Roland Vogt – ein engagierter Kämpfer für den Frieden und ein Freund ist gegangen

Am vergangenen Wochenende verstarb nach langer Krankheit Roland Vogt. Ob als Gründungsmitglied der Grünen, als Abgeordnete des Deutschen Bundestages oder als Konversionsbeauftragte des Landes Brandenburg war er immer eines: Aktivist für den Frieden. Vor allem in seiner Letzt-genannten Funktion schrieb er deutsche Nachkriegsgeschichte: er zeigte, dass die Umwandlung von Kriegsübungs-Gelände in friedlich genutzte Lebensräume auch Arbeitsplätze schafft und allen den Menschen vor Ort ein besseres Leben ermöglicht … ohne Bombodrom, das eigentlich seitens der Bundeswehr nach der Vereinigung fortgeführt werden sollte. Die Bürgerinitiative FREIeHEIDe, deren Mitbegründer er war, hatte nach über 15 Jahren gewaltfreier und juristischer Gegenwehr das Militärprojekt gegen Europas größten Bombenabwurfplatz bei Wittstock zu Fall zu brachte.

Roland Voigt

Roland Vogt

Innerhalb der Grünen war er einer der wenigen „Ewig-Gestrigen“, wenn er dem Frieden, der Gerechtigkeit und dem Umweltschutz uneingeschränkt und ohne „wenn und Aber“ absoluten Vorrang einräumte.

In Rheinland-Pfalz stand er auch noch in den letzten Jahren als Mitbegründer der Friedensakademie, als unermüdlicher Streiter in den Parteigremien für die Friedensarbeit und zahlreichen weiteren Aktivitäten im Einsatz. In Ramstein wollte er Brandenburg II umsetzen, ein riesiges Militärgelände einer friedlichen Nutzung zuführen.

Drohnenkrieg – von hier ausgehend oder Atomwaffen auf deutschem Boden in Büchel?
Unerträglich für ihn!

Zurücklehnen, Entspannen, den verdienten Altersruhestand genießen?
Undenkbar für ihn, solange irgendwie noch geschossen, gekämpft und getötet wird, und so lange er auch nur den Hauch einer Chance sah, etwas daran zu ändern.

Noch am vorherigen Wochenende war er auf unserem Friedenskongress in Kassel in einem Workshop zur Konversion und in der abschließenden Podiumsdiskussion zu Gast und begeisterte die Zuhörer*innen und Mitstreiter*innen mit seinen Visionen und den Möglichkeiten, diese in die Realität umzusetzen. Seinen Workshop-Vortrag schloss er mit den Worten „Manchmal geschehen Zeichen und Wunder!“ Und: „Dran bleiben!

Lieber Roland, deine Ausdauer und Hartnäckigkeit war wirklich bewundernswert. Du hinterlässt eine Lücke, die nicht zu schließen sein wird, du fehlst schon jetzt. Aber dein unermüdlicher Einsatz zeigt uns die Pflicht auch in deinem Namen weiter zu kämpfen.

23. Mai 2018, für die Grünen Linken

Karl-W.

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