Hinsicht so gut ausgestattet werden, dass die USA es sowohl aus aussenpolitischen wie fiskalischen GrÃ¼nden gern annehmen kÃ¶nnen. Es wÃ¤re von grÃ¶ÃŸtem, weit Ã¼ber die Region hinausstrahlendem Wert fÃ¼r die gesamte Weltinnenpolitik, wenn die Friedenskoalition die USA in eine tatsÃ¤chlich multilaterale und friedenssichernde Afghanistan-Mission integrieren kÃ¶nnte, die Geist und Buchstaben der UN-Charta wirksam werden lÃ¤sst.</p>
<p>NichteuropÃ¤isch-nichtislamische Staaten kÃ¶nnten in die Friedenskoalition dann aufgenommen werden, wenn sie Ressourcen fÃ¼r eine konstruktive Beteiligung haben und nicht aus historischen bzw. geostrategischen GrÃ¼nden die Friedenskoalition mehr belasten als fÃ¶rdern.</p>
<p>Die Friedenskoalition muss dann darauf bestehen, dass die USA OEF sofort beenden und fÃ¼r ISAF wesentlich anderen, mit dem KriegsvÃ¶lkerrecht vereinbaren Einsatzregeln zustimmen. Luft- oder Artillerieangriffe gegen von ZivilistInnen bewohnte GebÃ¤ude darf es nicht mehr geben. Gut disziplinierte und ausgebildete SoldatInnen sowohl der afghanischen als auch auswÃ¤rtiger Heere mÃ¼ssen die Sicherheit der afghanischen BevÃ¶lkerung behutsam, wachsam und mit Augenmass wiederherstellen. FÃ¼r die USA wÃ¼rde das bedeuten, fÃ¼r eine derartige KriegfÃ¼hrung ungeeignete SÃ¶ldnerInnen und SoldatInnen abzuziehen und einer europÃ¤ischen ISAF-FÃ¼hrung und/oder einer ISAF-FÃ¼hrung durch OIC-Mitglieder zuzustimmen.</p>
<p>Die Regierung Karsai wird beim sukzessiven Ãœbergang ihrer Machtbasis auf die Zivilgesellschaft erhebliche Risiken auf sich nehmen mÃ¼ssen: sie hat â€“ pestizidfrei und sozialvertrÃ¤glich &#8211; den Drogenanbau zu beenden. Damit wird sie nicht nur Taliban und anderen AufstÃ¤ndischen, sondern auch den Warlords der Nordallianz eine Haupteinnahmequelle entziehen. Deren Privatarmeen mÃ¼ssen aufgelÃ¶st und eine Reihe ihrer AnhÃ¤nger aus StaatsÃ¤mtern entfernt werden, um in Afghanistan Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit durchzusetzen. Wo internationale Garantien fÃ¼r Amnestieregelungen und groÃŸzÃ¼gige Angebote der beruflichen Bildung und Weiterbildung, notfalls auch Pensionierung von Warlords und WarlordanhÃ¤ngern nicht angenommen werden, mÃ¼ssen sie gewaltsam entwaffnet werden. Die Friedenskoalition muss auch dafÃ¼r militÃ¤rische UnterstÃ¼tzung und ausserdem auch erhebliche Budgethilfen anbieten, damit der afghanische Staat seinen SoldatInnen, PolizistInnen, StaatsanwÃ¤ltInnen, RichterInnen und dem gesamten Ã¶ffentlichen Dienst endlich existenzsichernde GehÃ¤lter zahlen kann, von denen sie ihre Familien ernÃ¤hren kÃ¶nnen, ohne auf Bestechungsgelder angewiesen zu sein. Auch die FÃ¶deralisierung und Kommunalisierung des afghanischen Staatsaufbaus muss weitgehend von der Friedenskoalition finanziert und unterstÃ¼tzt werden.</p>
<p>Beiden Verhandlungspartnern &#8211; den Regierungen Afghanistans und der USA â€“ (und gegebenenfalls auch der pakistanischen) muÃŸ die Friedenskoalition mit Deutlichkeit, Festigkeit und Konsequenz begegnen. Diese Verhandlungen werden hart werden.</p>
<p>Gelingen kÃ¶nnen sie nur dann, wenn die Friedenskoalition einerseits den hohen Mehrbedarf an SoldatInnen und Geld nachweislich aufbringen, andererseits aber eine glaubwÃ¼rdige Drohkulisse prÃ¤sentieren kann.</p>
<p>Alle Mitglieder dieser Friedenskoalition, die dann Truppen in Afghanistan stellen, mÃ¼ssen dabei den vollstÃ¤ndigen Abzug dieser Truppen (natÃ¼rlich nicht der zivilen HelferInnen) aus Afghanistan ankÃ¼ndigen und diese AnkÃ¼ndigung notfalls auch wahr machen â€“ auch die Bundesrepublik Deutschland. Gleiches gilt fÃ¼r die mÃ¶glicherweise notwendig werdende diplomatische Isolierung der USA.</p>
<p>Bei aller GroÃŸzÃ¼gigkeit des Friedenskoalitions-Angebots ist seine Annahme doch nicht garantiert. Sollte es aber zum Schlimmsten kommen und die USA sowie die afghanische (gegebenenfalls auch die pakistanische) Regierung blind und stur in den Abgrund rennen, dann haben wenigstens alle Staaten der Friedenskoalition alles versucht, was in ihrer Macht lag. Dies kann entscheidend dabei helfen, den US-BÃ¼rgerInnen das Unsinnige und Verwerfliche einer weiteren KriegfÃ¼hrung klar zu machen. Ausserdem hÃ¤tte dann die WeltÃ¶ffentlichkeit Vertrauen zu den Staaten der Friedenskoalition gefasst (und diese zu sich selbst). Sobald danach die USA ihr katastrophales Scheitern einrÃ¤umen und Afghanistan (und Pakistan) verlassen, kÃ¶nnten die Staaten der Friedenskoalition gemeinsam alles tun, was fÃ¼r die Ãœberlebenden dann zu tun ist.</p>
<p>Es liegt jetzt in Eurer Hand, rechtzeitig die politischen Voraussetzungen fÃ¼r zukÃ¼nftige Verhandlungen aus einer derartigen Position der StÃ¤rke zu schaffen. Weist jede weitere Duldung des zum Scheitern verurteilten schwarzroten Stillhaltekurses eindeutig von Euch und stimmt mit &#8220;Nein&#8221;.</p>
<p>Dies ist zunÃ¤chst eine ausgezeichnete Gelegenheit, im Vorfeld allen potentiellen Koalitionspartnerinnen klarzumachen, worauf wir im nÃ¤chsten Koalitionsvertrag bestehen werden.</p>
<p>Vor allem aber rufen wir Euch auf, mit Eurer vereinten Stimmkraft der US-Regierung und der afghanischen Regierung diese unmissverstÃ¤ndliche Warnung zuzurufen. Sie schliesst gleichzeitig ein groÃŸzÃ¼giges Angebot an das afghanische Volk und unsere VerbÃ¼ndeten ein und erÃ¶ffnet einen schwierigen, aber realistischen Weg zum Frieden.</p>
<p>Stimmt Ihr mit &#8220;Nein&#8221;, kommt auf unsere Partei eine Riesenwelle von MissverstÃ¤ndnissen und absichtlichen Missdeutungen zu.</p>
<p>Fasst Euch ein Herz. Setzt Euch gegen Unterstellungen zur Wehr. Gemeinsam werden wir sie widerlegen.</p>
<p>Euer Nein heisst Nein &#8211; Nein ebenso zur Ratlosigkeit der KoalitionÃ¤re wie Nein zur Kopflosigkeit der Linksfraktion, Nein vor allem zur drohenden Vietnamisierung Afghanistans und Pakistans. Eure konsequente Ablehnung der Kriegseskalation ist die notwendige Vorbereitung auf den friedensstiftenden Strategiewechsel.</p>
<div>
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 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=459&amp;md5=be4018ae0686d39f094e994f3713885c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Afghanistan: JÃ¼rgen Trittin antwortet auf Offene Anfrage</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2008/09/18/afghanistan-jurgen-trittin-antwortet-auf-offene-anfrage/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 18:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>simon.lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
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		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[JÃ¼rgen Trittin, MdB GrÃ¼ne, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, GrÃ¼ne
Antwort auf Offene Anfrage zu Afghanistan [die Anfrage]

Lieber Simon Lissner,
vielen Dank fÃ¼r Deinen offenen Brief im Nachgang zu unserer Diskussionsveranstaltung in Kassel. Ich will kurz auf Deine Fragen eingehen, zunÃ¤chst zur Lage in Afghanistan:
Du formulierst in Deiner letzten Frage,Â  die Fraktion vernachlÃ¤ssige die humanitÃ¤re Lage in Afghanistan zugunsten der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_429" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/09/trittin.jpg"><img class="size-medium wp-image-429" title="JÃ¼rgen Trittin, MdB GrÃ¼ne, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, GrÃ¼ne" src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/09/trittin.jpg" alt="JÃ¼rgen Trittin, MdB GrÃ¼ne, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, GrÃ¼ne" width="150" height="100" /></a><p class="wp-caption-text">JÃ¼rgen Trittin, MdB GrÃ¼ne, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender, GrÃ¼ne</p></div>
<p><strong>Antwort auf Offene Anfrage zu Afghanistan </strong>[<a href="http://www.gruene-linke.de/2008/09/08/offene-mail-an-jurgen-trittin/">die Anfrage</a>]<strong><br />
</strong></p>
<p>Lieber Simon Lissner,</p>
<p>vielen Dank fÃ¼r Deinen offenen Brief im Nachgang zu unserer Diskussionsveranstaltung in Kassel. Ich will kurz auf Deine Fragen eingehen, zunÃ¤chst zur Lage in Afghanistan:</p>
<p>Du formulierst in Deiner letzten Frage,Â  die Fraktion vernachlÃ¤ssige die humanitÃ¤re Lage in Afghanistan zugunsten der Beteiligung an â€žKriegsspielen&#8221;. Niemand in der Fraktion spielt Krieg (auch nicht in AnfÃ¼hrungszeichen) oder empfindet MilitÃ¤reinsÃ¤tze als Spiel. Solche suggestiven Formulierungen gehen am Kern der grÃ¼nen AktivitÃ¤ten zu Afghanistan vorbei. Eigentlich solltest Du es besser wissen, haben wir doch sehr kontinuierlich und umfassend unsere Arbeiten zu Afghanistan dokumentiert. Einen Ausschnitt dieser vielfÃ¤ltigen, zivilen AktivitÃ¤ten sind kannst Du auf denÂ  Afghanistan-Seiten <a href="http://www.gruene-bundestag.de/cms/internationales/dok/223/223415.kurswechsel_jetzt.html" target="_blank">Kurswechsel Jetzt!</a> der Bundestagsfraktion nachlesen.<span id="more-430"></span></p>
<p>Es muss nachdenklich stimmen, wenn gerade friedensbewegte Menschen solche AktivitÃ¤ten nicht zur Kenntnis nehmen.</p>
<p>Aber zur Sache:</p>
<p>Ich teile Deine Sorge Ã¼ber eine drohende humanitÃ¤re Katastrophe fÃ¼r den Winter in Afghanistan. Wir sind angesichts dieser und vieler anderer Probleme fÃ¼r die Menschen in Afghanistan im stÃ¤ndigen GesprÃ¤ch mit NGOs und DurchfÃ¼hrunsorganisationen der Entwicklungshilfe vor Ort, wie der GTZ, der KfW und dem <em>World Food Program</em>. Unsere Forderungen nach ErhÃ¶hung der Summe fÃ¼r Entwicklungshilfe und zivilen Aufbau leiten sich aus dieser Problematik ab und beinhalten die ErhÃ¶hung von Budgets fÃ¼r Nahrungsmittelhilfe und andere Nothilfe. Nicht zuletzt wegen unseren zahlreichen parlamentarischen Initiativen zum zivilen Aufbau und zur Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan hat die Bundesregierung die zivile Hilfe nun erhÃ¶ht, auch mit Blick auf Nahrungsmittelhilfen. Das reicht bei weitem nicht aus, beantwortet aber Deine Frage, was die grÃ¼ne Bundestagsfraktion in Sachen humanitÃ¤re Krise in Afghanistan tut.</p>
<p>Du zitierst <em>Omid Nouripour</em> mit der Beobachtung, dass sich in EinzelfÃ¤llen afghanische Mitarbeiter von NGOs nicht mehr mit deutschen MilitÃ¤rangehÃ¶rigen sehen lassen wollten. Diese FÃ¤lle sind nicht reprÃ¤sentativ fÃ¼r die gesamte Lage. Die NGOs und Hilfsorganisationen sind auf die GewÃ¤hrleistung von Sicherheit durch die Soldaten derzeit noch angewiesen und sagen dies nahezu unisono. Du kannst es beim Dachverband der entwicklungspolitischen Organisationen nachlesen: <a href="http://www.venro.org/fileadmin/Publikationen/arbeitspapiere/VENRO-PositionspapierAfghanistan.pdf" target="_blank">VENRO-Positionspapier Afghanistan</a> &#8211; eine Position die wir in der Fraktion ganz Ã¼berwiegend teilen.</p>
<p>Auch der Reisebericht unserer Abgeordneten <em>Winni Nachtwei </em>und <em>Kerstin MÃ¼ller,</em>, die sich jÃ¼ngst in Afghanistan ein Bild von der Lage machen konnten, kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: <em>â€žAlle GesprÃ¤chsteilnehmer, vor allem aber die VertreterInnen der demokratischen Zivilgesellschaft, Â lehnen einen derzeitigen Abzug von ISAF ab, weil das im Norden den RÃ¼ckfall in den BÃ¼rgerkrieg zur Folge hÃ¤tte, im SÃ¼den die RÃ¼ckkehr der Taliban.&#8221; </em>Weiter berichten sie nicht nur von den vielen Problemen sondern auch von vielen positiven und ermutigenden AnsÃ¤tzen und Fortschritten in der Infrastruktur, im Wirtschaftsleben und der Zivilgesellschaft. Die Gesundheitsvorsorge im ganzen Land konnte deutlich verbessert werden, siehe <a href="http:/www.gruene-bundes-tag.de/cms/internationales/dokbin/248/248412.reisebericht_afghanistan_august_2008.pdf" target="_blank">Reisebericht Nachtwei/MÃ¼ller</a>.</p>
<p>Es ist gerade die humanitÃ¤re Lage, der zivile Aufbau und die Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan, derentwegen wir auch eine militÃ¤rische Absicherung gegen Warlords, Taliban und organisierte KriminalitÃ¤t fÃ¼r notwendig halten.</p>
<p>Es dies der eine Teil der Wahrheit. Der andere ist, dass sich die Sicherheitslage auch im Norden verschlechtert hat, dass die Zahl der zivilen Toten erneut gestiegen ist &#8211; durch AnschlÃ¤ge der Oppositionellen Militanten auf MÃ¤rkte und Schulen wie durch Bombardements der USA &#8211; und dass die Akzeptanz der afghanischen Regierung wegen Korruption und fehlender Sicherheit weiter gelitten hat.</p>
<p>Des 11. September bot die ErmÃ¤chtigung fÃ¼r OEF<em>. </em>Heute kann man sich &#8211; gerade mit Blick auf Afghanistan &#8211; nicht mehr auf das Selbstverteidigungsrecht berufen, um in Afghanistan Krieg zu fÃ¼hren<em>. </em>Deshalb fordern wir eine Beendigung von OEF und plÃ¤dieren dafÃ¼r, Nein zu einer Beteiligung Deutschlands zu sagen.</p>
<p>Obwohl die Ausbildung der Afghanischen Armee nun aus OEF herausgenommen und dem US-Kommandeur in Afghanistan unterstellt wird, ist man weit davon entfernt, die kontraproduktiven Kommandoaktion im Rahmen des <em>â€žKriegs gegen den Terror&#8221;</em> zu beenden. Die USA dehnen den Luftkrieg nun sogar nach Pakistan aus, statt eine Kooperation mit der neu gewÃ¤hlten Regierung Pakistans zu suchen.</p>
<p>Dieser Teil einer notwendigen Strategiewende ist nicht erfolgt &#8211; allerdings war damit auch nicht zu rechnen, solange Bush regiert. Auch die Bundesregierung hat leider in ihrem jÃ¼ngst vorgelegten, fortgeschriebenen Afghanistan-Konzept ein weiteres Blanko-Bekenntnis zur TerrorbekÃ¤mpfung unter OEF abgelegt, obwohl die aggressive GegnerbekÃ¤mpfung mit vielen zivilen Opfern kontraproduktiv fÃ¼r den Aufbau in Afghanistan ist.</p>
<p>Ãœber den Wahlausgang in den USA und mÃ¶gliche zukÃ¼nftige StrategieÃ¤nderungen der USA mÃ¶chte ich hier nicht spekulieren. Es gibt durchaus Anzeichen, dass man auch in der US-amerikanischen Diskussion die PrioritÃ¤t des zivilen Aufbaus in Afghanistan und die KontraproduktivitÃ¤t von Angriffen mit zivilen Opfern zunehmend versteht. Leider dominiert aber in den USA noch eine stark militÃ¤risch ausgerichtete Strategie fÃ¼r Afghanistan, bei der die aggressive TerrorbekÃ¤mpfung im Rahmen der <em>Operation Enduring Freedom (OEF)</em> viel Schaden anrichtet. Gewissheit Ã¼ber die zukÃ¼nftige Strategie der USA gibt es derzeit nicht.</p>
<p>Die Forderung nach einem militÃ¤rischen und zivilen Strategiewechsel ist bei den GrÃ¼nen breiter Konsens. Die PrioritÃ¤t des zivilen Aufbaus wird selbst von der Bundesregierung verbal bejaht. Leider geschieht auÃŸer verbalen Bekenntnissen wenig. Das jÃ¼ngste Afghanistan-Konzept lebt von den Worten <em>â€žfortsetzen&#8221; </em>und <em>â€žweiterhin&#8221;</em>. Die seit zwei Jahren offensichtlichen eklatanten MÃ¤ngel des Polizeiaufbaus sind bis heute nicht behoben. Gerade im lÃ¤ndlichen Raum kommt die Hilfe nur unzureichend an &#8211; und weiterhin hinkt die HÃ¶he der Entwicklungshilfe hinter den tatsÃ¤chlichen Erfordernissen her. Das Ergebnis ist offenkundig: Die Sicherheitslage ist nicht besser geworden. Der Vertrauensverlust der Regierung Karzai ist weiter gewachsen.</p>
<p>Damit stehen Die GrÃ¼nen vor einem Problem: Ein sofortiger bedingungsloser Abzug aus Afghanistan wÃ¤re verantwortungslos, wÃ¼rde der Arbeit aller Hilfsorganisationen den Boden entziehen und das Land erneut in einen blutigen BÃ¼rgerkrieg stÃ¼rzen. Auf der anderen Seite fehlen einer Oppositionspartei jenseits einer Verweigerung der Zustimmung Instrumente einen Strategiewechsel zu erzwingen. Es kann nicht sein, dass den VorschlÃ¤gen der GrÃ¼nen in der Debatte von CDU/CSU und SPD recht gegeben wird, ihre AntrÃ¤ge von der GroÃŸen Koalition aber abgelehnt und von der Regierung nicht umgesetzt werden.</p>
<p>Auf den nicht erfolgten Strategiewechsel eine Antwort zu geben ohne sich aus der Verantwortung zu stehlen, ist das, was die Partei von der Fraktion erwartet und zwar mit einem hohen MaÃŸe an Geschlossenheit. Dies ist uns im letzten Jahr nicht besonders gut gelungen. Mit 30 Enthaltungen, 15 Ja-Stimmen und 7 Nein-Stimmen haben wir eher den Eindruck hinterlassen, wir mÃ¼hten uns, gequÃ¤lt dem Votum des Parteitages in GÃ¶ttingen zu folgen.</p>
<p>Ich bin persÃ¶nlich der Auffassung, dass sich unsere Kritik am mangelnden Strategiewechsel, die Vermeidung einer sofortigen Abzugsbotschaft und die Befolgung des Beschlusses von GÃ¶ttingen am besten durch eine mÃ¶glichst geschlossene Enthaltung und eine intensive und einstimmige Begleitkommunikation artikulieren lassen.</p>
<p>Gerade diejenigen, die ihrem Ja vom letzten Jahr jetzt eine Enthaltung folgen lassen, kÃ¶nnen so unsere Kritik an der mangelnden Umsetzung des Strategiewechsels noch einmal verstÃ¤rken, ohne damit dem Einsatz ihre kritische SolidaritÃ¤t zu entziehen. Und diejenigen, die ihrem Nein vom letzten Jahr eine Enthaltung folgen lassen, artikulieren damit weiterhin ihre Kritik an der falschen Strategie, bei Anerkennung der SchutzwÃ¼rdigkeit des zivilen Aufbaus vor Ort, den es ohne den militÃ¤rischen Schutz dort nicht geben wÃ¼rde. Bei einem Gesamtergebnis mit weniger Nein-Stimmen kÃ¶nnten wir auch dem Eindruck entgegen wirken, die Abnahme an Ja-Stimmen bedeute eine weitere Drift in Richtung des grÃ¼nen Sofortausstiegs aus Afghanistan, ein Signal das die Ã¼berwiegende Mehrzahl von uns nicht senden will. Der Verzicht auf ein Nein wÃ¼rde Ã¼berdies fÃ¼r eine geschlossene Position sorgen, die uns im Blick auf die politische Konkurrenz deutlich stÃ¤rken wÃ¼rde. GrÃ¼n wÃ¼rde sich von der falschen Regierungspolitik genauso abgrenzen wie von der bÃ¼rgerkriegsfÃ¶rdernden, verantwortungslosen Position der Linkspartei.</p>
<p>Mit freundlichen GrÃ¼ÃŸen</p>
<p><!--[if gte vml 1]> <![endif]-->JÃ¼rgen Trittin</p>
<p>[<a href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/09/080917_trittin_offener_brief_an_simon_lissner.pdf">der Brief als PDF-Datei</a>]</p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=430&amp;md5=f8f8670782e100b955d8ee5477720e14" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das bestellte Schlachtfeld</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2008/07/15/das-bestellte-schlachtfeld/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 15:40:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Samuel Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[CIA]]></category>
		<category><![CDATA[Dick Cheney]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimoperationen]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer Ã¼ber den Krieg in Afghanistan redet, wird                        in Zukunft nicht mehr Ã¼ber einen Krieg gegen den Iran               [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer Ã¼ber den Krieg in Afghanistan redet, wird                        in Zukunft nicht mehr Ã¼ber einen Krieg gegen den Iran                        schweigen dÃ¼rfen â€“ verdeckt wird dieser bereits                        lÃ¤ngst gefÃ¼hrt.<span id="more-19"></span></p>
<p>Den Anfang vergangener Woche im New Yorker erschienenen                          lÃ¤ngeren Essay von Seymour M. Hersh mit dem Titel                          â€žPreparing the Battlefieldâ€œ, sollten gerade                          die Verantwortlichen in der deutschen Politik und die                          Ã–ffentlichkeit hierzulande sehr genau zur Kenntnis                          nehmen. Die dort beschriebenen â€žverdeckten Operationen                          gegen den Iranâ€œ, fÃ¼r die das WeiÃŸe Haus                          auch mit der Zustimmung dort fÃ¼hrender Demokraten                          vierhundert Millionen Dollar vom Kongress eingefordert                          hat, kÃ¶nnten auch das Afghanistan-Engagement Deutschlands                          im Rahmen von ISAF bald in einem anderen Licht erscheinen                          lassen.</p>
<p>Nun sind solche Geheimoperationen auf Iranischem Gebiet,                          durchgefÃ¼hrt von der Central Intelligence Agency                          (C.I.A.) und dem Joint Special Operations Command (J.S.O.C.),                          eben tatsÃ¤chlich geheim, dennoch ist die erhebliche                          Ausweitung dieser, so Hersh, â€žverdeckten KriegsfÃ¼hrung                          innerhalb des Iranâ€œ auch der US-amerikanischen Ã–ffentlichkeit                          nicht verborgen geblieben. Mit Vize-PrÃ¤sident Dick                          Cheney als treibende Kraft im Hintergrund der US-Administration                          geht es wieder einmal um die Identifikation und Ausschaltung                          â€žhochwertiger Zieleâ€œ im Rahmen des globalen                          â€žWar an Terrorâ€œ, strategisch um die â€žDestabilisierung                          der religiÃ¶sen FÃ¼hrerschaft des Landesâ€œ                          und um einen Regime-Wechsel im Iran.</p>
<p>Solche vom PrÃ¤sidenten selbst autorisierten grenzÃ¼berschreitenden                          Operationen werden seit letztem Jahr vom SÃ¼d-Irak                          aus gefÃ¼hrt, nun aber erhalten diese eine neue QualitÃ¤t                          und QuantitÃ¤t. Das Zeitfenster fÃ¼r die Bush-Regierung                          schlieÃŸt sich und so ist es vor allem Dick Cheney,                          der erheblichen Druck ausÃ¼bt, um Ergebnisse zu erzielen,                          und gar selbst PrioritÃ¤ten fÃ¼r auszuschaltende                          Ziele setzt. Wenige Wochen nach einem ZusammenstoÃŸ                          Anfang Januar zwischen der US-Marine und iranischen Patroullienbooten                          etwa, fand in Cheneys BÃ¼ro ein Treffen statt. â€žEs                          ging dabei darumâ€œ, so Vize-Admiral Kevin Cosgriff,                          Kommandant der US-SeestreitkrÃ¤fte in der Region,                          â€žwie ein casus belli zwischen Teheran und Washington                          zu schaffen sei.â€œ</p>
<p>Was in der bundesdeutschen Ã–ffentlichkeit so gut                          wie unbekannt scheint und was die Bundesregierung in ihren                          ungelenken ErklÃ¤rungsversuchen fÃ¼r die Ausweitung                          der Deutschen TruppenprÃ¤senz in Afghanistan und der                          VerlÃ¤ngerung der Mandatsdauer schlichtweg verschweigt,                          ist, dass offenbar auch von Afghanistan aus solch grenzÃ¼berschreitenden                          verdeckten Operationen im Iran seitens des J.S.O.C. und                          des C.I.A. stattfinden. â€žIm Iran besitzen C.I.A.-Agenten                          und regional aktive VerbÃ¼ndete die sprachlichen FÃ¤higkeiten                          und lokalen Ortskenntnisse, um mit den operativen Einheiten                          des J.S.O.C. in Kontakt zu treten, zusammenzuarbeiten                          und lenken so Personal, Material und Geld von einer unbekannten                          Basis in West-Afghanistan in den Iranâ€œ, so Hersh.</p>
<p>Artikel 26 unseres Grundgesetzes verbietet den Angriffskrieg.                          Genauer heiÃŸt es dort: â€žHandlungen, die geeignet                          sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche                          Zusammenleben der VÃ¶lker zu stÃ¶ren, insbesondere                          die FÃ¼hrung eines Angriffskrieges vorzubereiten,                          sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.â€œ                          Gerade aber, wenn auch von Afghanistan aus vom VerbÃ¼ndeten                          USA offensichtlich eine verdeckte KriegsfÃ¼hrung innerhalb                          des Iran betrieben wird, dann sollten sich die Verantwortlichen                          in der Bundesrepublik mÃ¶glichst bald die Frage stellen,                          ob nicht selbst die eigentliche Aufgabe von ISAF, fÃ¼r                          eine Stabilisierung Afghanistans zu sorgen, in diesem                          Licht gesehen bereits eine Handlung darstellt, die geeignet                          ist, die FÃ¼hrung eines Angriffskrieges gegen den                          Iran mit vorzubereiten.</p>
<p>Gerade im US-Kongress mehren sich die kritischen Stimmen,                          die befÃ¼rchten, dass es offensichtlich eine Strategie                          der US-Regierung ist, die Grenzen zwischen Geheimdienstoperationen                          und militÃ¤rischen Operation systematisch zu verwischen,                          um so Mittel vom Kongress bewilligt zu bekommen und diesem                          zugleich Informationen Ã¼ber konkrete operative Details                          und Ziele vorzuenthalten. Selbst militÃ¤rische Befehlsketten                          werden , wie hohe US-MilitÃ¤rs immer wieder beklagen,                          von den Hardlinern in der Bush-Regierung systematisch                          unterlaufen. Da beruhigt es nur wenig, dass US-Verteidigungsminister                          Gates vor den unabsehbaren Folgen eines mÃ¶glichen                          Krieges gegen den Iran warnt: â€žWir werden Generationen                          von Jihadisten erschaffen und noch unsere Enkel werden                          unsere Feinde hier in Amerika bekÃ¤mpfen mÃ¼ssen.â€œ</p>
<p>Erst kÃ¼rzlich mahnte Joschka Fischer in Der Zeit                          an: â€žDer Nahe Osten treibt auf eine neue groÃŸe                          Konfrontation zu. Teheran muss begreifen, dass sich die                          Dinge in den kommenden Monaten gefÃ¤hrlich zuspitzen                          werden, wenn es nicht zu einer diplomatischen LÃ¶sung                          kommt. Es wird allerhÃ¶chste Zeit fÃ¼r ernsthafte                          Verhandlungen.â€œ Aber ist Afghanistan nicht bereits                          tatsÃ¤chlich Basis und Ostflanke jener verdeckten                          KriegsfÃ¼hrung der USA innerhalb des Irans?</p>
<p>Die Bundesregierung wird sich schnell erklÃ¤ren und                          dabei dringend zur Kenntnis nehmen mÃ¼ssen, dass der                          Kriegsfall Afghanistan schon bald zum Kriegsfall Iran                          werden kÃ¶nnte, wenn er es nicht sogar schon ist.                          Damit aber wÃ¼rden in der Bundesrepublik plÃ¶tzlich                          ganz andere Fragen auf der Tagesordnung stehen, nÃ¤mlich                          die nach der VerfassungskonformitÃ¤t des Afghanistan-Einsatzes                          wie auch die nach jenen â€žGenerationen von Jihadistenâ€œ,                          die dann wohl nicht nur in Amerika bekÃ¤mpft werden                          mÃ¼ssten.<br />
Robert Zion ist GrÃ¼nen-Politiker in NRW</p>
<p>&#8211;<br />
Robert Zion Vorstandssprecher<br />
B&#8217;90/GrÃ¼ne KV Gelsenkirchen<br />
Tel: 0209-3187462 / Mobil: 0176-24711907<br />
E-Mail: zion@robert-zion.de <a href="mailto:zion@robert-zion.de"><img id="mehr" onmouseover="MM_swapImage('mehr11121','','../../mehr_gr.gif',1)" onmouseout="MM_swapImgRestore()" src="../mehr_bl.gif" border="0" alt="" width="14" height="9" /></a><br />
www.robert-zion.de <a href="../themen/aussen/www.robert-zion.de" target="_blank"><img id="mehr" onmouseover="MM_swapImage('mehr11122','','../../mehr_gr.gif',1)" onmouseout="MM_swapImgRestore()" src="../mehr_bl.gif" border="0" alt="" width="14" height="9" /></a><br />
http://www.robert-zion.de/Links-libertaer.htm <a href="http://www.robert-zion.de/Links-libertaer.htm" target="_blank"><img id="mehr" onmouseover="MM_swapImage('mehr11123','','../../mehr_gr.gif',1)" onmouseout="MM_swapImgRestore()" src="../mehr_bl.gif" border="0" alt="" width="14" height="9" /></a></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=19&amp;md5=d5657f817671e6d932ee70da4dc0388d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>GrÃ¼ne Basis lehnt KampfeinsÃ¤tze der Bundeswehr in Afghanistan ab</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 14:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Partei]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF]]></category>
		<category><![CDATA[Krieg]]></category>

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		<description><![CDATA[07.03.2008
wir sammeln weiter UnterstÃ¼tzerInnen!
GrÃ¼ne Basis lehnt KampfeinsÃ¤tze der Bundeswehr in Afghanistan ab
Resolution zum Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan
BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen fordern Ã„nderung des Mandats fÃ¼r Afghanistan:
- Polizei statt Kampfeinsatz!
- Kein Mandat fÃ¼r die Quick Reaction Force (Schnelle Eingreiftruppe)
â€žOffensichtlich beabsichtigt die Bundesregierung mit einer Art Salamitaktik, Deutschland in Afghanistan Schritt fÃ¼r Schritt und gegen den Willen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>07.03.2008</p>
<h4><span style="color: #ff0000;">wir sammeln weiter UnterstÃ¼tzerInnen!</span></h4>
<h3>GrÃ¼ne Basis lehnt KampfeinsÃ¤tze der Bundeswehr in Afghanistan ab</h3>
<p>R<strong>esolution zum Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan</strong></p>
<p>BÃ¼ndnis 90/Die GrÃ¼nen fordern Ã„nderung des Mandats fÃ¼r Afghanistan:<br />
- Polizei statt Kampfeinsatz!<br />
- Kein Mandat fÃ¼r die Quick Reaction Force (Schnelle Eingreiftruppe)</p>
<p>â€žOffensichtlich beabsichtigt die Bundesregierung mit einer Art Salamitaktik, Deutschland in Afghanistan Schritt fÃ¼r Schritt und gegen den Willen der Ã¼bergroÃŸen Mehrheit der BevÃ¶lkerung in eine militÃ¤rische Eskalation zu ziehen&#8221;. (Robert Zion, 3.9.2007).</p>
<p>Die Resolution als <a href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/08/080208_resolution_afghanistan.pdf">PDF-Datei</a><br />
<em>mit UnterzeicherInnenstand vom 14.04.2008, 14:00</em></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=142&amp;md5=6e97b5e2fa6421a8b84a75046cc85626" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Neue AnsÃ¤tz fÃ¼r die ISAF-Mission</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2008/01/08/neue-ansatz-fur-die-isaf-mission/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Jan 2008 14:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF]]></category>

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		<description><![CDATA[Papier der Stiftung Wissenschaft und Politik 
&#8220;Strategien                          zur AufstandsbekÃ¤mpfung &#8211; Neue AnsÃ¤tze zur ISAF-Mission&#8221;
PDF-Datei
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Papier der Stiftung Wissenschaft und Politik <strong></strong></p>
<p><strong><span class="artikeltitel">&#8220;Strategien                          zur AufstandsbekÃ¤mpfung &#8211; Neue AnsÃ¤tze zur ISAF-Mission&#8221;</span></strong></p>
<p><a href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/08/0801_swp-afghanistan.pdf" target="_blank">PDF-Datei</a></p>
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=132&amp;md5=64acc8fe64360220371ccd0017d0ae29" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>namentliche Abstimmung im Bundestag &#8211; ISAF</title>
		<link>http://www.gruene-linke.de/2007/10/12/namentliche-abstimmung-im-bundestag-isaf/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Oct 2007 18:39:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>webmeister</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan. Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[ISAF]]></category>
		<category><![CDATA[namentliche Abstimmung]]></category>

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		<description><![CDATA[12.10.2007
zum Thema: Namentliche Abstimmung Ã¼ber die Beschlussempfehlung des AuswÃ¤rtigen Ausschusses (8. Ausschuss) zu dem Antrag der Bundesregierung Ã¼ber die Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz einer Internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) vom 20. Dezember 2001, 1413 (2002) vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>12.10.2007</p>
<p><strong>zum Thema: </strong>Namentliche Abstimmung Ã¼ber die Beschlussempfehlung des AuswÃ¤rtigen Ausschusses (8. Ausschuss) zu dem Antrag der Bundesregierung Ã¼ber die Fortsetzung der Beteiligung bewaffneter deutscher StreitkrÃ¤fte an dem Einsatz einer Internationalen SicherheitsunterstÃ¼tzungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force, ISAF) unter FÃ¼hrung der NATO auf Grundlage der Resolutionen 1386 (2001) vom 20. Dezember 2001, 1413 (2002) vom 23. Mai 2002, 1444 (2002) vom 27. November 2002, 1510 (2003) vom 13. Oktober 2003, 1563 (2004) vom 17. September 2004, 1623 (2005) vom 13. September 2005, 1707 (2006) vom 12. September 2006 und 1776 (2007) vom 19. September 2007 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen; Drs. 16/6460 und 16/6612</p>
<hr />
<h2>119. Sitzung des Deutschen Bundestages</h2>
<p><strong>Ergebnis:</strong></p>
<p>Ja-Stimmen: 453<br />
Nein-Stimmen: 79<br />
Enthaltungen: 48<br />
ungÃ¼ltige: 0<br />
Abgegebene Stimmen insgesamt: 580<br />
nicht abgegebene-Stimmen: 33</p>
<p>Wie die Bundestagsabgeordneten im Einzelnen abgestimmt haben: <a href="http://www.gruene-linke.de/wp-content/uploads/2008/10/071012_isaf_bt_namentlich.pdf">PDF-Datei</a></p>
<hr />
 <p><a href="http://www.gruene-linke.de/?flattrss_redirect&amp;id=621&amp;md5=75b8877910372f967acb7e1d68dffd5a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.gruene-linke.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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